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Ab Freitag wird bei Timm gecastet: Der schwule TV-Sender strahlt mit "RuPaul’s Drag Race" die sehr unterhaltsame Suche nach "America’s Next Drag Superstar" aus.

Von Dennis Klein

In den USA herrscht wie hierzulande Casting-Fieber. Weil Models, Sänger und Tänzer schon in mehreren Staffeln gesucht und gefunden wurden, suchte der Homo-Sender Logo nach einem neuen, schwulen Dreh – und fand RuPaul, ihres Zeichens bekannteste Drag Queen der Welt. Sie sollte ihre eigene Nachfolgerin suchen. Als Preis winken 20.000 Dollar sowie Sponsorenverträge mit Absolut Wodka und anderen Firmen. Außerdem kann die Siegerin als Drag-Superstar an der CSD-Tour durch Amerika teilnehmen. Die neun Folgen der Show liefen im Februar und März auf Logo so erfolgreich, dass bereits Kandidatinnen für eine zweite Staffel gesucht werden.

Wie sieht die perfekte Drag Queen aus? Man sei auf der Suche nach "Charisma, Einzigartigkeit, Nerven und Talent", bläut Queen RuPaul ihren Kandidatinnen ein. Und diese Qualitäten müssen die neun auserwählten Schönheiten beweisen: Einmal dürfen sie sich mit heißen Männermodels auf der Motorhaube räkeln, dann müssen sie mit Stofffetzen und Accessoires aus dem Ein-Dollar-Laden ein Outfit zusammenstellen oder auch Kampflesben aufhübschen.

Youtube | Ausschnitt aus "RuPaul's Drag Race"

RuPaul nimmt dabei eine Doppelrolle ein: Als Mann gibt er seinen Mädels Tipps, baut sie auf und schlichtet auch mal den einen oder anderen Zickenkrieg. Als Frau in ausgefallenen Kleidern wird er zur Richterin: RuPaul allein entscheidet, wer es in die nächste Runde schafft und wer ausscheidet. Zwar gibt es andere Juroren – diese können aber lediglich Empfehlungen aussprechen.

Wer Casting-Shows mag, wird "RuPaul’s Drag Race" lieben. Und selbst wer DSDS und Co. eigentlich verabscheut, wird sich dem Charme der Sendung nur schwer entziehen können. Auch hier gibt es die übliche Mischung aus Drama und Comedy, aber immer mit einem Augenzwinkern. Was die Sendung unterscheidet, ist der Respekt, mit dem RuPaul trotz des Formates ihre Kandidatinnen behandelt.

Und die engagierte Moderatorin weist auch nicht selten auf die historische Bedeutung der Drag Queens hin. Immerhin hat bei den Stonewall-Krawallen 1969 ein Mann im Fummel den ersten Stein in Richtung Polizei geworfen. Ohne die Drag Queens wäre das schwule Leben heute also noch viel rauer. Und das "Drag Race" will dafür sorgen, dass die glamouröse Sippe nicht ausstirbt.

"RuPaul’s Drag Race" (OmU), freitags um 20:15 Uhr bei Timm.

Galerie:
RuPaul's Drag Race
17 Bilder


12 Kommentare

#1 jochenProfil
  • 23.04.2009, 21:50hmünchen
  • der filmausschnitt lässt ja hoffen.

    ich hoffe auf tunten, transen, trinen, - drama, exalthiertheit , witz und ironie.

    man sieht leider so selten richtig gute drag queens im fernsehen.
    (oft tarnen sich die tunten heutzutage mit abercrombie, mister b oder dolce & gabana......)
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#2 The RisingAnonym
#3 RabaukeAnonym
  • 24.04.2009, 09:14h
  • Grins!!!!!! Auch wenn ich feminine menschen eher nicht so mag.................freue ich mich aber auf die Schow. Ein Schwuler Sender und wer will, sieht´s sich an. Wer nicht, ebend nicht. Ich freue mich jedenfalls und leg mir schonmal ne Rolle von "Lach-Tränenküchenrolle ans TV Gerät:)))))))
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#4 herve64Profil
  • 24.04.2009, 09:58hMünchen
  • Zu deutsch: RuPaul wird das schwule Heidi-Klum-Pendant. Klar, es gibt ja nicht genug Fummeltrinen, obwohl sie zuhauf bei CSD-Veranstaltungen alles andere erdrücken mit ihrer Anwesenheit. Na, wie auch immer: Wir warten noch gespannt auf die schwule Superstar-Suche, vielleicht mit Elton John in der Jury?
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#5 stromboliProfil
#6 The RisingAnonym
  • 24.04.2009, 10:42h
  • Antwort auf #2 von The Rising
  • Ich gehe jetzt mal davon aus, dass alle, die weiter unten ein Minus verteilt haben, das Video gar nicht gesehen oder nicht verstanden haben, denn besser als Barack Obama hätte man es nicht formulieren können: Im ersten Satz erwähnt er explizit Homophobie neben Rassismus, Antisemitismus, Sexismus und Xenophobie als dringend zu behandelndes Problem. Auf den Punkt bringt er die notwendigen Lehren aus der Vergangenheit und Gegenwart schließlich mit der Feststellung: "Wir müssen lernen, uns in unserem Gegenüber wiederzuerkennen!"

    So, jetzt dürfen die Betreffenden nochmals rot verteilen, wenn sie immer noch bestreiten, dass wir solche Statements von Regierungschef und Staatsoberhaupt oder solchen, die es werden wollen, auch endlich hierzulande brauchen!
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#7 Olaf_LEO
  • 24.04.2009, 10:53h
  • Ich hab bereits Ausschnitte vom Drag Race gesehen und muss sagen: Die Show ist spitze! Unbedingt ansehen!!!

    Zum Herrn Rising: Natürlich kriegst du rot, wenn du das Thema so dermaßen verfehlst (auch von mir gab's rot). In diesem Thread geht es um eine Unterhaltungssendung, nicht politische Propaganda, welcher Couleur auch immer.
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#8 The RisingAnonym
  • 24.04.2009, 11:00h
  • Antwort auf #7 von Olaf_LEO
  • Ach so, und ich habe mir eingebildet, das Ganze habe auch einen politischen Hintergrund - siehe die gelungene Ausführung von Dennis Klein im obigen Artikel. Darauf hinzuweisen ist mit Sicherheit keine "Propaganda", aber wie ich sehe fühlen sich Teile der Spaß-Community dadurch überfordert... Antworten » | Direktlink »
#9 stromboliProfil
  • 24.04.2009, 11:05hberlin
  • Antwort auf #7 von Olaf_LEO
  • olaf, wo wird politische propaganda gemacht, wenn einer unsere (!) belange in eine rahmen darstellt der über den hinaus geht, den unsere spassgesellschaft ansonsten inhaltlich zu bieten hat. Ja , vieleicht am thread vorbei, aber doch offensichtlich treffend: ..." Auch wenn ich feminine menschen eher nicht so mag", "..fummeltrinen erdrücken andere mit ihrer Anwesenheit.."... da passt doch der beitrag:"Wir müssen lernen, uns in unserem Gegenüber wiederzuerkennen!"
    da ist doch mehr nicht zu sagen.
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#10 Luckylion
  • 24.04.2009, 11:22h
  • Ich würde mir wünschen, dass das Drag Race in Deutschland ähnlich erfolgreich wird wie in Amerika. Die Sendung ist richtig lustig und die Kandidaten zeigen wirklich tolle Leistungen. Freu mich, dass Logo eine zweite Staffel produziert.
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