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Eine brasilianische Homo-Gruppe hat im vergangenen Jahr 190 Hassmorde an Homo- oder Transsexuellen registriert – 55 Prozent mehr als 2007. Im Land sei ein "Homocaust" im Gange, heißt es in einer vorgestellten Studie.

Die Grupo Gay da Bahia erklärte, dass 64 Prozent der Opfer schwule Männer gewesen seien. 32 Prozent waren transsexuell und vier Prozent Lesben. Die Studie stützt sich einzig auf Berichte aus den Medien, da es in Brasilien keine offiziellen Statistiken zu Hassverbrechen gibt. Die Dunkelziffer könnte daher noch höher liegen.

Gemessen an ihrem Anteil in der Bevölkerung seien Transsexuelle 260 Mal eher das Opfer eines Mordes als Schwule, so die Studie. Zudem seien insbesondere Menschen aus den unteren sozialen Schichten betroffen, insbesondere Stricher, Frisöre und Straßenhändler. Stricher seien einer besonderen Gefahr ausgesetzt, da sie an Straßen und Autobahnen arbeiteten, an denen soziale Unterschiede besonders ausgeprägt sind. Aber es seien auch Morde an Ärzten, Ingenieuren und Anwälten gemeldet worden. Insgesamt sei die Gefahr fast doppelt so hoch, im ärmeren Nordosten einem Hassverbrechen zu Opfer zu fallen, als im reicheren Süden oder Südosten.

Die Studie erklärt auch, dass die starke statistische Zunahme teilweise wegen der erhöhten Aufmerksamkeit in den Medien zustande gekommen sei. Früher seien viel weniger über Hassmorde berichtet worden als heute.

Nach Angaben des Berichtes seien zwischen 1980 und 2008 insgesamt 2.998 homo- oder transsexuelle Opfer von Hassmorden gezählt worden. Es wird dabei auch von einem "Homocaust" gesprochen und staatliche Hilfe eingefordert. Trotz des liberalen Images sei Brasilien eines der homophobsten Länder Amerikas.

Dem Bericht zufolge sind 2008 nirgendwo auf dem Kontinent mehr Hassmorde an Schwulen, Lesben und Transsexuellen verübt worden. In Mexiko seien letztes Jahr 35 gezählt worden, in den Vereinigten Staaten 25. Im laufenden Jahr habe es aber bereits 48 weitere Morde in Brasilien gegeben. (dk)



#1 gaybocholtEhemaliges Profil
  • 26.04.2009, 08:50h
  • Nur mal ne Frage so am Rande an alle Muslimophoben: Das ist Brasilien und brasilien ist christlich - wie kann dort sowas passieren?
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#2 YavannahAnonym
  • 26.04.2009, 11:56h
  • Antwort auf #1 von gaybocholt
  • welch eine logik...aber gut, weil es in brasilien geschieht, geschieht es woanders nicht mehr. böse christen, liebe muslime!

    und war brasilien laut sascha aka the rising nicht immer das leuchtende vorzeigebeispiel in sachen homofreundlichkeit?

    jungs, ihr verwirrt mich...harhar.
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#3 fred ferkelAnonym
#4 fred ferklelAnonym
#5 AxelBerlinAnonym