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Im Zürcher Kantonsparlament hat die Eidgenössisch-Demokratische Union (EDU) scharfe Kritik am Europride geübt. Dieser sei ein Propagandafeldzug "zur Beeinflussung unserer Jugend und Gesellschaft", erklärte EDU-Sprecher Michael Welz.

Homosexualität sei mit "vielen gesundheitlichen Risiken" behaftet, deshalb sei es ein Skandal, dass Zürich Tourismus, die Schweizerische Bundesbahn und die Stadt Zürich den Veranstaltern "staatliche Sponsorengelder" zukommen lasse. Die Stadt wende sich damit "vom Segen Gottes" ab. Schwule und Lesben wünschte der Landwirt "Befreiung aus der Homosexualität" durch Gott.

Zu Eklat kam es am Montag im Parlament: Als EDU-Fraktionsvorsitzender Stefan Dollenmeier Homosexualität in einer erregten Tirade als "nicht gottgewollt" und "gesundheitsgefährdend" darstellte, entzog ihm die Parlamentspräsidentin das Wort.

Zuvor hatte bereits der schwule Abgeordnete Hans Peter Portmann von der liberalen FDP die EDU-Tiraden "empörend, diskriminierend und verfassungswidrig" kritisiert. Man müsse "den Anfängen wehren", so Portmann, der dafür einen anhaltenden Applaus erhielt.

Die Europride-Veranstalter verurteilten die EDU-Angriffe scharf: "Das ist unterste Schublade und tiefstes Mittelalter", erklärte Europride-Sprecher Michael Rüegg. Er widersprach auch der Darstellung, dass der Euro-CSD üppige Sponsorengelder erhalten. Es gebe lediglich eine Unterstützung, wie sie jedem Großevent in Zürich zustünde.

Die EDU ist eine Kleinpartei, die im Landesparlament, der Bundesversammlung sowie in 20 Kantonalparlamenten vertreten ist. Sie versteht sich als bibeltreu und wertkonservativ. Sie profiliert sich hauptsächlich als antieuropäische Partei, die besonders gegen Abtreibung und Homo-Rechte vorgeht. International ist die Partei in der "Europäische Christlichen Politischen Bewegung" organisiert, der aus Deutschland auch die Partei Bibeltreuer Christen (PBC) sowie die Zentrumspartei angehören. (dk)



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15 Kommentare

#1 RabaukeAnonym
  • 28.04.2009, 13:58h
  • Hochgeschätzter und lieber Herr Stefan Dollenmeier!

    "Gott befreie von Homosexualität" In Ihrem Fall rate ich: Die Pharmaindustrie hat auf dem Gebiet von Psychopharmaka, in den letzten 5 Jahren, bahnenbrechende Erfolge verzeichnet. Zur Anfangsmedikation , betreffend der Ihren nötigsten Behandlung, empfehle ich früh und Abends je eine Zyprexa. Würden Ihre Worte Brechreiz auslösen, müssten Sie nur noch an den "Schluchten" stehen!
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#2 anonymusAnonym
  • 28.04.2009, 15:18h
  • Die Stadt wende sich damit "vom Segen Gottes" ab.
    ....
    Natürlich, Gott hat diese Stadt, dieses Land gesegnet das mit EXIT und DIGNITAS gleich zwei Sterbeorganisationen beherbergt die jedem für gutes Geld den sicheren, sauberen Selbstmord verkaufen ...
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#3 gatopardo
  • 28.04.2009, 17:12h
  • Hat dieser dolle Meier nun endlich erkannt, dass das eher beschauliche Zürich ein Sündenbabel ist und kommt sogar zu dem erstaunlichen Schluss, dass sein ihm bekannter personifizierter Gott Homos nicht leiden kann ? Deine Perücke sitzt schlecht, mein Lieber !
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#4 MarekAnonym
  • 28.04.2009, 17:38h
  • So sind diese Ewiggestrigen:
    die hetzen und wiegeln auf, wo es nur geht. Aber gegen die freie Rede anderer ziehen sie dann zu Feld.

    Damit zeigen sie auch immer, welch Geistes Kind sie sind: sie hassen Demokratie und Rechtsstaatlichkeit und wollen ihre eigene Meinung zum alleingültigen Maßstab machen und allen Menschen aufzwingen.
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#5 gaybocholtEhemaliges Profil
  • 28.04.2009, 18:09h
  • naja, Schweiz, nicht umsonst das Traumland jedes deutschen Millionärs, um Steuern zu hinterziehen.
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#6 gaybocholtEhemaliges Profil
#7 Tim_ChrisProfil
  • 28.04.2009, 19:39hBremen
  • So wie der redet, ist er garantiert auch Mitglied beim Witzverein kreuz.net. Solchen Leuten sollte nicht nur das politische Wort entzogen, sondern sie gleich ganz aus dem politischen Geschehen entfernt werden. Fanatiker haben in der Politik nichts zu suchen.

    @madrid: "Deine Perücke sitzt schlecht, mein Lieber !"

    *lach* Stimmt. Entweder hat er das falsche Haarteil für den Fototermin gewählt oder er war beim aufsetzen geblendet von seinem im Spiegel integrierten Heiligenschein
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#8 zürcherAnonym
  • 28.04.2009, 21:07h
  • Na immerhin hat ja Portmann im Namen aller anderen im Kantonsrat vertretenen Parteien die Aussagen aufs Schärfste kritisiert.

    Was aber nicht ganz stimmt: Die EDU ist nicht im Bundesrat (die Schweizer Regierung) sondern tatsächlich nur eine kleine Splitterpartei.
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#9 nino89
#10 gerdAnonym
  • 28.04.2009, 23:26h
  • Ach ja die EDU in der Schweiz...eine Kleinstpartei mit geringer Wählerschaft. (Die EDU hat nur einen Nationalratvertreter).

    In Deutschland entsprechend hierzu die Partei bibeltreuer Christen (PbC), die nicht mal 0,5 Prozent erreicht und aus lauter Leuten über 65 Jahren an der Parteispitze besteht.

    Eigentlich gehört Norbert Geis auch mehr in die Partei bibeltreuer Christen und hat eigentlich in der CSU nichts mehr verloren.

    Das einzig gute an solchen rechtskonservativen Kleinparteien wie die PbC oder das Zentrum in Deutschland ist, dass sie niemals die 5 Prozent auf Landes- oder Bundesebene schaffen und somit nicht in den Parlamenten mit Abgeordneten vertreten sind und gleichzeitig der CDU/CSU einige Stimmen "klauen".
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