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  • 28. April 2009, noch kein Kommentar

Der kanadische Dokumentarist und Filmemacher John Greyson hat beim 24. GLBT-Filmfestival in Turin einen Sonderpreis für seine aktuelle Doku "Fig Trees" erhalten.

Von Christian Scheuß

"Fig Trees" ist eine Dokumentation über zwei AIDS-Aktivisten, und zugleich eine Oper. Für diese ungewöhnliche Umsetzung einer Dokumentation erhielt Greyson bereits bei der Berlinale im vergangenen Februar den Teddy Award. Der "Special Award" des Turiner Filmfestivals, der erst seit drei Jahren vergeben wird, soll das besondere Engagement von Künstlern im Filmbereich ehren.

Greyson wurde am Sonntagabend deshalb nicht nur für "Fig Trees" ausgezeichnet, er erhält die Ehrung auch für sein bisheriges Gesamtwerk, seinen Kampf gegen AIDS und seine kritische Haltung gegenüber der katholischen Kirche. Der Filmemacher wurde 1993 mit seinem provokativen wie witzigen AIDS-Musical "Zero Patience" international bekannt.

Youtube | Fig Tree-Trailer, gefilmt bei der Verleihung der Teddy Awards

In "Fig Tree" setzt er erneut die Mittel des Humors und der Provokation ein, und das ziemlich erfolgreich wie bewegend. In seiner opernhaften Doku lässt er die AIDS-Aktivisten Tim McCaskell aus Toronto sowie Zackie Achmat aus Capetown zu Wort kommen. Beide hatten Jahrelang gegen die kommerziellen Interessen der Pharmaindustrie und die Dummheit von Politikern angekämpft. Auf der fiktiven Ebene von "Fig Trees" schreibt die US-Schriftstellerin Gertrude Stein eine Oper über die beiden, in der über die bedeutung von Pillen, Aktivismus und Heilige gesungen wird.