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Ein führender Priester bietet in Thailand einen Kurs für Mönche an, die etwas zu tuntig auftreten.

Phra Wor Wachiramethi reagiert damit auf Berichte von zunehmend "unangemessenem Verhalten" von Mönchen in der Öffentlichkeit, so die "Bangkok Post". Viele junge Neulinge benutzten etwa Make-up, trugen rosa Handtäschchen mit sich herum oder veränderten ihre Roben auf modische Art. Viele sollen sogar Sex in ihrem Schlafquartier im Tempel haben – was als Sünde angesehen wird und zum Ausschluss aus dem Tempel führen kann.

Der Kurs solle nun junge Mönche davon abhalten, einen "homosexuelle Eindruck" in der Öffentlichkeit zu hinterlassen. Er findet in der Triam-Sammanen-Schule im nordthailändischen Chiang Rai statt. Falls er sich als Erfolg herausstellt, sollen andere Tempel den Unterricht übernehmen.

Viele junge Buddhisten in Thailand bleiben nur für kurze Zeit Mönche und kehren dann wieder ins Alltagsleben zurück. Gerade im ländlichen Bereich gilt die Unterrichtung im Tempel als Voraussetzung für eine erfolgreiche Karriere. (dk)



26 Kommentare

#1 GayUserAnonym
  • 29.04.2009, 11:36h
  • ... scheint ja auch dringend notwendig, wo doch jeder Schwule weiß, rosa Handtäschen korrespondieren nicht mit orangenen Roben...
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#2 userAnonym
  • 29.04.2009, 12:29h
  • Da stimme ich zu.
    Wenn sie rumv*geln wollen, sollen sie kein Keuschheitsgelübte ablegen. Und wenn sie modisch rumlaufen wollen kein Armutsgelübte.

    Das ist ja als würde man als Vegetarier eine Metzgerlehre machen.
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#3 wubbelAnonym
#4 Theisentheis
  • 30.04.2009, 00:34h
  • Hm...so still hier. Was is los?

    He, Buddhismus is auch ne Religion. Wo bleiben die empörten Proteste? Leibfeindlichkeit! Oder nicht?

    Oder gilt hier: "naja, sind ja nicht alle Buddhisten so. Die meisten sind ja ganz freundlich"? (was ja meinem Eindruck nach tatsächlich so zu sein scheint).

    Oder wird schlicht mit zweierlei Maß gemessen?

    Mei, mei. Wenn die Überschrift - Österreich: Kurs für tuckige Priester - gewesen wäre, dann aber. Schwups: mindestens 50 Kommentare. Oder noch besser: "Türkei: Kurs für tuckige Koranschüler". Ja, da wüssten dann einige hier über EU-Beitritt und hinterweltlerische Türken und dergleichen zu sinnieren. Und - nicht zu vergessen - über sogenannte "Gutmenschen" und "politische Korrektheit" natürlich auch.

    So aber nickt man freundlich wohlwollend einen Scherz ab und weist noch darauf hin, dass die Junx ja selbst schuld seien, wenn sie ein Gelübde ablegen. Und die Welt ist in Ordnung.
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#5 alexander
  • 30.04.2009, 01:57h
  • # 4.
    fehlt dir dein feetback ?

    (machen doch alle ganz geschickt hier, oder kennst du dich mit den "gepflogenheiten", ausser in den von dir erwähnten territorien aus ?)

    bis auf die kunststoffsessel ist die welt, buddha sei dank, noch sehr verschieden.
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#6 KonstantinEhemaliges Profil
#7 AntichristProfil
  • 30.04.2009, 06:59hHH
  • Antwort auf #4 von Theisentheis
  • Dafür ein fettes Rot von mir. Aber da ich ein netter Mensch bin, werde ich dir den Unterschied (oder das zweierlei Maß, mit dem hier gemessen wird ) sogar erklären, damit auch du es verstehst. Wenn du in einem Sportverein bist bei dem die Spieler im blauen Shirt sowie blau/weißer Sporthose spielen, dann würdest du als Spieler genauso gerügt werden wenn du zum Spiel plötzlich ein rosafarbenes Muscleshirt nebst rosafarbenem Tutu über dem Sportdress trägst.
    Aber von berechtigter Kleiderordnung oder repräsentativem Auftreten scheinst du ja noch nichts gehört zu haben.
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#8 Theisentheis
  • 30.04.2009, 12:37h
  • Antwort auf #6 von Konstantin
  • "Buddhismus is auch ne Religion." Ist es nicht! Buddhismus ist eine antitotalitäre Lehre!

    Der Buddhismus ist eine Religion, sowohl nach dem substanzialistischen wie auch nach dem funktionalistischen Religionsbegriff, wie sie die Religionswissenschaft herausgearbeitet haben (siehe Wikipedia Artikel: "Religionsdefinition"). Das Wort "Religion", wie die Religionswissenschaft, wie auch die Systematisierung von Religionen und Weltanschauungen sind abendländisch geprägt und daher nicht unproblematisch auf andere Kulturen anzuwenden. Wer aber schon einmal in Asien dem Buddhismus begegnet ist, würde das, was er dort erlebt hat ebenso wie die Relgionswissenschaft so beschreiben: der Buddhismus ist eine Religion.

    Im übrigen ist es eine typisch westliche Sichtweise, dass der Buddhismus keine Religion sei: "Während der Buddhismus zu den Weltreligionen gezählt wird, gibt es !insbesondere! im Westen Buddhisten, die sich als solche nicht für Anhänger einer Religion !halten!. Sie betrachten den Buddhismus als Weisheitslehre und Philosophie, die mit unterschiedlichen religiösen Bekenntnissen oder weltanschaulichen Überzeugungen vereinbar sei." (auch Wiki "Buddhismus").

    Das ist vielmehr dem modernen westlichen Synkretismus geschuldet, auf dem Hintergrund einer ablehnenden Haltung gegenüber theistischen Religionen, als dass diese Sichtweise einen objektiven Beitrag zur Beschreibung dessen taugen würde, was Buddhismus in Asien seinem Wesen nach tatsächlich ist: eine Religion, wenn auch keine theistische. Und das ist nicht auf meinem Mist gewachsen, sondern ist der Stand der modernen Religionswissenschaft.

    Über Wertungen habe ich nichts gesagt. Die Wertung: Religion = schlecht und Buddhismus = nicht schlecht, daher keine Religion, legen andere hinein.
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#9 Theisentheis
  • 30.04.2009, 12:59h
  • Antwort auf #7 von Antichrist
  • @Antichrist:
    "damit auch du es verstehst" - Ich kann dir folgen. Du trägst in klaren und einfachen Worten eine einfache Sache vor.
    "Aber von berechtigter Kleiderordnung oder repräsentativem Auftreten scheinst du ja noch nichts gehört zu haben." - Darum gehts mir nicht. Aber lass es mich nochmal versuchen, damit auch du es verstehst.

    Es wird hier mit zweierlei Maß gemessen. Der Buddhismus - wie wohl fast jede große Relgion - hat in manchen Traditionen asketische Ausprägungen. Und für bestimmte Menschen - hier Mönche - klare Vorschriften. Wir respektieren das bei den Buddhisten selbstverständlich. Oder es ist uns egal, weil es uns nicht betrifft hier in Europa. Oder wir nehmen nur an, was uns gefällt aus dem fernen Osten und gliedern es in unsere anderen Traditionsstücke ein (moderner Synkretismus). Auf jeden Fall ist es für uns kein Aufreger. Hauptgrund: wir differenzieren.

    Zum Beispiel weist "wubbel" im Kommentar #3 sofort darauf hin, dass es im Buddhismus unterschiedliche Traditionen gibt. In einer scheint es kein Keuschheits- oder Armutsgelübte zu geben. Er schließt aber gleich von dieser Tradition auf den gesamten Buddhismus, wohl in apologetischer Absicht. Laut "Queer.de" Bericht, wurde aber unter anderem das unzüchtige Leben der Jungmönche beanstandet. Demnach siehts so aus, als gebe es durchaus auch buddhistische Traditionen mit Vorschriften, die ins Sexualleben der Mönche eingreifen. Für mich alles in Ordnung und kein Problem.

    Wenn hier aber "Gerd" darauf hinweist, dass es innerhalb des Christentums erhebliche Unterschiede gibt und von Fall zu Fall darauf hinweist, dass das ein oder andere Urteil gegen das Christentum im Grunde nur auf eine bestimmte Tradition zutrifft, dann gibts hier einen riesen Aufstand. Wenn in diesem Bereich auch nur ansatzweise versucht wird, zu differenzieren, wird es gnadenlos niedergebügelt. Und damit hab ich ein Problem. Und zwar kein frommes Problem und auch kein religiöses Problem. Sondern ein prinzipielles Problem. Es ist schlicht unsachlich und die emsige Pflege eines völlig entstellten Feindbildes. Das ist mir unsympathisch, weil wir hier von Weltanschauungen reden, die Menschen haben. Und damit immer Menschen treffen - auch Millionen Menschen, auf die eure !zum Teil! berechtigte Kritik nicht zutrifft.

    Wenn hier zum Beispiel Kommentar #2 auch noch den "verirrten" Jungmönchen "Selbstschuld" vorwirft, sieht sich hier keiner genötigt seine Standardrede auszupacken, jeder solle doch so leben können, wie es im passt. Und das Ganze dann noch abschließend damit garnieren, dass Religionen ja was für Dumme und Unselbständige ist. Ja, ja....der Buddhismus ist ja keine Relgion, ist schon klar....
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#10 FoXXXynessEhemaliges Profil