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Wie soeben bekannt wurde hat der Verwaltungsgerichtshof am 27. Februar den vom Innenministerium etablierten Operationszwang für transsexuelle Menschen als rechtswidrig erklärt.

Eine rechtliche Anerkennung im neuen Geschlecht gab es bisher, für (Mann-zu-Frau-)Transsexuelle in Österreich nur dann, wenn sie ihre Genitalien entfernen lassen. Auch in Deutschland gilt derzeit eine derartige Regel. Dagegen haben andere Länder wie Spanien, Großbritannien, Ungarn, Schweden und Finnland ihre Gesetze bereits liberalisiert.

Die Homo-Gruppe Rechtkomitee Lambda sprach von einer "historischen Entscheidung", da nicht alle transsexuellen Menschen diesen Operationszwang erfüllen könnten oder wollten, sei es wegen ihres Alters, ihres Gesundheitszustandes oder ihrer sozialen Situation. "Der Operationszwang, also das Abhängigmachen des Geschlechtswechsels von einer genitalverändernden Operation ist heute überholt und nicht mehr Stand der Wissenschaft", so das RKL in einer Erklärung. "Er wird im Gegenteil heute als Menschenrechtsverletzung angesehen. So sprechen die im November 2006 von führenden internationalen Menschenrechtsexpertinnen und -experten auf einer Konferenz im indonesischen Yogyakarta entwickelten Yogyakarta-Prinzipien eine klare Sprache: ‚Niemand darf, als Voraussetzung der rechtlichen Anerkennung der eigenen Geschlechtsidentität, zu medizinischen Verfahren, einschliesslich einer genitalverändernden Operation …, gezwungen werden’".

Die Klägerin wurde als Mann geboren und lebt nach Hormontherapien und kosmetischen Maßnahmen bereits seit Jahren sozial integriert als Frau. Dennoch wurde ihr die Annahme eines weiblichen Vornamens verwehrt und erhält sie keine Dokumente, die ihrem gelebten Geschlecht und ihrem äußeren Erscheinungsbild entsprechen. Eine genitalverändernde Operation kann die Antragstellerin jedoch nicht durchführen, weil der damit verbundene lang andauernde Krankenstand bei ihrer leitenden Funktion in der Privatwirtschaft mit Sicherheit mit der Beendigung ihres Dienstverhältnisses verbunden wäre. Der Verlust des Arbeitsplatzes würde sie der Gefahr der sozialen Desintegration und Verelendung aussetzen. Der Verwaltungsgerichtshof hat dem nun Rechnung getragen und ausgesprochen, dass ein schwerwiegender operativer Eingriff, wie etwa die Entfernung der primären Geschlechtsmerkmale, keine notwendige Voraussetzung für die Änderung des rechtlichen Geschlechts transsexueller Personen ist. (pm/dk)



#1 FerkelProfil
  • 29.04.2009, 17:05hCawl
  • Was hätte wohl Rainer Maria Rilke und andere männliche Wesen mit einem weiblichen Vornamen dazu gesagt ? Lach.Ob die sich den Dödel hätten abschneiden lassen oder lieber auf den weiblichen Vornamen verzichtet hätten.Es ist einfach lächerlich was es noch für Gesetze in deutschsprachigen Ländern gibt.Sind wir denn in Europa in allem die letzten und MERKELN uns nur so durch oder bringt Frau endlich mal was gesellschaftpolitisch vorwärts statt rückwärts.
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