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Die sozialdemokratische Regierung Australiens hat die Einführung von Eingetragenen Partnerschaften kategorisch abgelehnt.

Ein Regierungssprecher erklärte gegenüber dem "Sydney Star Observer", dass die Entscheidung "die öffentliche Meinung widerspiegelt, die besagt, dass die Ehe eine Verbindung zwischen einem Mann und einer Frau ist". Allerdings versprach die Regierung, dass gleichgeschlechtliche Beziehungen einen besseren Schutz erhalten sollen. Details sollen später bekannt gegeben werden.

Homo-Aktivisten kritisierten die Haltung der Bundesregierung scharf: "Meinungsumfragen zeigen doch, dass es in Australien eine Mehrheit für die gleichgeschlechtliche Ehe gibt. Das zeigt, dass die Erklärung der Regierung Nonsens ist", so Peter Furness von der Homo-Gruppe "Australian Marriage Equality".

2004 hat die damalige konservative Regierung mit Unterstützung der Sozialdemokraten ein Gesetz verabschiedet, das die Ehe als Verbindung zwischen Mann und Frau definiert (queer.de berichtete). Mit dem Wahlsieg der homofreundlicheren Sozialdemokraten schöpften Aktivisten wieder Hoffnung, dass diese Position verändert werden könne (queer.de berichtete). Allerdings drohte der neue Premierminister Kevin Rudd schon kurz nach seinem Amtsantritt, die Einführung von Eingetragenen Partnerschaften auf regionaler Ebene mit seinem Veto zu verhindern (queer.de berichtete). (dk)



#1 stephan
  • 30.04.2009, 19:22h
  • Es passt halt immer wieder:

    "Wer hat uns verraten? Sozialdemokraten!"

    So ist das mit der "öffentlichen Meinung". Ohne führungsstarke Politiker, die bereit sind, das als vernünftig erkannte auch gegen die dumpfe Volksmeinung durchzusetzen, hätte es in vielen Ländern auch keine Abschaffung der Todesstrafe und Anerkennung anderer Minderheiten gegeben. Dazu braucht man eben Mut, Anstand und Entschlossenheit!

    Argumente gegen eine vollkommene Gleichberechtigung homosexueller Beziehungen wird es in Australien ebenso wenig geben wie bei uns. Da ist immer nur die Stammtischvolksmeinung, in vielen Länder religiöse Verblendung und bei uns der "Holzhammer" Grundgesetz, aber kein einziges vernünftige Argument. Schwule und Lesben als moderne "Neger" auf die man nach Belieben herunterblicken und auf deren natürlichen Rechten man herumtrampeln darf!

    Einfach nur zum Kotzen!
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#2 melvinAnonym
  • 30.04.2009, 19:55h
  • na sowas! wenn hier eine nachricht gepostet wird, dass in einem cdu-blog 300 leute homofeindlich diskutieren (wohlgemerkt, das sind alles einzelne leute, die in einem blog diskutieren, nicht die cdu als partei - verwirrte gibt es ÜBERALL), dann heißt es gleich lautstark mit 30 kommentaren "SCHEISS CDU" und "KATHOLISCHE KRCHE / PAPST!". aber wenn die sozialdemokraten in GANZ AISTRALIEN homofeindlich agieren als REGIERUNG, dann gibt es einen einzigen müden kommentar! ihr da draußen seid alle so verlogen, das gibts gar nicht. geht lieber poppers schnüffeln und party machen ey ...
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#3 SmartiSaar
  • 01.05.2009, 09:23h
  • Ich dachte immer die Australier seien so offen und tollerant, das scheint aber wohl nur für die Bevölkerung zu gelten aber nicht für die Regierungsparteien.

    Der Premier ist ja wohl die härte droht schon gleich mit nem Veto für die eingetragene Partnerschaft, ist ja voll daneben. Aber so wie der ausschaut ist der wohl auch eher konservativ.
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#4 gerdAnonym
  • 02.05.2009, 21:48h
  • In Australien muss die Bundesebene von der Ebene der einzelnen Bundesstaaten unterschieden werden. Einige Rechtsbereiche werden auf Bundesebene geregelt und andere Rechtsbereiche werden auf Ebene der einzelnen Bundesstaaten bestimmt.

    So haben bereits die australischen Bundesstaaten Tasmanien, Victoria, South Australia sowie Australian Capital Territory (=Hauptstadtregion von Canberra) Lebenspartnerschaften auf Bundesstaatsebene gesetzlich gleichgestellt. Die anderen vier australischen Bundesländer Northern Territory, Western Territory, New South Wales und Queensland haben dies bisher nicht umgesetzt.

    Mich wundert diese Meldung zur australischen Bundesebene, denn die neue Regierung hat sogar eine offen lesbische Ministerin in ihren Reihen.
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#5 stromboliProfil
  • 03.05.2009, 07:09hberlin
  • Antwort auf #4 von gerd
  • ja gerd, eine gute frage: offene lesbe und doch...?

    Vieleicht ein hinweis darauf das offen und offen sein doch zwei paar schuh sein können.
    Schaun wir auf schwesterwelle und wir haben so ein typisches beispiel, oder hanna (granata) laurin. Im gemenge um durchsetzung eigener vorstellungen muß auch klar werden wie weit diese vorstellungen bereit sind zu gehen! Da langt die aneignung konservativer werte als parameter schwuler evolution ( und das ist doch die strategie der kleinen schritte, die solcherarts propagiert werden) vieleicht für zugeständnisse, wo und wie verpartnert werden darf, nicht aber für eine grundsätzliche auseinandersetzung darüber, was homosexualität ( wenn schon selektiv spezifiziert.. warum nicht sexualität insgesamt!) grundsätzlich in einer gesellschaft für einen platz einnehmen soll!
    Unter dem strich macht es keinen unterschied ob es auf eine "gleichstellung" hinausläuft oder die "rechte" gleichgeschlechtlicher paarbildung gestärkt werden. Es sind die spitzen finger (siehe sprachhülsen...) sichtbar, mit den diesem, "gesamtgesellschaftlich" empfundenen problem, begegnet wird. Was soll da eine "offene" lesbe noch wesentlich ändern; die werte sind so verinnerlicht, dass man selbst übergangslos teil dessen wird. Der rest ist dann predigendes politikergesülze... wie gehabt!

    Emanzipation wird nicht an traualtaren gemacht!
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