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Ein Bezirksgericht hat das Verbot der Homo-Gruppe Lamdba Istanbul am Donnerstag abgelehnt.

Wie der LSVD mitteilte, will die Organisation, die für die Rechte von Schwulen, Lesben und Transsexuellen eintritt, nun die schriftliche Urteilsbegründung abwarten. Der Gouverneur von Istanbul hat die Möglichkeit, gegen die Entscheidung beim Obersten Gerichthof vorzugehen. Lambda Istanbul geht allerdings nicht davon aus, dass dies geschieht.

Da der Gruppe das "Werben für Homosexualität" untersagt sei, kann sie fortan keine Projekte in Schulen durchführen. Tun die Aktivisten es dennoch, drohe ihnen wieder ein Verbot.

Der Istanbuler Gouverneur hat bereits mehrfach versucht, die wichtigste Homo-Gruppe des 72 Millionen Einwohner zählenden Landes zu verbieten. Bereits im Mai letzten Jahres erreichte er vor einem Gericht ein Verbot, weil die Gruppe die "öffentliche Moral" schädige (queer.de berichtete). Dieses wurde allerdings im Dezember wieder aufgehoben (queer.de berichtete). Im Vorfeld der Urteilsverkündung hat die SPD an die Türkei appelliert, die Gruppe nicht zu verbieten (queer.de berichtete).

Lambda Istanbul gilt als wichtigster Anlaufpunkt für Schwule, Lesben und Transsexuelle im Land. In der türkischen Bevölkerung herrschen – ebenso wie in anderen osteuropäischen Ländern – viele Vorurteile gegen Homosexuelle vor (queer.de berichtete). In den letzten Jahren kam es wiederholt zu Hass-Morden. So wurde erst im vergangen Monat eine transsexuelle Aktivistin von Lamdba Istanbul in ihrer eigenen Wohnung erstochen (queer.de berichtete). (dk)



20 Kommentare

#1 Mister_Jackpot
  • 30.04.2009, 14:55h
  • Komisch, aber die türkische Justiz scheint in Sachen Homo Rechte besser zu funktionieren als in manchem EU Land wie Polen z.B., von Russland (natürlich nicht EU Land aber schimpft sich christliche Demokratie) will ich hier gar nicht erst sprechen und das obwohl der Islam die zentrale Religion in der Türkei ist....sehr erstaunlich...mal schauen wo jetzt die Islam Kritiker bleiben..:-)...Ich finde die Entscheidung gut und ich hoffe, dass dagegen jetzt nicht mehr vorgegangen wird....
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#2 CarstenFfm
#3 mustafa supiAnonym
  • 30.04.2009, 18:52h
  • Antwort auf #2 von CarstenFfm
  • ..und abwägend mit, ökonomisch intaktem kopf, daran denken, daß die klimabildende masse eines toleranteren kleinbürgertums, wie dieses überhaupt, nicht entsteht, wenn gelder und aufbauhilfen auf die konten kemalistischer kleptokraten fließen, statt in produktion, handel, wandel und gewinne, in der fläche.
    war hier nicht anders.
    1977 wurde hier
    schuldig geschieden abgeschafft !

    nach dem abflauen der schweinepriesterapandemie seit 9/11, sind seit obama realistische politikansätze wieder möglich.

    für die politisch reiferen türken:
    einen 1. mai, mit möglichst wenig todesopfern !
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#4 Julek89
  • 30.04.2009, 19:49h
  • @ X_Moon

    Also, so ein Quatsch. mal ganz ehrlich...in der Türkei funktionieren Homo- Rechte zum Teil besser als z.B. in Polen oder Russland???

    Also so ein Unsinn, echt total krass...Also im Gegensatz zu den meisten islamischen Ländern gibt es NIRGENDS in "Osteuropa" Strafen für Homosexuelle. In Polen wurde schon 1932 Homosexualität straffrei. In Tschechien und Slowenien ( obwohl geplant, in Ungarn doch noch nicht) können Homos Eingetragene Partnerschften eingehen. Gibt es sowas in einem islamischen Staat oder in der Türkei?? NEIN! Ausserdem gibt es in "Osteuropa" sehr viele Organisationen für Homosexuelle, die nicht so öffentlich verboten werden (oder wie in dem Fall, sollen). Es ging ja schließlich nur um so eine Organisation. Und ein CSD...selbst wenn oft verboten, gibt es in "Osteuropa". In Warschau oder Prag zuletzt auch ruhig. Wie verlief er in der Türkei???...Achja...GARNICHT. In Polen sollten 2003 auch diese EP's eingeführt werden, was leider gescheitert ist.
    Über solche Dinge wird man in der Türkei aber in 20 Jahren nicht einmal sprechen...
    Also "Osteuropa" ist schon um Einiges weiter, was die Rechte und Organisationen, CSD's etc. angeht... Ich habe "Osdteurpa" extra in "" gesetzt, weil zu "Osteuropa" eh nur Russland, die Ukraine , Weißrussland und Moldawien zählen (Ok, hier gehts den Homos auch nit besonders gut aber trotzdem nicht vergleichbar mit der Türkei) ...und Polen, Ungarn etc. weit von "Osteuropa" entfernt sind xD...

    ...vorher mal nachdenken...

    ...nur weil (schlimm genug , dass drüber diskutiert) eine Organisation "doch" nicht verboten wurde, hat sich die Politik dort nicht (ver-ge)- bessert...

    ...Danke
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#5 HannibalEhemaliges Profil
  • 30.04.2009, 20:39h
  • Antwort auf #4 von Julek89
  • Es geht nicht um Straffreiheit sondern um Diskriminierung, du Horst!
    Wem ist denn geholfen, wenn HS straffrei ist, aber wir trotzdem auf der Straße von homophoben Idioten zusammengeschlagen werden? Und gerade in Osteuropa tun die Regierungen ALLES, um diesen Trend aufrecht zu erhalten. Siehe den Verbot den CSDs in Moskau, die Hinrichtungen Im Irak etc.. HS ist im Irak offiziell auch nicht strafbar, es wird da nur anders deklariert, weil HS dort "offiziell" gar nicht existiert! Sag mal, wie naiv kann ein Mensch eigentlich sein! Nächstes Mal schalt das Hirn ein, bevor du das Maul aufmachst oder in die Tastatur hackst. Meine Güte, ich glaub mein Hamster bohnert!
    Abe rleb du mal ruhig weiter in deiner heilen rosigen Welt! Hauptsache bei uns in Deutschland lässt es sich gut leben. Und für Leute wie DICH reisse ich mir den Arsch mit auf? Scheiss Trittbrettfahrer!
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#6 Julek89
  • 01.05.2009, 00:19h
  • Antwort auf #5 von Hannibal
  • Also
    1. ich heiße nicht horst
    2. habe ich kein maul....

    Es ging mir darum, dass die Türkei oder diese ganzen anderen Länder da unter auf keinen fall weiter sind....also die Länder in "Osteuropa".

    Diskriminierung gibts ja überall...

    Und weißte was, jeder lebt sein Leben, wie ers möchte ne...das möchtest du ja auch....also...musste andere dafür nit anmachen...

    Ich gehe ja auch in die Kirche und lese Bibel..hmm ja...ohh da gibts jetzt gleich nen Kommentar zu ne..kannste dir sparen, da ich darauf eh nit antworten werde...

    Naja gut, Leute die fremde Leute mit Horst und Maul ansprechen oder anschreiben...die ecken ja im Alltag überall an ne...jeder wie er es möchte...

    ...MEINE Erziehnung ist jedenfalls nit an mir vorbei gegangen...

    Dankeee...
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#7 alexander
  • 01.05.2009, 09:25h
  • #6.
    das erste was ein heranwachsender in seinem leben "wettmachen muss" ist sein elternhaus !!!
    soviel zur erziehung !
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#8 SmartiSaar
  • 01.05.2009, 09:37h
  • "Der Istanbuler Gouverneur hat bereits mehrfach versucht, die wichtigste Homo-Gruppe des 72 Millionen Einwohner zählenden Landes zu verbieten."

    Bleibt immer noch die Frage offen ob dieser "nette" Gouverneur jetzt endlich ruhe gibt oder es weiter versucht.

    Trotz des positiven Urteils bleibt die Lage in der Türkei für Lamdba Istanbul angespannt, jedenfalls bin ich der Meinung solange die türkische Regierung nicht endlich EU-Richtlinien (Antidiskriminierung, etc.) umsetzt, sie auch nicht in die EU aufgenommen werden sollten. Noch mehr Querschläger wie Polen kann die EU nicht verkraften.
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#9 The RisingAnonym
  • 01.05.2009, 11:26h
  • Antwort auf #8 von SmartiSaar
  • Zunächst einmal hoffe ich, dass Deutschland die EU-Richtlinien vollständig umsetzt, denn da läuft ja bereits ein Vertragsverletzungsverfahren. Und die Wahrscheinlichkeit dafür, dass die Türkei sich für EU-Richtlinien interessiert, erhöhen wir sicherlich nicht dadurch, dass wir mit dem Ziel innenpolitischer, fremdenfeindlicher Stimmungsmache gegen ihren EU-Beitritt polemisieren.

    Noch etwas, das ich bereits in einem Beitrag geschrieben habe, der offenbar (und ärgerlicherweise) verlorengegangen ist : Angesichts der Tatsache, dass in dieser Gesellschaft rund um die Uhr auf allen Kanälen und an allen Orten aggressiv für immer nur eine sexuelle Identität, nämlich Heterosexualität, "geworben" wird, bin ich ausdrücklich dafür und halte es sogar für dringend notwendig im Sinne von effektiver Freiheit und Selbstbestimmung, dass auch wir aktiv und umfassend auf all den Ebenen, auf denen die selbsternannte und konstruierte Mehrheitsgesellschaft das individuelle und kollektive Bewusstsein (und noch mehr: Unterbewusstsein) beeinflusst und manipuliert, für unsere sexuelle Identität "werben", sprich: sie so wahrnehmbar machen wie nur irgend möglich. Erst wenn uns dies gelingt, sind die Grundvoraussetzungen für wirkliche Freiheit und Gleichberechtigung überhaupt gegeben.
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#10 seb1983
  • 01.05.2009, 13:56h
  • Interessant zu sehen war dass in der kompletten Türkei, in der Provinz eher noch als in den Städten, Männer selbstverständlich mit der Arm auf der Schulter des anderen oder locker im Arm eingehakt durch die Straßen gehen.

    Eine Situation die es bei uns nur noch etwa im Fußball gibt: Homosexualität ist dermaßen unvorstellbar und einfach nicht existent dass mann sich als Mann völlig frei geben kann ohne "in Gefahr" zu geraten als schwul zu gelten.
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