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In einem Park im Amsterdamer Stadtteil Slotervaart weisen Hinweisschilder Schwulen künftig den Weg zum Cruising-Park – und damit auch zum schnellen Sex.

Die Sprecherin der Stadt Amsterdam, Manon Koffijberg, erklärte gegenüber den Medien, dass der De-Oeverlanden-Parks mit diesem Projekt von vielen Gruppen genutzt werden könne, ohne dass sich diese gegenseitig in die Quere kämen. So gibt es besondere Ecken für Leute, die mit Kindern unterwegs sind, ihren Hund ausführen oder einfach die Natur genießen wollen. Koffijberg erklärte weiter, dass Sex in der Öffentlichkeit zwar auch in Holland verboten sei; allerdings sei diese Freizeitbeschäftigung "gedoog" ("geduldet"), was einer guten niederländischen Tradition entspreche. Die gleiche Toleranz wird im Königreich etwa dem Verkauf von berauschenden Cannabis-Produkten entgegengebracht, der eigentlich auch im Land der Coffeeshops verboten ist.

Der Park ist Anlaufpunkt für viele Schwule aus dem In- und Ausland. Er liegt allerdings in einem Stadtteil, in dem es große Probleme mit Homophobie gibt. Kritiker der Schilder befürchten nun, dass die Tafeln schwulenfeindliche Gewalttätern den Weg zu ihren Opfern weisen könnten. Der Bürgermeister von Slotervaart hat erst vor kurzem der Homophobie den Kampf erklärt (queer.de berichtete). Er will für eine tolerantere Atmosphäre sorgen, indem ein Teil des CSDs im Stadtteil durchgeführt werden solle. Außerdem rief er dazu auf, Homo-Bars in Slotervaart zu eröffnen.

Im vergangenen Jahr hat die Berliner Homo-Gruppe Maneo in der Bundeshauptstadt ebenfalls Schilder angebracht, die den Cruisern den Weg weisen sollten (queer.de berichtete). Damit sollte insbesondere verhindert werden, dass sich Schwule in der Nähe von Spielplätzen vergnügen. (dk)



#1 CarstenFfm
  • 30.04.2009, 17:10h
  • Coole Idee!

    Aber wherethe f*** is Slotervaart????

    In Amsterdam gibts doch den Vondelpark.
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#2 fred ferkelAnonym
#3 stromboliProfil
  • 02.05.2009, 10:21hberlin
  • Nur um mal so eben einen stein ins ruhende wasser zu werfen:
    ja das beispiel Maneo...
    beim lesen des artikels dachte ich daran, dass wir wohl unsere abgeschiedenen plätzchen benötigen um unseren trieben nach zu gehen... ; oder werden sie uns womöglich in hilfreicherweise zugewiesen? Quasi als wink mit dem zaunpfahl?
    hier wir, dort ihr?
    Beim maispaziergang einem freund erzählend (
    Waldorf & Statler im tiergarten) überraschte mich seine empörung über meine unreflektierte sicht, gerade weil ich bei Maneo ebenso position gegen die schilderbevormundung bezogen hatte. Für mich war das amsterdamer angebot eine witzig nette art konflikte vorzubeugen. Hingegen die Maneo aktion schien mir eher die anbiederung an ein ohnehin gewolltes säuberungskonzept der parkverwaltung und der bezirksregierung. Die meinung hierzu ändert sich nicht, wird nun aber nach reiflicher überlegung zu dem was, in amsterdam projeziert, nur vertieft: teilung der öffentlichkeit in schwule und heternormative bedürfnisse! Und bei genauen hinsehen bleibt tatsächlich ein fader geschmack: was ist so enervierend bedeutsam an homosexuellen verhaltensweisen, dass immer eine besonderer schutzraum ( oder auch abwehrraum) benötigt wird. Und wer muß denn nun geschützt werden?! Selbst die gutmeinenden da ein reflexverhalten an den tag legen, dass fragen aufwirft. Ist es ein allgemeiner trend , sexualität aus dem öffentlichen einzugrenzen( was im endeffekt dann in der ausgrenzung endet!)?
    Und: ist cruising eine ausschließlich sexuelle handlung, das durch die büsche huschen ein provokantes gebaren, oder intensives knutschen ebenso? Werden also hinweisschilder angebracht für diejenigen heteros, die ebenfalls ihren spass im park haben wollen? Gibt es in zukunft die schwule und die heterobank wie mal die - for black &white only - ...?
    Beim spazierengehen mit waldorf ( ein ausgewiesener parkfachmann!) besuchten wir einige plätze, welche auch von heten vereinnahmt werden. Im gebüsch das selbe, was an anderer stelle die homos an geräuch und sonstigen aktivitäten vermuten lassen.. ; vieleicht mehr paarorientiert und meist im liegen! Und die kinderwagenschiebende mittelstandsgesellschaft trampelt ebenso ungeniert dran vorbei.. ohne klagen. Und das am hellichten tage! Shocking!
    Ist es womöglich schwerer dem aufgeweckten sprößling zu erklären wenn der fragt : mammi, was machen die beiden männer da, als wenn er fragt: pappi, warum tut der mann da der frau weh..?
    Ach so; frühe aufklärung: da kommen die babies her mein junge, wenn du groß bist darfst du das auch machen...
    Also jungs, hinlegen und warten bis der richtige kommt, das ist unauffälliger..
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