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  • 30. April 2009, noch kein Kommentar

Lange Zeit hatte sich Monika Treut auf Dokumentationen konzentriert. Auf der Berlinale im vergangenen Februar hatte ihr Spielfilm "Ghosted" Premiere. Eine außergewöhnliche Fusion von deutscher Romantik und chinesischem Spiritismus. Für ihr kreatives Schaffen wurde Monika Treut während des schwul-lesbischen Filmfestivals in Turin mit dem "Special Award" ausgezeichnet.

"Ghosted" erzählt eine außergewöhnliche Liebesgeschichte zwischen zwei Welten: Die Hamburger Künstlerin Sophie reist nach Taiwan, um den plötzlichen, ungeklärten Tod ihrer Geliebten Ai-ling zu verarbeiten. In Taipeh heftet sich eine Journalistin an ihre Fersen, die von Ai-lings Schicksal besessen scheint. Gleichzeitig setzt die geheimnisvolle Fremde alles daran, Sophie zu verführen…

Seit ihrer Arbeit an "Den Tigerfrauen wachsen Flügel" (2005) verbindet Monika Treut eine enge Beziehung zu Taiwan. Angeregt von der rasanten gesellschaftlichen Entwicklung Taiwans und der Mischung aus hochtechnologischer Gesellschaft und alter chinesischer Kultur entstand ihre Idee für Ghosted. Für ihre Geschichte über Liebe, Verlust und kulturelle Differenzen wählte sie eine zwischen Vergangenheit und Gegenwart fließende Erzählstruktur. Besonders inspirierend waren die chinesischen Geistermythen, die vor allem den traditionell unterdrückten Frauen ungeahnte Freiheiten gewähren. In dieser Zwischenwelt werden sie zu erotischen, wagemutigen und zielstrebigen Wesen, die endlich ihren eigenen Wünschen folgen und so auch einen Weg finden, sich zu rächen.

Dank Monika Treuts guter Verbindung zur jungen taiwanesischen Filmindustrie ist es ihrer Produktionsfirma Hyena Films gelungen, gemeinsam mit Chi & Company die erste deutsch-taiwanesische Co-Produktion ins Leben zu rufen. In den Hauptrollen Inga Busch ("Stadt als Beute"), die beiden Newcomer Huan-Ru Ke und Ting-Ting Hu sowie der renommierte asiatische Kinostar Jack Kao.