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Die Marburger CDU hat in einem Antrag an die Stadtverordnetenversammlung den umstrittenen Kongress der "Akademie für Psychiatrie und Seelsorge" (APS) mit unzutreffenden Behauptungen verteidigt. Darauf hat LSVD-Sprecher Manfred Bruns aufmerksam gemacht.

In dem CDU-Antrag heißt es wörtlich: "Das Stadtparlament nimmt zur Kenntnis, dass die Veranstalter des 6. Internationalen Kongresses für Psychotherapie und Seelsorge, APS, sowie der Verein "Wüstenstrom" und DIJG öffentlich versichern, Homosexualität nicht als Krankheit anzusehen und dementsprechend auch keine 'Heilbehandlung' und keine Konversionstherapien vornehmen."

Diese Aussage der Marburger CDU ist nachweislich falsch. Tatsächlich bekennen sich Frau Vonholdt und "wüstenstrom" zur "Reparativtheraphie". Damit ist aber dasselbe gemeint wie mit dem sonst allgemein üblichen Ausdruck "Konversionstherapie". Die unterschiedliche Ausdrucksweise ist nur eine Folge der unterschiedlichen Vorstellungen vom Phänomen "Homosexualität".

Wer der Meinung ist, dass es verschiedene sexuelle Identitäten gibt, der wird den Ausdruck "Konversionstherapie" oder "Umpolungstherapie" gebrauchen. Wer dagegen wie die DIJG und "wüstenstrom" der Meinung ist, dass alle Menschen grundsätzlich heterosexuell sind ("Gott hat den Menschen als Mann und Frau geschaffen") und dass "manche ein homosexuelles Problem haben", der wird den Ausdruck "Reparativtherapie" gebrauchen und den Ausdruck "Umpolung" als falsch zurückweisen.

Der Berufsverband "Deutscher Fachärzte für Psychiatrie und Psychotherapie" stellt deshalb richtig fest: "Der Ausdruck 'reparative Therapie' suggeriert fälschlicherweise eine vorherige Fehlfunktion, die korrigiert werden soll." Gerade die Benutzung des Wortes "Reparativtherapie" macht deutlich, dass Frau Vonholdt und "wüstenstrom" Homosexualität als krankhafte Abweichung verstehen, die "repariert" werden muss.

Selbst die Bundesregierung hat in der Bundestagsdrucksache 16/8022 vom 12. Februar 2008 festgestellt: "Die vor allem in den 60er und 70er Jahren häufig angebotenen so genannten 'Konversions'- oder 'Reparations'-Therapien, die auf eine Änderung von gleichgeschlechtlichem Sexualverhalten oder der homosexuellen Orientierung abzielten, werden heute in der Fachwelt weitestgehend abgelehnt. Dies gründet sich auf die Ergebnisse neuerer wissenschaftlicher Untersuchungen, nach denen bei der Mehrzahl der so therapierten Personen negative und schädliche Effekte (z. B. Ängste, soziale Isolation, Depressionen bis hin zu Suizidalität) auftraten und die versprochenen Aussichten auf 'Heilung' enttäuscht wurden."



45 Kommentare

#1 The RisingAnonym
#2 gerdAnonym
  • 04.05.2009, 11:57h
  • Es ist bestürzend, dass die Marburger CDU die Referenten Vonholdt und Hoffmann in Marburg verteidigt und sich von diesen Leuten täuschen läßt.

    Zwar räumen mittlerweile auch Wüstenstrom, Vonholdt und Hoffmann ein, dass Homosexualität keine Krankheit ist und es keiner "Umpolung"/Veränderung bedarf, da ihr Gedankengerüst, wie Manfred Bruns richtig gut darlegt, auf einer Reparaturtheorie beruht. Für Wüstenstrom, Vonholdt und Hoffmann sind grundsätzlich nach deren Vorstellung alle Menschen heterosexuell.

    Hierzu sei der Marburger CDU mit auf den Weg gegeben: der CDU-Bürgermeister Ole von Beust in Hamburg bedarf keiner Reparativtherapie. Ihr CDU-Kollege in Hamburg ist vollkommen gesund und erfreut sich bester Gesundheit. Und dies gilt für alle anderen homosexuellen Mitbürger in unserem Lande ebenso, wie beispielsweise Guido Westerwelle, Klaus Wowereit, Karin Wolff oder Volker Beck.

    Es ist traurig in den Medien zu beobachten, wenn sich die CDU in Marburg vor den Karren von Vonholdt und Hoffmann und deren Reparativen Therapie spannen läßt.

    Ich verweise die CDU in Marburg auf das gute Statement der SPD/CDU-Bundesregierung (Bundestagsdrucksache 16/8022) vom 12.02.2008: "Für therapeutische Hilfen aus dem Bereich der so genannten affirmativen Therapien konnte dagegen ein Nutzen im Sinne einer geringeren Anfälligkeit bezüglich psychischer Erkrankungen nachgewiesen werden. Bei diesem Ansatz geht es um die unterstützende therapeutische Begleitung der Entwicklung der sexuellen Identität, die Integration der sexuellen Orientierung in das Selbstbild und die Stärkung des Selbstwertgefühls des Klienten."

    Die deutsche SPD/CDU Bundesregierung lehnt die Reparative Therapie, die Vonholdt und Hoffmann vertreten, als gefährlich und unwissenschaftlich ab.

    Wie lange noch versucht die CDU in Marburg krampfhaft an Personen wie Vonholdt oder Hoffmann von Wüstenstrom festzuhalten, die nur von Norbert Geis aus der CSU Unterstützung erfahren ?

    Diese Personen schaden der CDU bundesweit vielmehr und beschädigen CDU-Politiker wie beispielsweise Ole von Beust in Hamburg, als das sie der CDU nutzen oder Ihr Stimmen bringen werden.
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#3 lieblingsuliProfil
  • 04.05.2009, 13:04hStuttgart
  • Ein paar "Schwarze" ein paar "Verwirrte" ein paar "Ewiggestrige"......

    ist dieser "Homoheiler-Kongress" wirklich als ernstzunehmend zu betrachten ?

    Muss man das Feuer für so einen Quatsch auch noch schüren mit Pressearbeit und dem X-ten Boykott Petition oder sonst einer Reaktion ?

    Lass die Deppen doch Ihren geistigen Dünnschiss in die Welt setzen....
    Wir werden sie sicherlich nicht davon überzeugen das wir nicht krank, pervers oder heilbar sind.

    Wir beweisen nur das wir uns aufregen und damit angreifbar sind.

    Das wollen sie und wir geben es Ihnen.

    wir entblöden uns auf das selbe Niveau....

    haben wir das nötig ?????

    Totschweigen ! Basta !
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#4 The RisingAnonym
  • 04.05.2009, 13:20h
  • Antwort auf #3 von lieblingsuli
  • Nein, @Uli, in einer Gesellschaft, in der Homophobie und vor allem Schwulenfeindlichkeit gerade unter jungen Menschen dramatisch zunehmen, und in einer Gesellschaft, die zumindest noch den Anschein erwecken will, freiheitlich-demokratisch zu sein und aus ihrer eigenen Geschichte gelernt zu haben, müsste es eigentlich einen nationalen Aufschrei gegen diese widerwärtigen Demagogen geben. Aber nein, wie man sieht, erfahren sie sogar direkte und indirekte Unterstützung durch öffentliche Einrichtungen. Nun ja, wen wundert's, wenn man sieht, wie sich große Teile unserer Community an allen Ecken und Enden bereitwillig zu Vollidioten der heteronormativen Aggression machen???!!!Selbstverständlich darf es nicht nur um diesen einen Kongress gehen, sondern darum, homophobes Gedankengut im Allgemeinen und homophobe Propaganda im Besonderen ein für allemal explizit zu ächten und auch gesetzlich zu unterbinden. Es geht nicht nur um diesen Kongress, sondern um die insgesamt verheerende Entwicklung in Sachen Homophobie gerade dort, wo sich die Gesellschaft von morgen entscheidet!
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#5 stromboliProfil
#6 gaybocholtEhemaliges Profil
#7 KonstantinEhemaliges Profil
  • 04.05.2009, 17:16h
  • Es ist unglaublich, dass dieser Frau Fotzholdt und ihren Schergen immer wieder ein Forum zur Verbreitung ihrer Lügen und Verwirrtheiten geboten wird. Damit sehen wir allerdings auch, welch geistes Kind die CDU immer noch ist!
    UNWÄHLBAR für Schwule!
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#8 Katrin
  • 04.05.2009, 18:18h
  • Habe noch Termine frei zur Heilung von allen Menschen, die glauben, dass Abraham gelebt hätte und ein höheres Wesen die Welt in ein paar Tagen erschaffen hätte und das die Pünktchen am Nachthimmel Leutkäfer sind und die glauben, das Homos pervers sind. Erste Übung: Dreimal den Rosenkranz abbeten mit "Ich will kein Depp mehr sein".
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#9 RandyProfil
  • 04.05.2009, 20:15hFrankfurt/Main
  • Antwort auf #6 von gaybocholt
  • "Hatten wir nicht gerade erst die CDU am Wickel?"...
    So ist es! Wir wissen doch mittlerweile wie "schmutzig" wir vor denen stehen!
    Deren Ziel ist kein anderes als die Diskriminierung von Schwulen!

    Sexuelle Orientierung sollte ebensowenig wie Geschlecht , Rasse und Nationalität ein Grund sein, irgendjemandem Rechte zu versagen!
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#10 nino89
  • 04.05.2009, 22:53h
  • Also an sich stört mich diese ganze Therapiesache gar nicht so. Das einzige, was mich etwas stört:
    Damit werden Heterosexuelle vollkommen diskriminiert! Schließlich können die noch keine Therapie machen, um homosexuell zu werden.
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