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Keine Sorge: Durch Analverkehr entstehen keine Hämorrhoiden. Der Verzicht auf Gleitgel kann die unschönen Knoten im Hintern jedoch begünstigen. Betroffene fragen: Sollte man sich mit Hämorrhoiden vögeln lassen?

Von Dennis Klein

Bei kaum einer Erkrankung im analen Bereich sind die Irrtümer so weit verbreitet und mit Scham belegt wie bei Hämorrhoiden. Um gleich mit einem Vorurteil aufzuräumen: Durch Analsex entstehen keine Hämorrhoiden. Sie sind vielmehr schon da.

Jeder Mensch hat Hämorrhoiden! Sie sind nichts Krankhaftes, sondern erfüllen eine wichtige Funktion in unserem Körper: Als Schwellkörper, die sich mit Blut füllen, sorgen sie für die Feinabdichtung des Enddarms – sie stellen also sicher, dass der Enddarm auch richtig schließt. Von "erkrankten Hämorrhoiden" (besser: Hämorrhoidalbeschwerden) spricht man erst, wenn sich die erwähnten Gefäße durch Blutstauungen massiv vergrößert haben und dadurch Beschwerden verursachen.

Im Anfangsstadium stellen die Hämorrhoiden vergrößerte Knoten im Analkanal dar, die noch nicht sichtbar oder tastbar sind. Im weiteren Verlauf der Erkrankung treten diese Knoten kurzfristig auch nach außen in Erscheinung, ziehen sich zunächst jedoch selbst wieder in ihre ursprüngliche Lage zurück. In einem späteren Erkrankungsstadium lassen sie sich nur noch mit dem Finger oder gar nicht mehr in den After zurückschieben.

Eine gute Verdauung beugt Hämorrhoiden vor

Häufige Ursache ist eine angeborene oder erworbene Bindegewebsschwäche. Außerdem wird die Entstehung von Hämorrhoiden begünstigt durch häufige Verstopfung und ballaststoffarme Ernährung. Regelmäßige Einnahme von Abführmitteln, starkes Pressen beim Stuhlgang, Übergewicht und Bewegungsarmut ("sitzende Berufe") sind ebenfalls Faktoren, die Hämorrhoidalbeschwerden begünstigen. Eine gute Verdauung, regelmäßige Darmentleerung (ballaststoffreiche Kost, viel trinken) und ausreichend Bewegung sollten daher als präventive Maßnahmen ganz oben stehen. Beim Stuhlgang nicht zu stark pressen und sich entsprechend Zeit lassen gehört ebenfalls dazu.

Bei der Entwicklung eines Hämorrhoidalleidens sind vier Schweregrade zu unterscheiden, in jedem Stadium stehen andere Symptome im Vordergrund. Die Vergrößerung der Hämorrhoiden allein deutet noch nicht auf eine Erkrankung hin. Sie ist bei 70 Prozent der Erwachsenen nachweisbar, ohne Beschwerden auszulösen. Hämorrhoiden können mit anderen Erkrankungen verwechselt werden. Deshalb ist vor einer Behandlung eine Untersuchung durch einen Proktologen sinnvoll.

Eine universelle Behandlungsmethode gibt es nicht. Der behandelnde Arzt muss sich je nach Stadium, individueller Anatomie und Beschwerden seines Patienten für eine Behandlungsmethode entscheiden. Normalerweise reichen bei Hämorrhoiden des 1. und 2. Grades kleinere ambulante Eingriffe aus. Die Beschwerden können außerdem durch tägliche lauwarme Sitzbäder und milde Stuhlaufweicher gelindert werden. Noch effektiver bessern sich die Symptome durch Verwenden von Salben, Zäpfchen oder Analtampons (Zäpfchen mit Mulleinlage). Bei Hämorrhoiden ab dem 3. und 4. Grad kann meist nur noch eine Operation Abhilfe schaffen.

Aber wie steht es nun mit dem Po-Sex? Dr. Alexander Herold vom Enddarmzentrum in Mannheim wurde im "Focus" mit folgender Aussage zitiert: "Hier gibt es keinen Zusammenhang, im Gegenteil. Die Massage, die dabei ausgeführt wird, kann Hämorrhoiden eher verhindern als auslösen. Sind jedoch bereits Hämorrhoiden im fortgeschrittenen Stadium vorhanden, sollte man von dieser Sexpraktik abraten." Je heftiger die Gewebeknoten nämlich entzündet sind, desto mehr nässen sie nach außen. Durch das Aneinanderreiben nimmt die Haut in der Pofalte Schaden – dadurch kann ein Analekzem entstehen.

Aus diesem Grund sollte man beim Analverkehr auch immer Gleitgel verwenden. Ficken ohne Flutsche kann Hämorrhoiden begünstigen.



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14 Kommentare

#1 gaybocholtEhemaliges Profil
  • 26.05.2009, 16:44h
  • Wegoperieren lassen. Ganz einfach. Hab ich vor 6 Jahren machen lassen und seitdem keine Probleme mehr, zumal das heute sogar schon mit dem Laser geht.

    Ist zwar Schmerzhaft und man muss gut 4 Wochen verzicht üben, aber lieber so als mit irgenwelchen Salben, die dann auch noch Cortison enthalten.

    P.S.: Zahlt sogar die Krankenkasse, zumindest meine
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#2 ABAnonym
#3 ABAnonym
#4 religiophoberAnonym
#5 gaybocholtEhemaliges Profil
  • 26.05.2009, 20:39h
  • Antwort auf #2 von AB
  • auf staatskosten? wie jetzt? ich zahle mit meiner eigen hände arbeit in die kasse ein, also werde ich wohl auch das recht haben, aus dem topf behandelt zu werden oder was bist du für einer?

    Du bist doch sicher privat versichert, so als bild-redakteur
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#6 NixverstehnAnonym
#7 ErklärerAnonym
#8 VersteherAnonym
  • 26.05.2009, 21:01h
  • Antwort auf #7 von Erklärer
  • Er ist das wo man die Hämorrhoiden als störend
    empfindet. Genauso unnötig wie diese. Freut sich besonders wenn man hier auf ihn eingeht,weil er im realen Leben scheinbar keine Freunde hat die sich seine Witzchen anhörn
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#9 ABAnonym
#10 VersteherAnonym
  • 26.05.2009, 22:15h
  • Antwort auf #9 von AB
  • Geht gar nicht ,wenn ich deine scheisse hier lese die sich wohl zum Schluss immer durch deine Gehirnwindungen drückt, ziehts mir vor Mitleid alle Löcher zusammen.Manche haben nur Hämorrhoiden am Arsch ,Du denkst anscheinend damit.Wäre schön wenn du diesen breiigen Ausdruck demnächst mit deinem persönlichen Umfeld teilst anstatt das Forum damit zuzuscheissen.
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