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Der Otto-Normal-Amerikaner und unfreiwillige Wahlkampf-Star der Republikaner will Schwule nicht in die Nähe seiner Kinder lassen.

Eigentlich hat die Welt ihn schon vergessen, doch nun hat sich "Joe der Klempner" mit homophoben Äußerungen erneut ins öffentliche Bewusstsein zurückgemeldet. Im Wahlkampf um die US-Präsidentschaft hatte der republikanische Kandidat John McCain den Handwerker Joe Wurzelbacher als eine Art Durchschnitts-Amerikaner immer wieder in seine Reden eingebaut. In einem Interview mit "Christianity Today" sagte der Klempner nun, er lasse sich das von Schwulen als abwertend empfundene Wort "Queer" beim Reden über Homosexuelle nicht verbieten. "Menschen verstehen das Wörterbuch nicht. Queer bedeutet merkwürdig und ungewöhnlich." Er benutze es jedenfalls nicht herablassend.

Zugleich definierte er weiter: "Gott ist sehr ausführlich in seiner Beschreibung, was wir tun sollen - wozu Männer und Frauen da sind." Man sollte zwar jeden lieben und akzeptieren, aber auch "gegen Sünden predigen". Wurzelbacher erwähnt in dem Interview, er habe zwar schwule Freunde gehabt. Diese würde er allerdings nicht in die Nähe seiner Kinder lassen. Allgemein gesprochen erwähnte er noch, dass sich die republikanische Partei, für die er zwischenzeitlich aktiv wurde, zu wenig um Christen kümmere.

Joe Solmonese von der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch gab sich gegenüber der Nachrichtenagentur Associated Press ob der Sprüche gelassen: "Sie würden zählen, wenn Joe der Klempner zählen würde. Eine der Sachen, die wir im Wahlkampf des letzten Jahres gelernt haben, ist, dass er es nicht tut." (nb)