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Lang ersehnt startet nun das Raumschiff Enterprise zum elften Mal auf der Kinoleinwand. Die zahlreichen schwul-lesbischen Trekkies freuen sich, auch wenn sich das All nach wie vor nicht gayfriendly zeigt.

Von Christian Scheuß

"Star Trek" ist mit bislang zehn Kinofilmen, 726 TV-Episoden, zahlreichen Romanen und Computerspielen eine der erfolgreichsten und beliebtesten Science Fiction-Serien der Fernsehwelt. Nach der Absetzung des vierten Ablegers der TV-Serie "Star Trek" vor drei Jahren und dem letzten Kinofilm "Star Trek – Nemesis" drohte es nach insgesamt 39 Jahren um die Star-Trek-Crew ruhig zu werden. Die Science-Fiction-Fans mussten sich mit "Battlestar Galactica", "Torchwood" oder "Stargate Atlantis" trösten. Letztere biederte sich mit zahlreichen Zitaten und Verweisen in Dialogen ganz besonders den Fans an.

Das elfte Kinoabenteuer bringt neuen Wind in das zwischenzeitlich eingeschlafene Universum der Menschen, Vulkanier und Klingonen. Dank Regisseur J.J. Abrams und seinen Drehbuchautoren erleben wir nun eine Geschichte, die zeitlich zwischen der letzten TV-Serie und vor der Klassikserie von 1966 liegt. Die Crew mit James T. Kirk, Spock, Pille, Scotty, Uhura und Co. lernt sich hier erst kennen. So jung war die Besatzung des berühmtesten Raumschiffes dieses Sonnensystems noch nie.

Die zahlreichen Kritiken, die in den vergangenen Tagen veröffentlicht wurden, loben und mäkeln relativ ausgewogen. Die Ästhetik des Originals mit seinen billigen Aufbauten und den popartbunten Ausleuchtungen – alles, was heute zum Kult beiträgt – wurde im Museum gelassen. Der Computer entwarf ein Sternenschiff und Szenerien, die moderner als alle anderen Sets zuvor wirken. Übernommen und zugespitzt hat man aber die Charaktere, um daraus – neben der übergroßen Portion Action – die Spannung für die Handlung zu erzeugen. Im Mittelpunkt steht dabei das Verhältnis von James Tiberius Kirk (Chris Pine) und dem Halbvulkanier Spock (Zachary Quinto). Ein Choleriker auf der einen, ein Kontrollfreak auf der anderen Seite, müssen sich in der Krise zusammenraufen, und dabei hadern beide mit ihren Emotionen, die sie in den Griff bekommen müssen. Der Vulkanier aus den bekannten kulturellen Gründen und Kirk, weil seine Karriere sonst auf dem Spiel stünde.

Wir sehen den Beginn einer Männerfreundschaft, die überwiegend frei ist von homoerotischen Schwingungen, wie überhaupt der gesamte Film ein heterosexuelles Universum zeigt. Der Ruf der zahlreichen Trekkies, die seit Jahrzehnten eine schwule oder lesbische Rolle fordern, ist erneut im Rauschen des Subraums untergegangen. Trösten dürfen wir uns dafür mit der Präsentation einer durchweg knackigen und attraktiven Schauspieler-Crew, inklusive des Bösewichts mit ganz vielen Tattoos und einem süßen 17-jährigen Checkov (Anton Yelchin).



#1 TeholAnonym
  • 07.05.2009, 19:17h
  • Chekov und Sulu...

    es gab da die eine wunderbare Szene, wo sich die beiden so wunderbar anlächeln.... das wäre ein Pärchen, was ich mir wünschen würde... Chekov- Darsteller Anton Yelchin und Hikaru Sulu- Darsteller John Cho sind wirklich hübsch und süss... ( Alt- Sulu George Takei würde dieses Pärchen sicher auch begrüssen.... ich hoffe die Geschichte der beiden am Steuerpult wird mit einer japanisch - russischen Liebesbeziehung fortgesetzt... schließlich war die Beziehung Uhura- Spock auch eine Neuidee. Ein sehr witziger, gelungener Film.
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#2 The RisingAnonym
  • 07.05.2009, 20:07h
  • Die Ausgrenzung oder doch zumindest völlig ungleiche Behandlung und Darstellung von Homosexualität in den Massenmedien ist eine der wesentlichen Ursachen für den aggressiven Heterosexismus und die allgegenwärtige Homophobie gerade in den Köpfen junger Menschen. Kein schwuler Mann sollte diese Machwerke (und deren Macher) angesichts einer derart mittelalterlichen Ignoranz und offensichtlich bewussten Diskriminierung unterstützen, sondern vielmehr ist hier ein breiter, stetiger und konsequenter Protest gefordert! Das gilt für die Filmbranche ebenso wie für die Musikbranche mit ihren durch und durch aggressiv heterosexistischen Videos und natürlich ganz besonders für Fernsehprogramme. Kein anderer gesellschaftlicher Akteur hat eine vergleichbare Macht über die Bilder und die Worte, die das Bewusstsein von Millionen Menschen prägen.
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#3 SchorschAnonym
  • 07.05.2009, 22:24h
  • Antwort auf #1 von Tehol
  • Hallo Redaktion!
    Hier ist Euch ein Spoiler durchgegangen! Bitte dringend diesen Kommentar sperren oder wenigstens die entsprechende Passage ("schließlich war die Beziehung...") streichen!
    Am Tag des Kinostarts muss man durchaus damit rechnen, dass der eine oder andere User den Film noch nicht gesehen hat.
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#4 Mister_Jackpot
  • 08.05.2009, 14:36h
  • Antwort auf #2 von The Rising
  • Das ist doch jetzt etwas übertrieben..ich meine ich bin imemr dabei wenns um Homophobie geht, aber wer Star Trek kennt, weiss welche Werte dieses Universum innehat.....ich errinere mich da an einige wirklich gute Folgen von Star Trek the next Generation! :-)
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#5 SvenAnonym
  • 08.05.2009, 17:43h
  • Naja, Star Trek jetzt Homophobie durch Unterlassung zuzuschreiben ist jetzt aber wirklich daneben.

    OK, in den Filmen ist es bisher maximal angedeutet worden, aber in den neueren Serien (ab dem nächsten Jahrhundert) ist das Thema aufgegriffen worden und immer in einem positiven Licht (OK, die böse Kira aus dem Spiegeluniversum war jetzt vielleicht die Ausnahme der Regel, aber die war ja auch bi :-p )
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#6 The RisingAnonym
  • 09.05.2009, 00:56h
  • Antwort auf #5 von Sven
  • Da möchte ich euch beiden zu bedenken geben: Wer eine solche Macht über das Bewusstsein von Millionen Menschen in aller Welt ausübt und seit Jahrzehnten ganz bewusst homosexuelle Menschen und Homosexualität ausgrenzt, der weiß, was er tut. Oder er sollte es zumindest wissen - und dies sicherzustellen, ist unsere Aufgabe! Denn genau darum geht es: Wenn wir es nicht tun, wer dann? Und wenn wir nicht überall dort, wo es darauf ankommt, auf uneingeschränkte Gleichbehandlung bestehen, wer dann? Wenn wir selbst uns mit Diskriminierung, Ausgrenzung und der herrschenden "Norm" zufrieden geben, noch dazu dort, wo das Bewusstsein von Millionen gerade junger Menschen geprägt wird, dürfen wir hinterher nicht über Papst oder Religion schreien oder uns über die allgemeinen Rückschritte in dieser Gesellschaft wundern, denn niemand außer uns ist dafür verantwortlich, dass WIR derart leichtfertig mit unserem eigenen "Schicksal" umgehen! Wir sind diejenigen, auf die wir gewartet haben, und wenn wir alle uns dessen bewusst werden, kann die Gesellschaft schon morgen ganz anders aussehen! Oder eben (weiterhin) nicht!
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