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Pat Robertson, der bekannteste und mächtigste US-Fernsehprediger, erklärte in seinem "Christian Broadcasting Network", dass eine Öffnung der Ehe für Schwule und Lesben zu Sodomie, Pädophilie und Kindesmissbrauch führe.

Der 79-Jährige machte diesen Kommentar in der von ihm moderierten Show "The 700 Club", nachdem ein Nachrichtensprecher von den Erfolgen der Ehe-Befürworter in Neuengland berichtet hatte: "Wir haben das noch nicht zu Ende gedacht. Es gibt da draußen die Vielweiberei. Wie können wir sagen, dass Vielweiberei illegal ist, wenn es jetzt heißt, dass die homosexuelle Ehe legal ist? Wie unterscheidet sie sich von Vielweiberei? Nun, Vielweiberei wurde verboten, weil es als unmoralisch nach biblischen Standards angesehen wurde. Aber wenn wir biblische Standards bei Homosexualität nicht mehr anwenden, was wird dann aus Vielweiberei? Und was wird aus Sodomie und schließlich aus Kindesmissbrauch und Pädophilie? Wie können wir das verbieten, wenn wir gleichzeitig die gleichgeschlechtliche Ehe unter Homosexuellen erlauben? Erinnert euch an meine Worte: Das ist erst der Anfang eines langen Weges nach unten – und zwar in allen Bereichen, die wir als widerlich ansehen."

Youtube | Aussagen zu Homosexualität von Pat Robertson

Robertson hat wiederholt gegen Homosexuelle polemisiert. So warnte er 1998 davor, dass Gay Days in "Disney World" zu Hurrikanen, Erdbeben, Tornados, terroristischen Anschlägen und "möglicherweise einem Meteoriteneinschlag" führen könnten. Im Jahre 2007 berichtete er in seiner Sendung, dass eine US-Autobahn bereits in der Bibel erwähnt sei, deren Ausfahren von "Unreinem", also beispielsweise Schwulen, gereinigt werden müsse (queer.de berichtete). "Homosexuellen ist es egal, wen oder was sie vernichten. Sie vernichten nämlich die Familie", ist eines von Robertsons Lieblingsaussagen.

Der "700 Club" ist eine seit 1966 ausgestrahlte Sendung, in denen Nachrichten verlesen und diese aus christlich-evangelikaler Perspektive beleuchtet werden. Die halbstündige Show wird auf hunderten Kanälen in ganz Nordamerika ausgestrahlt. Kommentator ist stets Pat Robertson, der Gründer der "Christian Coalition". Er bewarb sich 1988 bei den Republikanern als Präsidentschaftskandidat, scheiterte jedoch am "zu liberalen" George Bush Senior. Hierzulande wird im Sender "Bibel TV" eine deutsche Fassung des "700 Club" ausgestrahlt. (dk)



Auch Westerwelle lobt Papst

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hat sich positiv über die Aussagen von Papst Franziskus zur Homosexualität geäußert.
#1 schwarzwaldbub
  • 11.05.2009, 14:36h
  • Kein Wunder, wenn es zu homophoben Übergriffen kommt, wenn Hass-Prediger wie Pat Robertson sich dermaßen äußern.

    Als studierter Theologe kann ich nur bestätigen, dass Robertson völligen Quark erzählt – der leider von vielen für bare Münze genommen wird.

    Hier ein kleiner Link zum Thema Bibelauslegung …
    www.huk.org/aktuell/bibelzitate-woertlich.htm
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#2 TimmAnonym
  • 11.05.2009, 14:50h
  • Eigentlich braucht man soviel Dummheit und ideologische Verklärtheit gar nicht zu kommentieren, aber bei so unlogischer und sachlich falscher Argumentation muss ich eine Sache dennoch kommentieren, die immer gerne behauptet wird:

    Bei Kindesmissbrauch wird Kindern (gegen ihren Willen und sie können die Folgen nicht absehen) körperlich und psychisch geschadet. Bei Homosexualität dagegen geschieht die Ehe aufgrund von beidseitiger Liebe in beidseitigem Einverständnis.

    Würde man die verquere Logik solche Hasser auf Heteros übertragen könnte man auch sagen: "Warum sollen Heteros heiraten dürfen, wo es doch heterosexuelle Kinderschänder und Vergewaltiger gibt?"

    Diese Leute sind so dumm, dass sie eigentlich nur lächerlich sind!! Das Problem ist nur: es gibt genug andere dumme, die ihnen folgen...
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#3 manon
  • 11.05.2009, 15:50h
  • nur gut das es die Schwulen und Le sben gibt, wen könnten denn solche "Propheten" sonst für all das verantwortlich machen? Ist wie immer, die pädophilen Priester sind das nur, weil es woanders Schwule gibt. Ich habe diese Logik schon immer besonders geschätzt.
    Zum Glück sind die Tage von Robertson ja gezählt und dann wird er sich vielleicht vor dem Gericht Gottes verantworten müssen, denn hier schiebt er es ja gerne den anderen zu.
    Ich halte es da mit Rosenstolz "lass sie reden" und "liebe dafür laut" und zwar so laut, das diese verklemmten Heinis auch was davon haben.
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#4 Benedictus
  • 11.05.2009, 17:06h
  • Nicht aufregen.

    Wenns so wäre, wie der TV-Pfarrer meint, dann müssten ja normale Ehen vermehrt zu Kindesmissbrauch von Vätern an Mädchen führen...

    So ein Schwachsinn...
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#5 HannibalEhemaliges Profil
  • 11.05.2009, 17:41h
  • Antwort auf #1 von schwarzwaldbub
  • "Hier ein kleiner Link zum Thema Bibelauslegung"
    Ach, auch einer von den Schwuchteln, die der Kircheum jeden Preis in den Arsch kriechen wollen. Sagt mal, merkt Ihr noch was? Was Ihr da veranstaltet un eure Sexualität vor "Gott" (oder dem FSM) zu rechtfertigen grenzt ja schon an Masochismus. Das wäre ungefähr so, als hätten die Juden damals zu Herrn H. gesagt: Hab uns doch lieb, wir sind doch gar nicht so böse und schlecht wie du denkst! Unbegreiflich, wie man um das Wohlwollen einer Institution buhlen kann, die einen verachtet!
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#6 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 11.05.2009, 18:00h
  • Die Öffnung der Ehe für Schwule und Lesben soll zu mehr Sodomie, Pädophilie + Kindesmißbrauch führen? Das ist ja lachhaft! Sodomie ist ja Sex mit Tieren (Sodomie wurde früher als Sex mit dem Partner des gleichen Geschlechts bezeichnet, hat sich aber in der Bedeutung verändert) und ich hab noch nie jemanden kennengelernt, der so etwas praktiziert!

    Was Pädophilie und Kindesmißbrauch angeht, ist der Anteil der Heterosexuellen deutlich höher! Der Typ ist doch völlig realitätsfremd!
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#7 Kristian
  • 11.05.2009, 19:18h
  • Das englische Wort 'sodomy' steht immer noch für homosexuellen Geschlechtsverkehr und hat also nichts mit Tiersex zu tun. 'bestiality' entspricht dem deutschen Wort 'Sodomie'.

    Die Argumentation ist des TV-Predigers ist übrigens nicht ganz ohne Logik. Natürlich würden mit die Ehe-Öffnung für mehr Akzeptanz für Schwule sorgen und so mehr Leute zu ihrem Schwulsein stehen können -> Anstieg von öffentlich wahrnehmbarer 'sodomy'.
    Dann werden sicher auch die Pädophilen für mehr Akzeptanz kämpfen, dank dem lächerlichen amerikanischen Rechtsverständnis, dass ein 17 1/2 jähriger noch ein Kind ist, hält sich ein Teil der hierzulande in der Kategorie schwul einsortierten Menschen sowieso für pädophil.
    Und da, fahrlässig unverantwortlich agierenden aktivistischen "Kinderschützern" sei dank, homosexuelle Pädophilie auch weiterhin mit Kindesmissbrauch gleichgesetzt wird, steigt auch der Kindesmissbrauch.
    Jetzt noch religiöse Schwarzmalerei dazu und schon sieht das eigentlich positive Geschehen, dass die amerikanische Gesellschaft hoffentlich wieder liberaler wird und viele Menschen nach ihrer Fasson glücklich werden können, wie Sodom und Gomorrha Vol. 2 aus.

    Und das ist das wirklich Widerliche an seinem Kommentar.
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#8 jochenProfil
  • 11.05.2009, 19:30hmünchen
  • wenn man bedenkt, dass deren konstrukt von argumentation bzw. deren ideologie einzig und allein sich auf ein paar wenige textstellen stützt , die vor ca. 2500 jahre jemand schrieb der behauptete von gott inspiriert gewesen zu sein....

    und wenn man bedenkt, dass deren argumentation , hetze und ängste weit weg von dem wirklichen leben ist....

    und wie` s scheint ist der robertson damit recht erfolgreich in den letzten jahrzehnten gewesen.

    da gruselts mich.
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#9 SuperMarioEhemaliges Profil
  • 12.05.2009, 14:40h
  • @schwarzwaldbub

    Mir ist dieses Ringen um die "richtige" Bibelauslegung ziemlich unverständlich. Die Bibel ist ein Stück Märchenliteratur, welche der Unterhaltung dient, und damit hat sich's. Warum wird nicht im gleichem Maße darüber diskutiert, wie die Geschichte um Dornröschen in der heutigen modernen Zeit auszulegen und danach zu leben ist?

    @Kristian

    Pädophilie allein als sexuelle Präferenz ist kein Kindesmissbrauch. Da aber sexuelle Kontakte zwischen Erwachsenen und Kindern nie einvernehmlich sind, ist ausgelebte Pädophilie immer Kindesmissbrauch.
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