Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?10398

Der britische Homo-Aktivist und Politiker Peter Tatchell hat die in Irland geplante Einführung von "Civil Unions" als "Ungerechtigkeit" und "sexuelle Apartheid" bezeichnet.

Auf einem Symposium in Dublin erklärte Tatchell, der für die britischen Grünen ins Europaparlament einziehen will: "Das geplante Gesetz ist ein großer Fehler und eine Beleidigung für gleichgeschlechtliche Paare. Es stellt Menschen in der Ehe nicht gleich, sondern schafft zweitklassige Gesetze für Schwule und Lesben", so Tatchell. "Eingetragene Partnerschaften werden das Verbot der gleichgeschlechtlichen Ehe festigen und daher Diskriminierung fördern." Er bezeichnete "Civil Unions" unter anderem als "zweitbeste Lösung, rückschrittlich und sexuelle Apartheid."

Die Iren sollten nicht dem "dummen Weg Großbritanniens" folgen, sondern sofort auf "Ehe-Gleichheit" bestehen. Die Briten haben bereits 2005 Eingetragene Partnerschaften eingeführt, die auch in der Provinz Nordirland möglich sind (queer.de berichtete). Das britische Gesetz enthält praktisch alle Rechte der Ehe, darunter etwa auch die Gleichstellung im Einkommenssteuerrecht und im Adoptionsrecht. Das deutsche Lebenspartnerschaftsgesetz sieht im Gegensatz dazu in diesen Punkten keinerlei Gleichstellung vor.

Die irische Regierung will in Kürze über die Einführung von Eingetragenen Partnerschaften beraten. Diese sollen weitgehend die gleichen Rechte und Pflichten enthalten wie bei der Ehe. Größter Gegner der neuen Gesetze ist die katholische Kirche, die den Entwurf als "vielleicht größte Revolution in der Geschichte der irischen Familie" bezeichnete (queer.de berichtete).

Nach mehreren Umfragen sprechen sich 80 Prozent der Iren für die Einführung von Eingetragenen Partnerschaften aus, rund 60 Prozent würden die Öffnung der Ehe begrüßen. Dabei wurde Homosexualität auf der grünen Insel erst 1993 legalisiert. (dk)



14 Kommentare

#1 TimmAnonym
  • 11.05.2009, 16:33h
  • Meine Rede:
    1. Eingetragene Partnerschaften werden wohl nie in allen Details der Ehe komplett gleich sein.
    2. Selbst wenn es so wäre, wäre es diskriminierend für dasselbe unterschiedliche Namen zu wählen.
    3. Bei einem separaten Rechtsinstitut können spätere Regierungen jederzeit wieder Änderungen vornehmen. Bei einer gemeinsamen Ehe für alle würden Änderungen jeden gleich betreffen.

    Eine eingetragene Partnerschaft 2. Klasse für Menschen 2. Klasse!!

    Aber hauptsache schön viele Schwule wählen die FDP, die genau das will und glauben dann auch noch, die FDP sei schwulenfreundlich (von ihrer Ablehnung anderer Gleichstellungen mal ganz zu schweigen).
  • Antworten » | Direktlink »
#2 gerdAnonym
  • 11.05.2009, 17:29h
  • Erstmal ist die Schaffung des Lebenspartnerschaftsinstitutes ein Fortschritt, denn es werden weitestgehend die gleichen Rechte und Pflichten dann auch in Irland durchgesetzt. Und das ist gut so...

    Aber es ist natürlich nicht das Ende der Fahnenstange, die ist nur durch die Eheöffnung erreicht.

    Daher es ist auch in Irland ein Schritt in die richtige Richtung, wenn auch nicht der letzte Schritt.

    Mich freut die jetzt kommende Einführung des Lebenspartnerschaftsinstitutes in Irland.
  • Antworten » | Direktlink »
#3 gaybocholtEhemaliges Profil
#4 FloAnonym
  • 11.05.2009, 17:34h
  • Auch wenn es um den Artikel nicht speziell um Deutschland geht, so muss ich Dir doch aufgrund der Vergleichbarkeit zustimmen:

    die FDP ist tatsächlich die verlogenste Partei, die ich kenne:
    Erstens sind ihre Forderungen eh schon nur ein Minimum, das weit hinter anderen Parteien zurückbleibt und mehr Diskriminierung festschreibt als Verbesserung bringt.

    Und zweitens setzen sie selbst dieses Minimum nicht um, sobald sie in Regierungsverantwortung sind.

    Oder sie schaden uns sogar (Beispiel NRW).

    Da ist mir die Union lieber: die hassen uns, aber stehen wenigstens dazu und sind ehrlich. Die versuchen nicht vor Wahlen unsere Stimmen zu bekommen und erinnern sich danach an nichts mehr.

    Aber FDP-Stimmen sind ja eh indirekt Stimmen für die Union, denn die betonen ja beide bei jeder Gelegenheit, dass sie Schwarz-Gelb anstreben. (Und vor ein paar Tagen hat Westerwelle ja eine Ampel abgelehnt, selbst wenn es für Schwarz-Gelb nicht reicht.) Und was danach geschieht (bzw. nicht) dürfte jedem klar sein.

    Wer FDP wählt, wählt indirekt CDU/CSU.
  • Antworten » | Direktlink »
#5 The RisingAnonym
  • 11.05.2009, 18:57h
  • Antwort auf #1 von Timm
  • @Timm: Es gibt nur eine Partei, die in ihrem Programm ALLE Lebensweisen effektiv gleichstellen will. Auch die "Ehe" wird immer eine Diskriminierung aller anderen Formen des Zusammenlebens darstellen. Solange die Gesellschaft aber (noch dazu mit unserer Unterstützung) an diesem mittelalterlichen Konstrukt festhält, ist den im Artikel genannten Argumenten nichts hinzuzufügen. Ich sehe allerdings hierzulande überhaupt keine Partei, die wirklich unmissverständlich die Öffnung der Ehe für homosexuelle Paare fordert (schon gar nicht die "S"PD). Auch die Grünen bedienen sich zumeist der immergleichen Floskel von der "Gleichstellung eingetragener Lebenspartnerschaften". Insofern ist "sexuelle Apartheid" bei uns an der Tagesordnung - und zwar bei weitem nicht nur, wenn es um diese eigentlich relativ unbedeutende Frage geht.
  • Antworten » | Direktlink »
#6 gerdAnonym
  • 11.05.2009, 19:39h
  • @Timm
    Typische Schwarz-Weiß-Malerei,die du da betreibst.

    Erstens die CDU/CSU haßt uns nicht - ganz im Gegenteil. Sie hat sogar das Lebenspartnerschaftsinstitut in ihr Grundsatzprogramm aufgenommen.

    Zweitens haben CDU und SPD das Allgemeine Gleichstellungsgesetz gemeinsam im Bundestag verabschiedet.

    Drittens gibt es in Hamburg mit Ole von Beust einen seit vielen Jahren regierenden offen schwulen CDU-Spitzenpolitiker.

    Daher deine reine Schwarz-Weiß-Malerei ist im Jahre 2008 absoluter Mumpitz und ist sogar, wenn man es genauer beleuchtet, homopolitisch und gesamtgesellschaftlich schädlich.

    Daher ich mag es nicht, wenn man/frau hier reine Schwarz-Weiß Malerei im homopolitischen Sektor betreibt.

    Besser du gehst ins Detail und zeigst auf, wo in dieser Legislaturperiode die CDU/CSU blockiert hat (Bundesbeamtenreform/ Einkommenssteuergesetzanpassung).

    Was die FDP angeht: auch typische, voreigenommene Lagerbildung, die Du dort betreibst: insbesondere da diese Partei einen offen schwulen Vorsitzenden an der Spitze hat und gute Gesetzentwürfe zum Lebenspartnerschaftsrecht in dieser Legislaturperiode im Bundestag eingebracht hat (z.B. Einbeziehung der Lebenspartnerschaften im Einkommenssteuerrecht). Gleichwohl aber kritisch die FDP im Bereich Antidiskriminierung zu betrachten ist.

    Daher so oberflächlich und stumpfsinnig, wie Du hier argumentierst, da muss ich Dir nur antworten: Du schreibst vollkommen an der tatsächlichen homopolitischen Entwicklung in Deutschland vorbei. Nur wer gaynauer hinschaut, errkennt die noch bestehenden Unterschiede der Parteien; aber von Hass oder "die sind total gegen homosexuelle Paare" kann im Jahre 2009 bei keiner im Bundestag vertretenen Partei mehr die Rede sein.
  • Antworten » | Direktlink »
#7 The RisingAnonym
  • 11.05.2009, 20:04h
  • Antwort auf #6 von gerd
  • Ja, @gerd, ein ganz tolles "Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz" ist das, das CDU und SPD da verabschiedet haben. Nämlich eines, das noch nicht einmal die Minimalanforderungen der betreffenden EU-Richtlinie erfüllt und inzwischen als Vertragsverletzung geahndet wird! Von der skandalösen Untätigkeit der CDU-geführten "Antidiskriminierungsstelle" des Bundes, die eigentlich aktiv an allen Fronten für unsere Belange eintreten müsste, aber bisher nur durch horrende Geldsummen zur Urlaubsfinanzierung ihrer Leiterin Aufsehen erregt hat, ganz zu schweigen. Wer Bürgern dieses Landes uneingeschränkt gleiche Rechte verwehrt, ihre Beziehungen und letztlich ihre bloße Existenz als minderwertig behandelt und ganz bewusst nichts gegen die zunehmende Homophobie gerade unter jungen Menschen unternimmt (siehe vor allem auch die "Bildungs"politik in CDU-/FDP-regierten Bundesländern), dem darf man schon ein gehöriges, ja unerträgliches Maß an Hass, in jedem Falle aber an struktureller und psychischer Gewaltausübung gegenüber homosexuellen Menschen unterstellen!
  • Antworten » | Direktlink »
#8 gerdAnonym
  • 11.05.2009, 23:05h
  • @The Rising
    Wiedereinmal übertreibst du hier mit deinem CDU- und FDP-Bashing.

    Nicht nur, dass du es ständig in alle möglichen Themen reintransportierst, was schon nervend ist, sondern du überziehst in deinen Worten und führst damit deine Inhalte ad absurdum.

    Du und auch timm solltet lernen, genauer zu differenzieren. Von "Hass" wie du es schreibst oder auch Timm ist bei der CDU/CSU keine Spur der Fall. Mag ja sein, dass es einige CDU/CSU WählerInnen gibt, die so empfinden, aber weder dürfte dies für die ganz grosse Mehrheit der CDU/CSU Wähler der Fall sein, noch sind solche hasserfüllten Personen dann bei der CDU/CSU in der richtigen Partei, da das Parteiprogramm anders ausschaut. Diese Wähler sind dann bei der NPD richtig, aber nicht bei der CDU/CSU.

    Nochmals zur Verdeutlichung, auch wenn ich die CDU aktuell nicht wähle, sei zu ihrer Verteidigung hier erklärt:
    * die CDU/CSU haben das Lebenspartnerschaftsinstitut in ihrem Parteiprogramm jeweils anerkannt ("kannst du dort nachlesen")
    * die CDU hat mit Ole von Beust einen offen schwulen Spitzenkandidaten in Hamburg
    * das AGG wurde mit den Stimmen der CDU/CSU verabschiedet ("wenn auch unter Grummeln")
    * in mehreren Bundesländer wurde die Gleichstellung im Landesrecht mit Stimmen der CDU verabschiedet

    Daher du und andere Protagonisten seit unglaubwürdig, wenn Ihr hier von Hass bei CDU/CSU schreibt und in euren Äußerungen derart überzieht. Ihr helft auch damit in keinster Weise der homopolitischen Debatte in der Gesellschaft, sondern bewirkt kontraproduktiv genau das Gegenteil.

    Nur wer genau und differenziert hier im Forum schreibt, wo die CDU/CSU blockiert oder was die FDP denn genau ablehnt, gewinnt an Glaubwürdigkeit und gibt die homopolitische Realität in Deutschland wieder.

    ----
    Und um zum Thema Irland hier zurückzukehren:
    schön wenn auch Irland jetzt als letzter westeuropäischer Staat eine Eingetragene Partnerschaft einführt und somit dann 2009 in ganz Westeuropa homosexuelle Paare staatlich anerkannt sind. Natürlich muss in Zukunft dann auch dort die Ehe geöffnet werden, wie es Belgien oder Spanien bereits geschafft haben.
    Aber die Einführung des Partnerschaftsinstitutes in Irland freut mich schon.
  • Antworten » | Direktlink »
#9 alexander
  • 12.05.2009, 18:27h
  • mein gott wäre das schön, wenn es in unserem land etwas zu differenzieren gäbe, was die homofrage parteipolitisch betrifft !!!
    leider ist dem nicht so und wer diese schmierigen "scheinargumentationen" unserer "politischen führungskräfte" unterstützt, macht sich mitschuldig, speziell die tunten, die ewig von "ihrem mann" faseln, nur weil sie nicht genug arsch in der hose haben für sich allein zu sprechen, da waren ja unsere weibsen 1970 schon weiter !
    überlegen sollte man eher welche partei bei der europawahl für unsere interessen in frage kommt, es gibt über 30 und es ist nicht ganz so einfach sich schlau zu machen !
    tatchell hat auf grund der allgemeinen entwicklung im europa der letzten jahre, absolut recht !
  • Antworten » | Direktlink »
#10 nino89
  • 12.05.2009, 20:06h
  • Also ich finde, er hat teilweise Recht: Civil Unions, die nicht völlig mit der Ehe gleichgestellt sind, sind natürlich diskriminierend. Wenn sie aber gleichgestellt sind, ist es etwas anderes, dann sind sie höchstens noch apartierend.
    Eine geschlechtsneutrale Ehe ist immer die bessere Lösung, aber mit der Ehe gleichgestellte Civil Unions (bzw. andere Formen der "Homo-Ehe") sind auch schon erstrebenswert meiner Meinung nach.
  • Antworten » | Direktlink »