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Der niederländische Sänger Gordon droht mit einem Boykott des Grand Prix in Moskau, falls es in der russischen Hauptstadt zu Übergriffen auf schwul-lesbische Aktivisten kommt.

Gordon (bürgerlich: Cor Gordon Heuckeroth) tritt gemeinsam mit Jeroen van der Boom und René Froger als "The Toppers" an. Die Gruppe muss sich mit dem Titel "Shine" am Donnerstag zunächst für das Finale qualifizieren. Dieses findet dann am Samstag statt. "Wenn Leute wie ich so diskriminiert werden, habe ich von Russland nichts zu erwarten. Ich werde in diesem Fall das erste Flugzeug nach Hause nehmen", erklärte Gordon im öffentlich-rechtlichen Radiosender NOS.

Die CSD-Organisatoren um den Aktivisten Nikolai Aleksejew haben bereits angekündigt, am Samstag vor dem Grand-Prix-Finale im Schatten des Medienrummels um das Schlagerfestival für Homo-Rechte demonstrieren zu wollen. Wie in den vergangenen Jahren hat die Moskauer Stadtverwaltung den CSD allerdings verboten. Bürgermeister Juri Luschkow gilt als erbitterter Homo-Gegner. So hat er den "Moscow Pride" wiederholt als "santanisch" bezeichnet. Die Polizei hat bereits ein hartes Vorgehen gegen Homo-Aktivisten angekündigt (queer.de berichtete). (dk)

Youtube | Der holländische Beitrag: Reicht's fürs Finale?

Phoenix und das Erste übertragen die beiden Halfinal-Sendungen und das Grand-Prix-Finale live. Sendetermine: 1. und 2. Halfinale am Dienstag und Donnerstag ab 21:00 auf Phoenix, Finale am Samstag ab 21 Uhr im Ersten.



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16 Kommentare

#1 FloAnonym
  • 11.05.2009, 17:39h
  • Das nenne ich mal konsequenten Einsatz. Gordon ist ja offen schwul (ähnlich wie Oscar Loya aus dem deutschen Beitrag). Und dann so klar Stellung zu beziehen, finde ich mehr als konsequent.

    Vor solchen Menschen, die Grundrechte und ihre Prinzipien über Erfolge stellen, habe ich allerhöchsten Respekt!

    Das sind die Menschen mit Rückgrat, die sich morgens noch im Spiegel ansehen können...

    Ich würde mir wünschen, dass mehr Leute so konsequent sind. Aber viele stellen wohl persönlichen Erfolg oder Bequemlichkeit über Prinzipien und deshalb ist die Situation auch so wie sie ist.
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#2 RabaukeAnonym
  • 11.05.2009, 17:44h
  • Sollte es gegen den CSD und eine friedliche Demonstration, diverse, behördliche Übergriffe geben, so sei die gesamte Künstlerriege aufgerufen, den Abend platzen zu lassen. Abreise ist die einzig richtige Antwort!
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#3 TimmAnonym
  • 11.05.2009, 17:57h
  • Antwort auf #2 von Rabauke
  • Da kann ich nur zustimmen:
    wenn ein Staat demokratische Grundrechte missachtet, sollten alle Künstler den Abend platzen lassen.

    Das wäre eine riesige Blamage für Russland und würde denen richtig teuer zu stehen kommen.

    Und so könnte man auch die ganze Welt über die Situation der Schwulen und Lesben dort aufklären.

    Aber ich fürchte, dass den meisten dafür der Schneid fehlt. Und es wird weitergehen wie bisher...
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#4 TimAnonym
  • 11.05.2009, 18:07h
  • Also ich würde (weder als Organisator, noch als Künstler, noch als Zuschauer) einem Staat zu schillernder Propaganda helfen wollen, die über Menschenrechtsverletzungen hinwegtäuschen soll!!

    Das könnte ich nicht mit meinem Gewissen vereinbaren...
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#5 HannibalEhemaliges Profil
  • 11.05.2009, 18:59h
  • So eine konsequente Ansage würde ich mir auch von unseren deutschen Teilnehmern, bzw. auch von allen anderen wünschen! Aber die meisten haben wohl zu wenig Rückgrat oder sind zu mediengeil!
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#6 The RisingAnonym
  • 11.05.2009, 19:03h
  • Genau das ist es, wenn ich meine, dass die Gesellschaft schon morgen ganz anders aussehen könnte, wenn alle in unserer Community in diesem Bewusstsein handeln und für höhere Ideale eintreten würden! Vom deutschen Teilnehmer sollten wir dringend eine gleichlautende Stellungnahme verlangen - wie wär's mit einem "Kiss-In" vor seinem Haus oder dem seiner Plattenfirma?
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#7 BerlitomAnonym
  • 11.05.2009, 19:06h
  • Holland hatte was Schwulenrechte angeht schon immer eine absolute Vorreiterrolle.

    Es bleibt hier zu hoffen, daß man diesbezüglich einmal bemerkt, daß es eine funktionierende EU gibt und falls es "Auffällligkeiten" gegenüber Schwulen und Lesben geben sollte - die anderen EU Staaten Holland ganz schnell und deutlich folgen. Alles andere wäre ein sehr schmerzhaftes Trauerspiel.
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#8 herve64Profil
  • 11.05.2009, 20:09hMünchen
  • Das nenne ich mal Rückgrat. Ich warte auf weitere NachahmerInnen, vor allem von unserem schwulen Oscar.
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#9 AntichristProfil
  • 12.05.2009, 07:19hHH
  • Antwort auf #6 von The Rising
  • Wie wäre es mit einem Kiss-In wärend des ESC? Sowohl beim Finale in Moskau, als auch bei jeder im TV übertragenen sowie moderierten ESC Party? Zumindest von denen, die dorthin gehen.
    Statt jubelnder Applaus, stummes Knutschen. Sobald es in Moskau zu Übergriffen kommt, demonstratives Verlassen der Veranstaltungsorte.
    Das wäre dann ein ESC, den die Welt so schnell nicht vergessen würde - sofern sich der Großteil der Besucher daran beteiligen würde. Friedlich, aber unmissverständlich.
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#10 LarsAnonym
  • 12.05.2009, 07:20h
  • Das ist zwar eine wirklich gute und ehrenwehrte Aktion, das Problem ist der Titel. Mit so einem schlimmen Kitsch kommen die vermutlich nicht über das Halbfinale hinaus und niemand nimmt Notiz von "The Toppers". Das einzige Gute sind die die farbigen Kontaktlinsen, die alle 3 tragen.
    Solche Aktionen wünsche ich mir von Künstlern aus Osteuropa, die vorab schon zu den Favoriten gehören.
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