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  • 11. Mai 2009, noch kein Kommentar

In Großbritannien sind sie seit Jahren die erfolgreichste Girl-Group. Mit dem Song "The Promise" standen Girls Aloud erst kürzlich auf Platz eins. Jetzt ist das neue Album "Out of Control" erschienen. Darauf findet sich eine Komposition der Pet Shop Boys.

Von Jan Gebauer

Die kometenhafte Karriere des attraktiven Quintetts Girls Aloud ist bis auf Großbritannien und Irland fast spurlos am restlichen Europa vorbeigegangen. Das soll sich mit dem Nummer-eins-Hit "The Promise" und der neuen CD "Out of Control" ändern. Nach einigen erfolglosen Versuchen die Band im deutschsprachigen Bereich zu etablieren ("Sound of the Underground", "Jump" und "Biology" waren auch bei uns kleinere Erfolge), starten die Mädels eine neue Offensive. Kein Wunder: Einst in der englischen Ausgabe von "Popstars" als Castingband gestartet, sind die fünf Ladys mittlerweile zumindest auf den Inseln Superstars mit Brit-Awards und millionenfach verkaufter CDs. Ein Ende ist nicht in Sicht: Mit fast einer Millionen verkaufter Einheiten ist "Out of Control" bislang das erfolgreichste Studio-Album von Girls Aloud. Nur die Compilation "The Sound of Girls Aloud" verkaufte sich besser. Da kann das deutsche Äquivalent, die No Angels, nur von träumen.

Das deutschsprachige Radio spielt bislang nicht mit: Die großartige, vom 60s-Girl-Group-Sound beeinflusste Single "The Promise" schaffte nicht den Sprung in die heimischen Charts. Trotz einer zuckersüßen Werbekampagne mit Nestlé für den Schokoriegel "Kit Kat". An weiterem hitverdächtigen Material mangelt es "Out of Control" allerdings nicht. "The Promise" ist nicht der einzige Ausflug in die Musik der 60er Jahre, wie der Ohrwurm "Love is the Key" beweist. Ansonsten regiert knackiger Dance- und Elektro-Pop, der in den 80er und 90er Jahren verwurzelt ist ("Turn to Stone", "Live in the Country"). Kein Wunder, dass hier besonders "The Loving Kind" herausragt, ein Song an dem die Pet Shop Boys mitgeschrieben haben. Auch "Love is Pain" könnte es aus der Feder der Jungs stammen, schwebt der synthilastige Track doch so leicht wie in bester PSB-Manier daher. Wer auf Kylie oder die Sugababes steht, sollte auch Girls Aloud eine Chance geben, denn hier gibt es jede Menge gut gemachte Pop-Musik zu entdecken.

10. Mai 2009