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Die Kölner CDU hat ihren Kandidaten für die Wahlen zum Oberbürgermeister am 30. August gefunden: Der offen schwule ehemalige Berliner Finanzsenator Peter Kurth soll Nachfolger seines Parteifreundes Fritz Schramma werden.

Wie der "Kölner Stadtanzeiger" meldet, wollen die Christdemokraten im Laufe des Dienstags die Kandidatur offiziell bekannt geben. Vor wenigen Wochen hatte der seit 2000 regierende Schramma bekannt gegeben, dass er zu den Wahlen nicht mehr antreten werde. Grund war die Kritik am Krisenmanagement des Bürgermeisters nach dem Einsturz des Stadtarchivs Anfang März.

Der gebürtige Siegburger Kurth war von 1994 bis 1999 Staatssekretär unter den Berliner Finanzsenatoren Elmar Pieroth (CDU) und Annette Fugmann-Heesing (SPD), ehe er das Amt selbst übernahm. Seine Amtszeit endete 2001 mit dem Ende der Großen Koalition. Der 49-Jährige ist Vorstandsmitglied des Berliner Entsorgungsunternehmens Alba AG und Vorsitzender des Bundesverbandes der Entsorgungswirtschaft.

Seit öffentliches Coming-out hatte Kurth während des Bundestagswahlkampfes 2002. Damals erklärte er, er halte sexuelle Orientierung eigentlich für Privatsache, wolle aber auf diese Weise auch persönlich Stellung beziehen.

Kurth ist nicht der erste offen schwule Kandidat: Bereits im August letzten Jahres hat die FDP mit Ralph Sterck einen schwulen Kandidaten aufgestellt (queer.de berichtete).

Favorit ist allerdings der ehemalige Polizeichef und Regierungspräsident Jürgen Roters (SPD), der auch von den Grünen unterstützt wird. Der 60-Jährige ist kein Unbekannter in der Community: Seit Jahren ist er Schirmherr beim Kölner "Come Together Cup", dem Benefiz-Fußball-Turnier, bei dem unter anderem schwule gegen Promi-Fußballteams antreten. Und beim Sommerblut-Kulturfestival, das alljährlich zahlreiche schwul-lesbische Künstler nach Köln holt, ist er Vorsitzender des dazugehörigen Fördervereins. (dk)



42 Kommentare

#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 12.05.2009, 09:13h
  • Was ist denn auf einmal mit der CDU los? Schickt einen offen schwulen Kandidaten ins Rennen? Hat ja lange gedauert! Da waren FDP, SPD, Linke und Bündnis 90/Die Grünen der CDU schon mehrmals einen Schritt voraus. Mal gespannt, wie er sich im Wahlkampf um den OB-Posten verkauft. Köln ist eine Trendy-Gay-City und hat wie Berlin und Paris auch längst einen schwulen OB verdient!
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#2 SimoneAnonym
  • 12.05.2009, 09:24h
  • www.google.de/search?hl=de&q=peter+kurth+bankenskandal

    Berliner Zeitung, warum Steffel und nicht Kurth Kandidat für den Posten des Regierenden Bürgermeisters werden sollte (2003): "Wie der Reinickendorfer Jürn Jakob Schultze-Berndt, Sprecher der CDU-Fraktionen in den Bezirksverordnetenversammlungen. Er hält Kurth wegen dessen Tätigkeit als Finanz-Staatssekretär und Finanzsenator für ungeeignet. Kurth sei in die Bankenskandal verwickelt, die ganze Sache käme damit für die CDU wieder hoch. Außerdem habe Kurth nichts zur Aufklärung der Bankenkrise beigetragen, obwohl er gebeten worden sei, die Argumente für die Union schriftlich darzulegen, sagte Schultze-Berndt. Mit den gleichen Worten hat das bislang Steffel formuliert."

    Na, der Mann passt ja zum unkorrupten Köln :-)
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#3 gerdAnonym
  • 12.05.2009, 10:18h
  • Das ist eine sehr gute Meldung und freut mich für die CDU, auch wenn ich sie im Herbst auf Bundesebene nicht wählen werde.

    Aber durchaus würde ich Peter Kurth in Köln oder Ole von Beust in Hamburg als Personen wählen.

    Ich finde es nämlich gut, wenn offen homosexuelle Personen in Oberbürgermeisterämter in Grossstädten gelangen. Daher würde ich ihn wählen.
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#4 The RisingAnonym
  • 12.05.2009, 11:04h
  • Ändert das dann auch etwas an der folgenden, verheerenden Entwicklung, über die ich hier bereits seit Jahren schreibe und die jetzt erfreulicherweise zum ersten Mal den Sprung unter die Top-Schlagzeilen einer nicht unbedeutenden Boulevard-Homepage geschafft hat? Wo sind die Kiss-Ins vor den überwiegend CDU-geführten Kultusministerien der Länder, vor dem Bundesbildungs- und -familienministerium, vor dem Bundestag etc...??? Vor den Räumen all derer, die weiterhin tatenlos zusehen, wie junge homosexuell empfindende Menschen einem ständigen psychischen Terror, vor allem von ihrer eigenen Altersgruppe (und von wem hat die das gelernt? Die entscheidende Anschlussfrage!) angefeindet und unterdrückt werden? Immerhin sollte jedem, der diesen Artikel gelesen hat, endgültig klar sein, dass die standesamtliche Schwerpunktsetzung der selbsternannten Homo-Repräsentanten gescheitert ist und worauf wir unsere Aktivitäten stattdessen dringendst konzentrieren müssen. Und der Kiss-In am Samstag hat ja bewiesen, dass die Community Präsenz zeigen und Einfluss nehmen kann, wenn sie es von der Basis her in Angriff nimmt! Hoffentlich auch bei den Themen, die wirklich zukunftsentscheidend sind!
    www.spiegel.de/schulspiegel/leben/0,1518,614381,00.html
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#5 XDAAnonym
  • 12.05.2009, 11:11h
  • Antwort auf #1 von FoXXXyness
  • Ich denke, dass die "trendy Gay-City" Köln nicht zwingend einen schwulen OB verdient. Was ist denn das für ein Schwachsinn?! Der OB soll die Belange der Bürger regeln und nicht nur mit seiner sexuellen Orientierung kokettieren.

    Sorry Matt, du schreibst echt nur Gülle.
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#6 Thomas MuellerAnonym
  • 12.05.2009, 12:36h
  • Ich moechte hier mal erwaehnen, dass man denken koennte, das die Polizei und Regierung in Koeln mit der Drogenszene unter einer Decke stecken wuerde.

    Anhaltspunkte dafuer waeren:

    Man stelle sich einmal vor, es gaebe in Koeln
    einen WAHNSINNIG HOHEn DROGENKONSUM UND DIE POLIZEI TUE NICHTS!!!!!!

    EKELHAFT! ICH MEINE MAN KOENNTE DENKEN DER POLIZEISCHEFF STECKE MIT DENEN UNTER EINER DECKE!!!
    was soll der misst? wenn ich als bloedmann der mit drogen nix zu tun hat gleich 5 clubs nennen kann wo das OFFENSICHTLICH ist, warum tut dann niemand was und legt den koelner sumpf trocken?

    alle feige oder was?
    drogen werdne in koeln sogar verherrlicht.
    so heisst es oft, dass schwule gerne gesehen sind als partygaeste, da sie als drogennehmer die party aufheitern.

    ICH SAGE: DIE SCHWULEN DROGENLEUTE FINANZIEREN DIE TALIBAN BAUERN IN AFGAHNISTAN. DAMIT WIRD DAS EINTRETEN FUER SCHWULEN RECHTE HINFAELLIG.
    es stimmt was ich sage. und wer aus koeln ist weiss ganz ganz genau was ich meine.
    euer Thomas mueller.
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#7 Mister_Jackpot
  • 12.05.2009, 13:06h
  • Tja den kann ich ihn nicht wählen, da er Schwulsein als "Privatsache" definiert. So nach dem Motto, dass er es zwar is, aber nur hinter verschlossener Tür. Da ich aus Köln komme unterstütze ich sowieso Rothers.....und die CDU denkt tatsächlich mit diesem Schritt schwule Kölner zu gewinnen?....bin nur mal gespannt ob der dann auch öffentlich auf dem CSD eine Rede halten würde und seine Partei dann auch angreifen würde....aber ich denke das sind Wunschträume...halt ein Alibi Kandidat, weil die Kölner CDU weiss, dass sie bei den Kommunalwahlen hier eh keine Chance mehr hat nach dem U Bahn Desaster...
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#8 SmartiSaar
  • 12.05.2009, 14:02h
  • Im ersten Moment mag man ja meine, "Oh die CDU will was ändern", bei genauerem hinsehen/lesen wird einem doch schnell klar das, dass alles nur Stimmen bringen soll nämlich die der Community.

    Die CDU denk wohl wenn sie in Köln einen schwulen Kandidaten aufstellen täuscht das über ihre Grundeinstellung hinweg.

    Zudem sollte man einen Kandidaten nicht wählen weil er vielleicht schwul ist sonder für die Politik die er macht. Eine Hete die sich für Homo-Rechte einsetzt ist mir da allemal lieber als ein Homo der das als einziges Aushängeschild zwecks Stimmenfang vor sich herträgt.
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#9 carolo
  • 12.05.2009, 14:49h
  • Um das ganze mal kurz in die realen Dimensionen zu rücken:

    Ein CDU-Kandidat hat in Köln nach dem ganzen Stadtarchiv-Debakel bei der nächsten OB-Wahl sowieso keine Chance und Rothers (SPD) ist so gut wie gewählt.

    Es ging für die Kölner CDU ergo nur darum, einen Kandidaten aufzustellen, der durch eine Wahlniederlage nicht allzu sehr beschädigt wird und anschließend anderswo weitermachen kann. Berlin ist weit weg und wird von der Kölner OB-Wahl nicht viel mitbekommen. Also steht Kurth dort - wenn Wowi die nächste Stimme im Senat davonläuft - als Finanzsenator einer künftigen Großen Koalition gleich wieder zur Verfügung.
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#10 gerdAnonym
  • 12.05.2009, 15:58h
  • @The Rising
    Die homopolitische Lobby wie beispielsweise der LSVD verfolgt nicht nur das Thema "Eheöffnung" und "Regenbogenfamilie", obgleich dies ein sehr wichtiges Thema ist. Es ist Mumpitz, was du da kritisierst. Genauso wird schon seit Jahren ständig Projekte gegen Homophobie abgefragt, die Reform des Transsexuellengesetzes angemahnt oder Artikel 3 GG Anpassung gefordert. Bitte informiere dich doch erstmal bevor du hier solchen Müll schreibst, dass die Homo-Lobby sich nur auf das Thema "Eheöffnung" beschränkt. Das ist einfach falsch !!!

    @X-Moon
    Deine Aussage, dass Peter Kurth nicht offen schwul lebt, ist schlichtweg falsch. Er lebt offen schwul und engagierte sich in verschiedenen sozialen Projekten. Solche Statements, wie du hier bringst, mag ich überhaupt nicht, wenn du dich nicht entsprechend über die jeweilige Person kundig gemacht hast.

    Im übrigen Du hast nicht zu definieren, wann ein Mensch als offen schwul gilt. Da könnte ich glatt kotzen bei solcher hochmütigen Arroganz Deienerseits: nochmals man/frau muss nicht mit Regenbogenflagge am Auto herumfahren und ist doch gleichwohl offen schwul. Man/Frau muss nicht jeden Tag einmal jemanden mitteilen, dass man/frau schwul/lesbisch ist. Es ist ausreichend für offen homosexuelles Leben, wenn es Freunde, Nachbarn und Familie wissen. Ich brauch es nicht jeden Tag in der Fussgängerzone demonstrativ signalisieren. Wenn ich Lust dazu habe, umarme ich meinen Mann und wenn ich keine Lust habe, dann lass ich es in der Fussgängerzone bleiben. Diese Überbetonung des Zurschaustelles der sexuellen Orientierung, die Du da forderst, nervt im Alltag. Und das schreibe ich hier als offen schwuler Mann.

    @ Samanti Saar
    "Ein heterosexuell Mensch, der sich offensiv für die homopolitischen Ziele einsetzt, ist besser als ein offen homosexueller Mensche, der dies nicht macht". Mit diesem Statement hast du zwar Recht, aber gleichwohl ist ein offen schwuler Bürgermeister bei konservativen Parteien ein Pluspunkt für die Gesamtgesellschaft, weil es dort jetzt zum politischen Alltag auch in Deutschland wird.

    Denn offen homosexuelle CDU-Bürgermeister/-politiker strafen gerade einige Protagonisten ("gilt auch hier im Forum") der Lüge, dass die CDU hasserfüllt gegenüber homosexuellen Menschen sei oder diese ausgrenzt. So stimmt dies halt in keinster Weise imJahre 2009 und Menschen wie Ole von Beust, Peter Kurth oder Karin Wolff beweisen dies mehr als deutlich. Sie werden innerhalb der CDU als Spizenkandidaten ernannt und von der CDU getragen.

    Also zeigt dies: reine Schwarz-Weiß Malerei im Bereich Homopolitik im Jahre 2009 ist falsch und spiegelt nicht die Realität wieder. Nur wer genau differenzieren kann, wo es noch hakt und wer da bestimmte Punkte blockiert, der ist homopolitisch glaubwürdig in Deutschland.
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