Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?10416

Das Deutsche Sportfernsehen strahlt am 19. Mai mit "Tabubruch" eine neue Dokumentation über Homosexualität im Fußball aus.

Bereits vor einem Jahr sorgte das DSF mit seiner Dokumentation "Das große Tabu" für Wirbel. Damals erklärte der Kölner Trainer Christoph Daum, dass Kinder vor Schwulen geschützt werden müssten (queer.de berichtete). Später relativierte Daum seine Aussage und entschuldigte sich beim schwul-lesbischen FC-Fanclub (queer.de berichtete).

Auch in der neuen Doku kommt der Domstadt-Coach wieder zu Wort. Hier bezeichnet Daum die Kritik an seiner Aussage "so, wie ich interpretiert worden bin" als "100 Prozent gerechtfertigt". Er habe aber nur sagen wollen, dass Kinder besonders geschützt werden müssten. Warum er das mit dem Thema Homosexualität in Verbindung brachte, kann der 55-Jährige allerdings nicht erklären. Er glaube aber, dass er "dieser Homosexuellenbewegung einen Riesendienst erwiesen" habe, da er das Thema in die Nachrichten gebracht habe.

Filmautor Aljoscha Pause hat die Problematik Homosexualität und Fußball nach "Das große Tabu" weitere 12 Monate beobachtet und mit der Kamera begleitet. Ein Jahr nach der ersten Dokumentation stellt er die Frage, ob sich in der Liga bereits etwas geändert hat. Schließlich gibt es weiterhin keinen einzigen offen schwulen Profi-Fußballer.

Pause interviewte dabei auch viele Aktive wie den Bayern-Stürmer Luca Toni: "Wenn ein Mitspieler schwul ist, ist das seine Privatsache. Er soll machen, was er will", erklärte der 31-Jährige. Allerdings gab es auch andere Stimmen: So sagte der ehemalige polnische Nationalspieler Zbigniew Boniek, dass es ihn anwidere, "über so etwas zu reden": "Mir gefällt das normale Leben. Ich bin für absolut normale Beziehungen zwischen Mann und Frau", meint der 53-Jährige. "Wer sagt denn, dass wir alles akzeptieren müssen?". (dk)

Die einstündige Dokumentation wird im DSF am Dienstag, 19. Mai 2009 um 20 Uhr ausgestrahlt (Wiederholung: Montag, 01. Juni um 19.15 Uhr).



Jetzt hat Christoph Daum die Schwulen lieb

Bei der Auslosung für das Benefiz-Fußballturnier "Come Together Cup" hat sich der Kölner Trainer Christoph Daum für das Coming-out von Profilfußballern ausgesprochen.
Daum entschuldigt sich bei schwulen Fans

Christoph Daum, Trainer des Fußball-Bundesligisten 1. FC Köln, hat sich von seinen homophoben Äußerungen distanziert und sich bei Mitgliedern des schwul-lesbischen Fanclubs entschuldigt.
Corny Littmann: Daum ist ein "Trainer-Arschloch"

Der offen schwule Chef des Zweitligisten FC St. Pauli bezeichnete den Kölner Trainer Christoph Daum in der WDR-Sendung west.art als "Arschloch".

22 Kommentare

#1 XDAAnonym
  • 13.05.2009, 16:58h
  • Und wer hat jetzt ""Es widert mich an, über so etwas zu reden" gesagt?!

    Zbigniew Boniek, steht im letzten Absatz. Red.
  • Antworten » | Direktlink »
#2 FinnAnonym
  • 13.05.2009, 17:02h
  • "So sagte der ehemalige polnische Nationalspieler Zbigniew Boniek, dass es ihn anwidere, "über so etwas zu reden""

    Gerade die Polen sollten doch bei ihrer Geschichte nicht so faschistisch sein!!
  • Antworten » | Direktlink »
#3 Krzyszek
  • 13.05.2009, 17:35h
  • Antwort auf #2 von Finn
  • Zbigniew Boniek ist sicher nur EIN Pole und nicht "die Polen". Bestimmt findest du auch in Deutschland genügend Leute, die so denken wie er. Und auch wir Deutschen haben ja eine Geschichte ...
  • Antworten » | Direktlink »
#4 The RisingAnonym
  • 13.05.2009, 17:43h
  • Antwort auf #2 von Finn
  • Nun ja, @Finn, und was ist mit der deutschen Geschichte? Hierzulande läuft ja exakt dasselbe perverse Spiel, dass sich zahlreiche Fußball-Profis mit Scheinfrauen und unfassbaren Lügenkonstrukten vor der Öffentlichkeit verstecken, weil in dieser kranken Gesellschaft eben nicht sein kann, was nicht sein darf! Die Vorgänge im Profi-Fußball, wie ich erst neulich wieder mit diesem Link
    www.tagesspiegel.de/sport/Fussball-Bundesliga-Homosexualitae
    t-Schwule-Fussballer-Eggeling;art133,2787591

    zu verdeutlichen versucht habe, sind unerträglich, Menschen verachtend und legen in drastischer Weise offen, wie krank diese Gesellschaft in Sachen Sexualität und sexueller Identität, Freiheit und Selbstbestimmung eigentlich ist! Daher gibt es aus meiner Sicht nur eine angemessene Lösung, nämlich ein möglichst baldiges kollektives Zwangsouting der betreffenden Spieler, am besten nicht nur in einem Land, sondern in ganz Europa! Damit wäre unsere Gesellschaft am nächsten Tag eine andere, denn es steht außer Frage, dass die aggressive Homophobie im Fußball ganz wesentlich zu den Problemen vieler junger homosexuell empfindender Männer in dieser Gesellschaft beiträgt!
  • Antworten » | Direktlink »
#5 RandyProfil
  • 13.05.2009, 19:34hFrankfurt/Main
  • Solange "schwule Sau" in den Stadien gerufen wird, solange wird sich niemand outen! In England werden Fans für homophobe Parolen aus Stadien abgeführt, es werden Bewährungsstrafen verhängt. Deutschland ist noch nicht so weit!
    Fussball prägt traditionell besonders stark ein bestimmtes Männlichkeitsbild - die sich ausdrückt in körperlicher Härte; die aber einem schwulen Fussballer abgesprochen wird.
    Schwule Spieler werden insbesondere von den Fans nicht als "richtige" Männer angesehen. Es ist ja bekannt, dass Profispieler, um nicht in den Verdacht zu geraten schwul zu sein, bei öffentlichen Auftritten ein Frau mitbringen. Aus den Profiligen in Italien ist bekannt, dass einige Vereine schwulen Spielern sogar Frauen für ihre Auftritte i.d. Öffentlichkeit vermitteln.
    Betroffene Spieler verstecken sich lieber. Das hat auch etwas mit Angst zu tun: Was passiert mir, wenn ich mich öffentlich zu meinem Schwulsein bekenne? Reagieren die Anhänger mit schwulenfeindlichen Schmährufen?
    Was ein Zwangsouting angeht, zitiere ich aus einem Interview von Stern tv Nov.2006 mit Rainer Holzschuh /Chefredakteur/Fussballmagazin "Rund":

    Frage: "Sie berichten in Ihrer Geschichte auch von einem Erpressungsversuch."
    Antwort: "...Von einem Berliner Buchautor haben wir erfahren, dass er zweimal aufgefordert wurde, einen Spieler zu outen, also ZWANGSOUTING vorzunehmen. Dafür hat er eine beträchtliche Summe geboten bekommen, da sich ein Boulevardmedium selbst nicht die Finger schmutzig machen wollte. Diese Sensationsgeilheit wollten wir nicht mimachen. Deswegen ist auch nicht zu raten, dass ein Spieler sich outet, solange sich der Fussball so schwulenfeindlich darstellt. Dem Spieler, der sich outet, würde wochenlang hinterher gestiegen werden, er hätte keine ruhige Minute mehr..."

    Fazit: Der deutsche Fussball-Bund ist gefordert. Es genügt eben nicht, dass in Statuten verankert wird, dass Lesben und Schwule nicht diskriminiert werden sollen - dadurch ändern sich die Verhältnisse nicht zwangsläufig zum Positiven. Auch bei den eigenen Funktionären ist mehr Aufklärungsarbeit vonnöten.
  • Antworten » | Direktlink »
#6 The RisingAnonym
  • 13.05.2009, 20:07h
  • Antwort auf #5 von Randy
  • Sorry, @Randy, aber deine Ausführungen lesen sich größtenteils als eine schlichte Kapitulation vor dem Status quo. Fußball ist eben so, und deshalb kann sich auch niemand outen. Und so hören wir das schon seit Jahren und Jahrzehnten, und ebenso werden wir es auch noch in 20 Jahren hören, denn ein Blick auf die nachkommende Generation macht deutlich, dass es dann alles andere als schwulenfreundlicher zugehen wird. Daher ist rasches Handeln gefordert, denn hier geht es um einen ganz entscheidenden Bereich, in dem es die überkommene, mittelalterliche und verlogene Hetero-Zwangsnorm und Schwulenfeindlichkeit ein für allemal aufzubrechen gilt! Allein mit Appellen an irgendwelche Funktionäre ist es nicht getan. Hier muss einfach die Wahrheit ans Tageslicht befördert werden, damit sie endlich ihre unvergleichliche Kraft entfalten kann - die normative Kraft des Faktischen! Und wie ich in meinem Beitrag sehr deutlich betont habe, sollte hier ein kollektives Outing möglichst aller betreffenden Spieler und am besten nicht nur in einem Land, sondern gleich in ganz Europa erfolgen! Höchte Zeit, mit einer Erstellung der betreffenden Listen zu beginnen, meine Damen und Herren Journalisten! Es wird ganz bestimmt nicht zu Ihrem Schaden sein, und es ist eines der größten Verdienste in Sachen Menschenrechte und sexueller Befreiung, die Sie dieser Gesellschaft erweisen könnten. Wenn die betroffenen schwulen Spieler, die Millionen verdienen und in ihrem privilegierten Elfenbeinturm sitzen, offenbar meinen, selbst keinerlei Einsatz für höhere Ideale nötig zu haben und ausschließlich ihren egoistisch-raffgierigen Motiven folgen zu können, dann ist es allerhöchste Zeit, dass diesem verlogenen Spiel ein Ende bereitet wird.
  • Antworten » | Direktlink »
#7 Emefer
  • 13.05.2009, 21:05h
  • Antwort auf #6 von The Rising
  • sollte hier ein kollektives Outing möglichst aller betreffenden Spieler und am besten nicht nur in einem Land, sondern gleich in ganz Europa erfolgen! Höchte Zeit, mit einer Erstellung der betreffenden Listen zu beginnen, meine Damen und Herren Journalisten! Es wird ganz bestimmt nicht zu Ihrem Schaden sein, und es ist eines der größten Verdienste in Sachen Menschenrechte und

    Weisst du wie sich dein hysterisches Geschreibsel manchmal liest ? Wie eine Ansprache von Honny vor der Wende.
    Es stimmt also doch,die neuen Faschisten nennen sich heute Antifaschisten.Welches Zeichen möchtest du denn, das die Spieler demnächst tragen,den rosa Winkel?
    Du redest von Menschenrechten? Dein Menschenrecht ist es, dich nicht zu outen aber es ständig von anderen zu fordern,gestehst es aber anderen nicht zu.HALT ENDLICH ZUM THEMA OUTEN DIE KLAPPE solange du so unsichtbar bist wie ich oder viele andere hier.Du gibst Dich hier als wenn das Forum dein persönliches Eigentum wäre.Beleidigst ständig andere,sie würden das nicht verstehen und das nicht sehen und sprichst auf diese Art ständig einem Großteil der Kommentatoren oder Leser hier Kompetenz in allem Möglichen ab.Ist dir schon mal aufgefallen dass du immer ALLES besser weisst und glaubst du wirklich das diese Annahme stimmt?Dein Reflexartiges kritisieren anderer Beiträge,selbst wenn du ihnen im ersten Satz noch recht gibst, nervt einfach.Du verbreitest bestimmt KEINE Hoffnung sondern bist der pessimistischste Schmierer den es hier zu lesen gibt.Wahrscheinlich kommst du hernach gleich mit der Verlagerung auf die persönliche Ebene.Bitte.Da kann man bei dir noch dazu lernen.
    Sorry, aber ich erlaube mir künftig deine Beiträge zu überlesen,selbst wenn ich in einigen Punkten durchaus deiner Meinung bin.
    aber soviel Fanatismus find ich einfach zum kotzen.
  • Antworten » | Direktlink »
#8 Ich aus Süd-SchleswigAnonym
  • 13.05.2009, 22:30h
  • Vlt. sollte (auch hier) endlich mal zwischen dem Profi-Zirkus und dem "normalen" Fußball unterschieden werden. Der "normale" Fußball ist zumindest im Norden der Republik in der deutlichen MEHRHEIT (nicht überall) weder rassistisch, noch homophob.
    Bin seit Jahren geoutet als Spieler/Schiedsrichter/Jugendbetreuer/Vorstandsmitglied und hatte nie Probleme (auch nicht mit "Ausländern").
    Ebenso ergeht es allen anderen geouteten im Norden die ich kenne. In meiner Heimatstadt freut sich die Fußballwelt auch schon auf die Hochzeit unseres SR-Ansetzers.... der hat seinen Mann fürs Leben gefunden.

    Der Fußball ist nicht allgemein zu verteufeln. Das Problem sind hauptsächlich die Fans im Profibereich und die Medien. Nicht der "normale" Fußballer. Auf die Fans kann auch der DfB wenig Einfluß nehmen. Fankontakt und Betreuung ist Aufgabe der Vereine. Die sind in der Pflicht.
  • Antworten » | Direktlink »
#9 AxelBerlinAnonym
#10 gatopardo
  • 13.05.2009, 22:52h
  • Antwort auf #8 von Ich aus Süd-Schleswig
  • Gut, dass hier mal einer vom Profi-Zirkus spricht, wo Kerle noch Kerle sein müssen und klare Linien zieht, die wir als nicht Interessierte am Fussball leicht übersehen. Schon möglich, dass es gerade der weniger homophobe deutsche Norden ist, der Schwule in dieser Sportart nicht diskriminiert. Überhaupt gehen Hafenstädte mit Homosexualität traditionell natürlicher um als so manche Regionen im Binnenland.
  • Antworten » | Direktlink »