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Ein Film so schön, wie die Bilder von Pierre & Gilles, so bezaubernd wie Shakespeares Sommernachtstraum und anrührend wie ein Gedicht von Arthur Rimbaud.

Von Carsten Weidemann

Regisseur Tom Gustafson gelang eine kleine Sensation – eine Perle des neuen Queer Cinema, die sowohl Zuschauer als auch Kritiker begeisterte und auf vielen Top 10 Listen der besten Independent Filme in den USA landete. Das schwule Musical besticht durch seinen bezaubernden Cast, seinen einzigartigen Soundtrack und eine charmante Leichtigkeit.

Die Story: Ausgerechnet in den hinreißenden Captain der Rugby-Mannschaft ist der schüchterne Einzelgänger Timothy verliebt. Sein Leben als unpopulärer Eigenbrötler, der sich in hinreißenden und perfekt choreographierten Musical Fantasien verliert, um der tristen Realität seiner engstirnigen Privatschule für Jungs zu entfliehen, ändert sich jedoch schlagartig, als er durch die Rolle des Puck im "Sommernachtstraum" des Schultheaters an einen magischen Trank kommt.

Durch ihn verlieben sich alle sofort in den ersten, den sie zu Gesicht bekommen, was den extrem konservativen und auch leicht homophoben Kleinstadt Mief auf höchst unterhaltende und originelle Weise komplett durcheinander wirbelt. Und wie schon bei Shakespeare, fehlt es nicht an wahnwitzigen Verwicklungen, großartiger Situationskomik und vor allem ungeahnten Liebeserklärungen!

Der Spiefilm basiert auf dem Kurzfilm "Fairies", der im Grunde dieselbe Geschichte erzählt. Gustavson war überrascht vom Erfolg dieser kleinen Story, die auf seinen eigenen Erfahrungen basiert, wie es war, als junger Schwuler in einer Kleinstadt aufzuwachsen. Gustavson berichtet: "Nachdem Fairies unglaublichen Zuspruch fand, machten wir uns sofort daran, daraus einen Musical Langfilm zu entwickeln. Der Sommernachtstraum eignete sich auf besondere Weise für diese Entwicklung. Zusätzlich zum Original verwendeten wir auch neuen Text für die Lieder."

Es war eine enorme Herausforderung, den Film finanziert zu bekommen. "Wir traten an namhafte Schauspieler und viele Produktionsfirmen heran, doch immer wieder wurde klar – der Film würde mit einem sehr geringen Budget auskommen müssen, er war einigen einfach ‚zu schwul‘. Als ob wir mit einem Drehbuch voller ‚Dark Rooms‘ oder öffentlichem Toilettensex daherkommen würden. Natürlich ist das Unsinn." Herausgekommen ist eine wunderschöne Liebesgeschichte voller Emotion und Musik.

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