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  • 15. Mai 2009
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Verteidigungsminister José Bayardi hat bestätigt, dass sein Land das Verbot von Homosexuellen in den Streitkräften abschaffen wird.

Dieses Verbot war 1973 nach einem Militärcoup eingeführt worden. Auch nach der Wiedereinführung der Demokratie 1985 blieb es bestehen. Das Gesetz besagt, dass Menschen mit "offenen sexuellen Abweichungen" nicht in den Streitkräften willkommen seien.

Die Aufhebung muss noch von Präsident Tabaré Vázquez abgesegnet werden. Seine Zustimmung gilt als sicher. Der Sozialist hatte 2007 ein Gesetz zur Einführung von Eingetragenen Partnerschaften unterschrieben (queer.de berichtete). Uruguay war damit der erste – und bislang einzige – Staat Lateinamerikas, der landesweit Verpartnerungen anerkannte.

Ein ausdrückliches Verbot von Schwulen und Lesben im Miltär gibt es auf dem amerikanischen Kontinent noch in Brasilien, Kuba und Venezuela. Die USA erlauben nur Homosexuellen zu dienen, wenn diese ihre sexuelle Orientierung geheim halten. Präsident Barack Obama hatte zwar im Wahlkampf versprochen, diese "Don’t ask, don’t tell"-Regelung aufzuheben, allerdings ruderte seine Regierung in den letzten Wochen zurück (queer.de berichtete). (dk)