Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?10429

Ein Schwuler wurde in der Türkei nach zwei Monaten Tätigkeit als Fußball-Schiedsrichter vom Profiverband gesperrt, weil er keinen Militärdienst geleistet habe – in Wirklichkeit wurde der Referee aber nur wegen seiner Homosexualität gefeuert.

Das berichtet die Tageszeitung "Hürriyet". "Ich will meine Rechte zurück", schrieb er der 33-Jährige in einem offenen Brief an den türkischen Fußballverband. Die Satzung des Verbandes besagt zwar, dass niemand Schiedsrichter sein darf, der aus gesundheitlichen Gründen keinen Wehrdienst geleistet hat. Tatsächlich stuft die Armee aber Homo- und Bisexualität generell als "psychische Störung" ein und verweigert damit allen Schwulen, deren sexuelle Orientierung bekannt wird, den Dienst an der Waffe.

Der 33-jährige Schiedsrichter erklärte, dass der einzige Grund seiner Ausmusterung seine Homosexualität gewesen sei. Diese hatte er von Anfang an bei der Musterung offen zugegeben, was auch in seiner Personalakte vermerkt wurde. Der Fußballverband will den Fall nun prüfen. Ein Funktionär nannte die Sachlage "kompliziert".

In der Türkei ist Homosexualität zwar legal, aber in der konservativen Gesellschaft ein Tabuthema. Moralgesetze werden in Einzelfällen gegen Schwule und Lesben angewandt, allerdings hat sich die Lage im Rahmen der EU-Beitrittsverhandlungen in den letzten Jahren verbessert. Dennoch versucht unlängst der Gouverneur von Istanbul, die größte Homo-Gruppe des Landes zu verbieten. Er scheiterte aber Ende April vor dem Bezirksgericht (queer.de berichtete). Wegen der anhaltenden Homo-Diskriminierung erklärte die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch im vergangenen Jahr, das Land sei noch nicht EU-reif (queer.de berichtete). (dk)



10 Kommentare

#1 FloAnonym
  • 15.05.2009, 17:22h
  • Ein weiterer trauriger Beleg dafür, wie homophob dieses Land ist und wie weit es noch von EU-Normen entfernt ist.

    (Gut, dass sind Polen und die baltischen Staaten auch, aber das heißt ja nicht, dass man dieselben Fehler nochmal machen soll! Zumal dann die Homohasser endgültig genug Einfluss in der EU hätten.)
  • Antworten » | Direktlink »
#2 F-LineAnonym
#3 Julek89
  • 15.05.2009, 19:13h
  • Mein Gott, immer dieses ja die Balten und Polen sind homophob...so schlimm ist es da nicht! Sicher schwieriger als hier, aber naja in Deutschland gibt es auch genug Leute die was gegen Homos haben..naja aber wem sag ich das...dieses BLAAA von wegen die sind da ja alle homophob kommt eh von Leuten die noch nie da waren xD
  • Antworten » | Direktlink »
#4 SucukAnonym
  • 15.05.2009, 20:03h
  • vor jahren ging das so:

    www.connection-ev.de/z.php?ID=172

    wunderbar

    offener brief

    tatort fußballplatz

    1000 punkte !

    da weitermachen

    was meinen deutsche organisationen aus diesem
    milieu ? gibt es türkei-kontakte ?

    daum:
    jungs, das könnt ihr machen, alles ein irrtum !
  • Antworten » | Direktlink »
#5 AxelBerlinAnonym
  • 16.05.2009, 00:06h
  • nicht mal als kanonenfutter taugen wir.
    so kann man wenigstens als psychisch kranker den krieg überleben.
    ümir bit du krank? mut du allah gehen.
  • Antworten » | Direktlink »
#6 In der Mitte der Gesellschaft...Anonym
#7 AxelBerlinAnonym
  • 16.05.2009, 01:23h
  • Antwort auf #6 von In der Mitte der Gesellschaft...
  • aus der studie seite 86

    Im traditionellen Segment, das heißt in den Milieus der „Konservativen“, „Traditionsverwurzelten“ und „DDR-Nostalgischen“, wird Homosexualität immer noch als „anrüchig“ wahrgenommen. Aufschlussreich sind die in diesen Milieus spontan zum Thema produzierten Assoziationen, die – ohne dass entsprechende Vorgaben gemacht wurden – um Pädophilie und Prosti-tution kreisen („Pädophile – das ist abartig, die gehören weg“; „Kinderpros-titution ist zum Kotzen“). Die meisten Angehörigen dieser Milieus fühlen sich durch offen praktizier-tes homosexuelles Verhalten (insbesondere von Männern) ebenso provoziert wie von Schwulen-und Lesben-Paraden, z. B. beim Christopher-Street-Day („Schwulen-Karneval“) oder anderen Auftritten dieser Gruppen in der Öf-fentlichkeit („Da wird geküsst und gemacht, das ist doch widerlich“; „Solan-ge die’s untereinander tun, sollen sie machen, was sie wollen, aber nicht in der Öffentlichkeit!“). Auch gegenüber Prominenten, die sich geoutet haben (genannt werden Fernsehmoderatoren und Politiker), bestehen in diesen Mi-lieus starke Vorbehalte – während die „W-Fraktion“ (Wowereit, Westerwelle, Will) in anderen Milieus wegen ihres Muts bewundert wird.

    ich habe diesen Abschnitte nicht wegen der "ehemaligen ddr-bürger" kopiert, sondern vielmehr wegen der lauten klientel der linken in diesem forum.
    es geht mir auch nicht darum, wessis oder ossis zu brandmarken, sondern aufzuzeigen, welche partei doch bitte bei ihrer eigenen klientel beginnen soll, toleranz zu predigen, bevor sie dies für andere wählerschichten tut.
    das es auch bei den linken eine konservative gibt, die an prüderie der bürgerlichen nicht nachsteht, war mir immer bewusst.

    www.antidiskriminierungsstelle.de/bmfsfj/generator/ADS/root,
    did=121488.html
  • Antworten » | Direktlink »
#8 FloAnonym
  • 16.05.2009, 12:20h
  • Antwort auf #3 von Julek89
  • @Julek89:

    Sicher gibt es auch hier Homohasser. Aber dass (wie in Polen und den baltischen Staaten) Demos, Paraden, etc. verboten werden (und noch viel mehr) ist hierzulande nicht der Fall. Das fordert hier noch nicht mal die extrem homophobe CDU/CSU...

    Fakt ist: Polen und die baltischen Staaten haben eine ganz andere "Qualität" an Homophobie als andere europäische Staaten und bei Merkels Kompromiss wurden ja einige schwulenfreundliche Dinge gerade auf Drängen Polens ausgenommen (queer.de berichtete).
  • Antworten » | Direktlink »
#9 winterswijkAnonym
#10 gaybocholtEhemaliges Profil
  • 17.05.2009, 07:52h
  • Antwort auf #8 von Flo
  • "....Das fordert hier noch nicht mal die extrem homophobe CDU/CSU..."

    Mit derlei Äußerungen wäre ich vorsichtig. Ich möchte nur daran erinnern, das diese HerrenDamen Mitte der Achtziger Internierungslager für schwule forderten.

    Jetzt sind sie mit, von Laien regiert, gerade dabei die nächste Sau durchs Dorf zu jagen.

    www.gigi-online.de/cover61.jpg
  • Antworten » | Direktlink »