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Ein Kunst-Schwanz kann nicht nur einsame schwule Singles glücklich machen, sondern auch das Sexleben von Paaren bereichern. Tipps für das Spiel mit dem kleinen Freund aus Gummi, Silikon, Latex, Holz oder Metall.

Von Christian Scheuß

Warum soll ich mir einen künstlichen Schwanzersatz in den Hintern stecken, ich nehme nur das Original! Denkst du so? Tja, und was tust du, wenn gerade kein echter Dödel in Reichweite ist? Oder dein Lover zwar niedlich, aber dessen Pullermann so niedlich klein ist, dass er nicht so ganz deine geheimen sexuellen Fickfantasien bedienen kann? Dildos sind prima, weil sie immer wollen, wenn du willst, sie sind immer und ausdauernd standhaft und sie können so dick sein, dass du denkst, du hast gerade eine Begegnung mit einem Elefanten.

Es ist wirklich so: Wenn du dich in einem Sexshop – online oder real – umschaust, du wirst dort von Dildos in der Regel erschlagen. So viele unterschiedliche Marken, Formen, Farben und Größen. Die Auswahl ist riesig.

Dildos sind so unterschiedlich wie Männerschwänze: Es gibt kleine, sehr weiche Teile, die nur entfernt an einen Penis erinnern, Prachtpimmel, die angeblich nach dem Gipsabdruck des Originals eines Porno-Stars geformt wurden und riesige, 30 oder 40 Zentimeter lange Extrem-Kolben. Auf manches gute Stück haben Kolonnen von Näherinnen dann auch noch die korrekte Behaarung draufgepflanzt. Wenn Du es optisch sehr lebensecht magst, findest Du auch schon bei den Mini-Formaten ziemlich realitätsnahe Produkte. Es gilt die Regel: Je "authentischer", umso teurer der Dildo.

Die richtige Materialwahl kann entscheidend sein. Es gibt Teile aus Gummi, aus Silikon, aus Latex. Auf Latex reagieren manche Leute allergisch - und das nicht im übertragenen Sinne, sondern körperlich. Also: Vorsicht! Gummi-Dildos verbreiten zumeist unermüdlich ihren typischen Geruch - und das trotz wiederholter Waschungen mit warmen Wasser und Seife. Silikon-Dildos sind nicht ganz billig, dafür aber geruchsfrei.

Fang bescheiden an, wenn du in die Welt der Dildos eintauchst. Zunächst soll sich dein Loch im Hintern erst einmal an das Kunst-Stück gewöhnen. Wenn du deinem Arsch gleich mit einem Monster-Knüppel kommst, wird er vielleicht bockig wie ein Pferd vor dem Hindernis. Der Spaß ist weg. Die "Wunderkerze" sollte für den Anfang nicht länger als zehn Zentimeter sein. Achte aber darauf, dass der Dildo nicht zu dünn ist. Das richtige Feeling kommt erst ab einem bestimmten Durchmesser. Denk beim Kauf des kleinen Freundes im Sexshop auch an Gleitmittel.

Nimm dir zu Hause für den ersten Dildoeinsatz viel Zeit. Das Ereignis kannst du richtig zelebrieren: Hol dir einen großen Spiegel, mach's dir bequem, so, dass du gut an deinen Arsch kommst, spiel mit dem Gleitgel, schmier dich und den Dildo ein, lass deine Finger um die Rosette kreisen, weite mit ihnen deinen Schließmuskel und probier es dann mal ganz langsam.

Auch wenn ein Dildo nicht abspritzen kann, kannst du ihm ein Kondom überziehen (geht natürlich nur bis zu einer gewissen Größe). Es ist hygienischer, und du musst das Teil später nicht so lange schrubben. Außerdem ist es ratsam Kondome zu benutzen, wenn ein Partner beim Sex hinzukommt. Ansonsten sollte jeder, um Infektionen zu vermeiden, seinen eigenen Kunstschwanz haben. Oder: sein eigenes Ende. Denn wie bei anderen Sexspielzeugen hat sich die Menschheit auch hier einiges einfallen lassen. Der Doppel-Dildo sieht aus wie eine große Wurst und hat an beiden Enden eine ausgeformte Eichel. Naturgemäß benutzen ihn Lesben häufiger, aber er macht auch bei schwulem Sex Spaß.

Wie der Dildo auch aussieht, er sollte grundsätzlich nicht zu hart sein. Er muss sich ja ein bisschen der Darmform anpassen können. Wenn nicht, kann es zu Verletzungen kommen, besonders, wenn das Teil lang ist und weit in den Darm hineingeht. Auch hier ist das Sortiment - nach Härte gestaffelt - unendlich. Manche Dildos ("Jellies") sind fast so glibberig wie Wackelpudding. Kauf nach Möglichkeit einen Kunstpimmel, der am hinteren Ende verdickt ist (entweder durch einen angedeuteten Hodensack oder wie bei den "butt plugs" durch eine Endplatte). Manchmal (selten, aber trotzdem) passiert es nämlich, dass ein Dildo in den Darm flutscht. Du kriegst einen Riesenschreck und weißt nicht, wie Du an das Teil wieder ran kommen sollst.

Schwule Medizinratgeber sagen: Bleib in der Position, die Du beim Einführen hattest. Dann abwarten. Die Eigenbewegung der Darmmuskulatur lässt das Ding meistens wieder rauskommen. Wenn es allerdings weh tut oder Blut austritt, ist der Arzt oder das Krankenhaus die erste und sofortige Adresse!

Wenn Du nachher duschst, gib dem Dildo auch Wasser und Seife. Mach ihn gründlich sauber. Immerhin steckte er in deinem Darm.



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17 Kommentare

#1 hildaAnonym
#2 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 18.05.2009, 17:00h
  • Ein Sexspielzeug, das in keinem guten schwulen bzw. lesbischen Haushalt fehlen darf! IN doppelter Ausführung für jeden ein Genuß!
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#3 HannibalEhemaliges Profil
  • 18.05.2009, 17:46h
  • Antwort auf #2 von FoXXXyness
  • Hab gehört, das solche Dinger in ähnlicher Ausführung an Männern dran hängen sollen.
    Warum soll ich dann einen aus Plastik nehmen, wenn ich einen "echten" haben kann?
    Oppps! Ich hab ja auch einen! Und mein Kerl auch! Donnerlüttchen! Wozu also Dildos?
  • Antworten » | Direktlink »
#4 stromboliProfil
#5 stromboliProfil
  • 18.05.2009, 18:08hberlin
  • Antwort auf #2 von FoXXXyness
  • na ja, hinten rein ist ja ok. Aber wo zu vorne sich die geschmacksnerven ruinieren, wenns im orginal besser schmeckt...! Oder wolltest du den doppelten rittberger vorschlagen... beide vereint untergebracht?? Wäre eine nachdenkenswerte überlegung für FF liebhaber
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#6 klein hänschen sucht seinen hansAnonym
#7 Liedel
  • 18.05.2009, 19:31h
  • Interessanter Artikel! Endlich wird der Dildo enttabuisiert! Wäre schön, wenn demnächst auch mal über "schwule" /männliche Gummipuppen berichtet würde! Ich finde es schade, dass das immer noch ein tabuisierter bzw. zu Unrecht verhöhnter Bereich ist...
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#8 Hellseher19x6Anonym
#9 Reinemachefrau aus PolenAnonym
#10 HannibalEhemaliges Profil