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  • 18. Mai 2009, noch kein Kommentar

Das Debüt-Album "Einfach, Zweifach" des 1Live-Plattenbosses Tony Mono alias peter maria

Von Carsten Weidemann

Radiohörer kennen peter maria: Für die WDR-Jugendwelle 1Live lässt er als zwielichtiger Plattenboss Tony Mono die Pop-Elite parodistisch antreten. Aber peter maria besitzt auch eine eigene, unverwechselbare Stimme. Zu hören auf seinem Debütalbum "Einfach, Zweifach". Schöne, ernste, leichte Popsongs. Mindestens so hitverdächtig wie Tony Monos prominente Vorlagen – doch eben auch zu Herzen gehend. War man früher schon froh, wenn man deutsche Texte "unpeinlich" nennen konnte, kann man sich bei peter maria nur wundern, wie präzise, anrührend und mitsingbar man über Zwei- und Einsamkeit im Popsongformat schreiben kann.

Mitgeholfen haben alte Freunde und neue Mitstreiter: Jochen Eickenberg von N.o.h.a., der den elektronischeren Sound der Platte mitgestaltete, Wolfgang Proppe von erdmöbel, der einen schönen Remix beisteuerte. Zwei Duett-Partnerinnen gibt es auch: Mit der ungarisch-deutschen Sängerin Anikó singt peter maria im Titelsong das hohe Lied der Romantik. Mit Sam Leigh-Brown, die viele noch als Stimme des Frank-Popp-Ensemble-Hits "Hip Teens" im Ohr haben dürften, hält er dagegen einen Abgesang auf eine Beziehung in der gar nichts funktioniert, nur der Sex.

Auf "Einfach, Zweifach" funktioniert dafür alles: Elektro-Pop und Gitarrenballade, surreale Kurzgeschichte und einfaches Liebesbekenntnis, zackige Streicher und große Refrains. Lieder, die – bei aller Radiofreundlichkeit – den Hörer auch dazu einladen, für eine längere Zeit in ihnen zu wohnen, ihre Türen, Fenster und dunklen Ecken zu erkunden. Ein Album, das viel verspricht, einiges wagt und alles hält.

Youtube | peter maria live in Köln