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Michael Steele, Vorsitzender der US-Republikaner, hat bei einer Parteiveranstaltung in Georgia erklärt, dass gleichgeschlechtliche Ehen mittelständischen Unternehmen schadeten.

Er beschrieb dabei ein Gespräch mit einer Studentin, die sich als fiskalisch konservativ, aber in gesellschaftlichen Fragen – insbesondere bei der Homo-Ehe – als links bezeichnete. Diesem Politikansatz wollte er entgegentreten: "Jetzt plötzlich gibt es jemanden, der zuvor kein Ehepartner war und für den der Arbeitgeber keine Verantwortung übernehmen musste, und jetzt muss er ihn als Ehepartner anerkennen und trägt finanzielle Verantwortung für ihn", erklärte Steele. Er wies damit vor allem auf Sonderleistungen von Arbeitgebern wie der Krankenversicherung hin, bei der Ehepartner mitversichert werden müssen - der Arbeitgeber müsse sich dann folgenden Problemen stellen: "Wie bezahle ich dafür? Wer zahlt dafür? So jemand kostet mich Geld", so Steele.

Steele erklärte, er wolle das konservative Gedankengut in der notleidenden Partei retten. Im November 2008 hatten die Republikaner sowohl Repräsentantenhaus und Senat als auch die Präsidentschaft an die Demokraten verloren. Die Zentralelemente des Konservatismus – inklusive der Ablehnung von "Sonderrechten" für Homosexuelle – müssten aufrechterhalten werden.

Warum die Nachteile für Arbeitgeber bei der verschiedengeschlechtlichen Ehe als weniger dramatisch angesehen werden, erklärte Steele nicht. Das brachte ihm den Spott vieler Blogger ein: "Republikaner sind für Abschaffung der Ehe", titelte etwa "Joho". (dk)



10 Kommentare

#1 alexander
  • 18.05.2009, 18:49h
  • der mister steele bringt es endlich mal auf den punkt :
    die "zentralelemente des konservatismus" sind menschenverachtend und asozial !!!

    welche sonderrechte sollen den homosexuellen nicht zugestanden werden ???
    bislang geniesst doch wohl die "heteroehe" sonderrechte, mit oder ohne kind !

    das bunte abziehbild der reps passt mit seinem hirnlosen geschwafel gut in diese partei, der täte gut daran ,mal darüber nachzudenken wo er eigentlich herkommt. vor 40 jahren hätte keiner seiner parteifreunde die gleiche toilette mit ihm benutzt !
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#2 stromboliProfil
  • 18.05.2009, 19:44hberlin
  • Antwort auf #1 von alexander
  • sicher, da hast du recht! Aber mehr noch entlarft er sich in der "ökonomischen argumentation" und beweist ungewollt wie wechselhaft diese "moral " sein kann, dient sie den interessen des kapitals: "Jetzt plötzlich gibt es jemanden, der zuvor kein Ehepartner war und für den der Arbeitgeber keine Verantwortung übernehmen musste, und jetzt muss er ihn als Ehepartner anerkennen und trägt finanzielle Verantwortung für ihn", erklärte Steele. Er wies damit vor allem auf Sonderleistungen von Arbeitgebern wie der Krankenversicherung hin, bei der Ehepartner mitversichert werden müssen - der Arbeitgeber müsse sich dann folgenden Problemen stellen: "Wie bezahle ich dafür? Wer zahlt dafür? So jemand kostet mich Geld", so Steele.
    die nachteile für den arbeitgeber, resultierend aus den hetenzusatzzahlungen, wird im großen und ganzen als abbuchbar verrechnet. Aber der witz ist genial : Republikaner sind für Abschaffung der Ehe", titelte etwa "Joho".
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#3 xyAnonym
  • 18.05.2009, 20:59h
  • Mr. Steele hat vergessen zu erwähnen, daß Homo-Ehen auch Erdbeben verursachen, Sintfluten und die Invasion Außerirdischer.

    In seinem Sinne möchte ich dafür beten, daß die US-Republikaner nicht nur in ihrer rechten (Schmoll-) Ecke bleiben, sondern sich möglichst ganz dort verkriechen und alles, was nicht stramm konservativ ist (und sich auf dem intellektuellen Niveau der bei den Reps so geliebten Sarah Palin bewegt), aus ihrer Partei ekeln - dies wäre der sicherste Garant dafür, daß sie die nächsten zehn, zwanzig Jahre keine große Rolle in der US-Politik spielen.
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#4 SmartiSaar
  • 18.05.2009, 21:45h
  • Schon komisch das manche Menschen nicht merken was für einen Schwachsinn sie von sich geben.
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#5 schwarzwaldbub
  • 18.05.2009, 23:07h
  • Meiner Meinung nach gibt es – nicht nur in Deutschland - zwei Möglichkeiten für die Überwindung der Apartheid im Recht:

    1. Abschaffung der Ehe und gleichzeitige Förderung von Haushalten mit Kindern. Wieso sollten Paare nur aufgrund ihrer sexuellen Orientierung, die womöglich kinderlos sind, gefördert werden.
    2. Alternativ: Öffnung der Ehe auch für Schwule und Lesben und komplette Gleichstellung mit den Heten.

    Religiöse Überzeigungen sind nur im demokratischen Meinungsbildungsprozess zu berücksichtigen. Schwule oder lesbische Eltern können das genauso gut wie Heten.

    Wenn das durchgesetzt ist, bleibt immer noch das Problem der Homophobie.

    Tretet aus den Kirchen aus! Potenziell homophoben Organisationen könnt Ihr damit sehr großen Schaden bereiten!
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#6 Chris in NeuenglandAnonym
#7 FloAnonym
  • 19.05.2009, 18:03h
  • Eine weitere krude Theorie aus dem konservativen Absurdistan, die jeder faktischen und logischen Grundlage entbehrt...
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#8 jochenProfil
  • 19.05.2009, 19:18hmünchen
  • ein weiteres argument gegen die homo-ehe ist, dass sie sich offensichtlich bei einigen heterosexuell veranlagten menschen negativ auf die leistungsfunktion des gehirns auswirkt.

    wer also kann das verantworten?

    die wissenschaft ist schon dabei zu erforschen, ob eine genetisch bedingte veranlagung dieser geistigen disfunktion bei einigen heterosexuellen ( "normal "oder "straight" wie sie sich selber nennen und einschätzen) vorliegen kann.
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#9 stromboliProfil
#10 FerkelProfil
  • 19.05.2009, 22:58hCawl
  • Steele erklärte, er wolle das konservative Gedankengut in der notleidenden Partei retten.

    Also diese Art konservatives Dummgeschwätz sollte man begrüßen und fördern.
    Je mehr man ihnen in ihren dummen Äusserungen zuredet umso steigerungsfähiger werden sie.Damit auch dem letzten konservativen Wähler klar wird
    welchen geistigen Schrott er manchmal untersützt,sind manche absurden Äusserungen gar nicht mal so schlecht.Es entlarvt wenn sie vom eigenen,ungebremsten Gedankenschwung mitgerissen auf die Schnauze fallen
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