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Am Sonntag gingen zehntausende New Yorker auf die Straße, um für oder gegen die Öffnung der Ehe zu demonstrieren.

Gouverneur David Paterson und Bürgermeister Michael Bloomberg haben sich bei der ersten Demo am Nachmittag vor tausenden Menschen für die Ehe-Gleichstellung ausgesprochen. Kurze Zeit später demonstrierten geschätzte 7.000 Menschen vor dem Innenstadtbüro von Gouverneur Paterson gegen das Eherecht für Schwule und Lesben. Diese Demonstration wurde von hispanischen Pfarrern organisiert.

Auf der Gegendemo sprach auch der demokratische Senator Ruben Diaz, der als erbittertster Gegner der Homo-Ehe in seiner Partei gilt: "Wir sind hier, um dem Gouverneur zu sagen: Schauen Sie sich diese Leute an. Diese Leute sagen, dass sie nicht an die Ehe zwischen einem Mann und einem Mann oder einer Frau und einer Frau glauben", so Diaz, der hauptberuflich Pfarrer der Pfingstbewegung ist.

Sein Parteifreund Paterson sieht die Homo-Ehe jedoch als Bürgerrecht an: "Mein Name ist David Paterson und ich bin hierher gekommen, weil ich nach Gerechtigkeit suche", sagte er bei der Pro-Ehe-Demo vor einer jubelnden Menge. Bei dieser Veranstaltung waren auch mehrere Fernseh- und Kinostars anwesend, wie etwa Cynthia Nixon von "Sex and the City". Sie erklärte, dass sie sich mit ihrer Partnerin Christine Marinoni verlobt hat.

Das New Yorker Repräsentantenhaus hat mit 89 gegen 52 Stimmen der Öffnung der Ehe für Schwule und Lesben zugestimmt (queer.de berichtete). Allerdings ist unsicher, ob im Senat eine Mehrheit erreicht werden kann. Zwar verfügen hier die Demokraten über 32 Sitze, die Republikaner nur über 30. Mehrere Demokraten - unter ihnen Diaz - stehen der Homo-Ehe aber aus religiösen Gründen skeptisch gegenüber, während es bei den Republikanern noch keine Fürsprecher für die Ehe-Gleichheit gibt. (dk)

Youtube | Zusammenschnitt der Kundgebung, u.a. mit "Hair," Audra McDonald, Cynthia Nixon, Cheyenne Jackson, Michael Bloomberg und David Patterson.


53 Kommentare

#1 Chris in NeuenglandAnonym
  • 18.05.2009, 21:37h
  • Der sogenannte Demokrat Rubén Díaz soll aus der Partei ausgeschlossen werden.

    Aber Cheyenne Jackson, was für ein süsser Typ.
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#2 gerdAnonym
  • 18.05.2009, 22:55h
  • Ruben Diaz ist kein Demokrat. Seine Überzeugungen sind in vielen kontroversen Gesellschaftssthemen anders als bei den Demokraten. Sie sollten Ihn rausschmeissen.
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#3 schwarzwaldbub
  • 18.05.2009, 23:28h
  • Schwule Männer sollten sich immer daran erinnern, welche unrühmliche Rolle – mit wenigen Ausnahmen - die Religionsgemeinschaften bei der Überwindung sexueller Apartheid gespielt haben.

    Zu nennen: Die römisch-katholische Kirche, die orthodoxen Kirchen, fast alle protestantischen Kirchen aus lutherischer, calvinistischer oder anglikanischer Tradition. Das Judentum und der Islam. Die Liste lässt sich fast endlos weiter führen ...

    Ihre Haltung zur Liebe zwischen Menschen ist widerwärtig und verdammenswürdig. Kaum können sie Wahrheit beanspruchen, unsere Erfahrung spricht dagegen!

    Tretet aus diesen „Gemeinschaften“ aus, in denen Ihr nicht willkommen seid!
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#4 TimmAnonym
  • 19.05.2009, 00:36h
  • @schwarzwaldbub
    In der Form der Undifferenziertheit bezüglich der Kirchen ist dein Beitrag nichts wert. Du vermischt alle Kirchen und hast damit gezeigt, wie wenig Ahnung du von dieser Materie hast.

    Lerne erst einmal zu begreifen, welche Kirchen ethisch und theologisch homosexuelle Paare akzeptiert haben. Das ist mittlerweile bei vielen christlichen KIrchen der Fall. Ich verrate jetzt mal nicht, welche Kirchen dies sind, dass wurde bereits oft genug hier auf Queer dargestellt.

    Soviel religiöse Dummheit zeigt, dass es Dir hier nur um undifferenziertes Kirchen-Bashing geht.
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#5 stromboliProfil
  • 19.05.2009, 01:24hberlin
  • spannend doch, wie minderheiten , minderheiten bashen, ihnen den anspruch auf gleichheit , entsprechend den eigenen forderungen nach anpassung und gleichheit entziehen!
    Schauen wir auf unser verhältnis zur migrationswelt, die uns umgibt ( auch dies ein gefühltes sein...) dann können wir nicht mal besonders sauer sein, produzieren wir doch mittlerweile ähnliche artefakte unsereren "minderheiten" gegeüber.
    Die tatsache, dass schwarze, bis auf eine kurze zeit unter Martin l. King nicht(!) gegen juden waren, sondern mit ihnen einen zeitlich beschränkten pakt ein gingen, die tatsache das schwule einwandernde emigranten in den siebzigern solidarisch untersützen konnten .weil diese ebenso schwule unterstützten, ist mittlerweile nur noch eine historische randnotiz!
    Und in kalifornien... selbses spiel, selbe minderheit!
    Die frage ist doch: was für schlüsse könne wir draus ziehen; was hat das grundsätzlich für auswirkungen auf uns. Wo muß unser ansatz zur zusammenarbeit mit den anderen randgruppen ( und wir sind RANDGRUPPE!, auch wenns nicht ins eigene bild passt!) neu definiert werden, was müssen wir ändern in unserer argumentation?!
    Wenn amerika, die szene 5- 10 jahre vorweg nimmt, bevor sie in europa,deutschland wirkt; dann , leute zieht euch warm an hier!
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#6 gerdAnonym
  • 19.05.2009, 10:38h
  • @stromboli
    Erstens hat die These nie gestimmt, dass die USA die Verhältnisse wiederspiegelt, die dann einige Jahre später in Westeuropa sich auch zeigen. Das ist vollkommener Schwachsinn und wurde bereits von vielen Soziologen widerlegt. Das ist eine reine Medienente, die immer wieder gerne gebracht wird. Die Verhältnisse in den USA mit der Sklavereigeschichte in den Südstaaten und der daraus entsprigenden Hautfarbendiskriminierung sind bei uns nie Thema in der Bundesrepublik Deutschland gewesen, da wir eine ganz andere Geschichte und Bevölkerungszusammensetzung haben. Des Weiteren hat Deutschland eine viel kleinere Fläche als die USA, ein anderes Rechtssystem, ein anderes politisches System, usw.

    Wenn überhaupt dann lohnt für uns ein Blick in benachbarte Länder wie Niederlande, Dänemark, Schweden oder Frankreich, um im Vergleich erkennen zu können, was auch dort abläuft, geschieht in ähnlicher Weise bei uns; insbesondere da die Europäische Union uns eng aneinanderschweißt.

    Wer als wissen will, wie es bei uns weitergeht, der sollte sich die Benelux-Staaten oder Skandinavien genauer anschauen und nicht die USA.
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#7 B.LauerAnonym
  • 19.05.2009, 13:29h
  • Antwort auf #3 von schwarzwaldbub
  • Das archaische Männerbild (Ernährer, Krieger) soll für Krisenzeiten reaktivierbar und nutzbar bleiben, bei allen.

    Bisher geheime Dias, mit denen Donald Rumsfeld ab 17. März 2003 (Überfall und Zertrümmerung des Irak ab 19. März 2003) seinen Präsidenten George W. Bush versorgte: mit Bildern der US-Streitkräfte unter Bibelsprüchen.

    Jetzt bei GQ, US Herrenmagazin

    men.style.com/gq/features/topsecret
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#8 wespeAnonym
#9 stromboliProfil
  • 19.05.2009, 14:54hberlin
  • Antwort auf #6 von gerd
  • es gibt seit der erfindung des fliesbandes einen regen austausch geschäftlichen gebarens der sehr wohl von amerikanismen geprägt ist. Und es gibt die popkultur, die seit erfindung des laufenden bildes von amerika den rest der medialen welt überschwemmt!
    Sicher: die zusammenhänge der rassendiskriminierung sind nicht die der homophobie, selbst der antisemitismus hat wurzeln, die zwar gleich denen der sklaverei in der bibel fundieren ( .. das volk ham den andern zu dienen ...schau nach wo es in der bibel steht; ich hab keine mehr zur hand!) aber anders zur wirkung kommt/kam! Zumindest bis in die 60ziger z.b. der antisemitismus auch eine abgrenzung der WASP community gegen die jüdische inteligenz war, nicht eine abgrenzung gegenüber einer vermeintlich niederen rasse.
    Also ich halte das schon auseinander. Nun hat sich amerika weg vom ursprünglichen einwanderungsland bei gewolltem zuzug zwecks arbeitskräfte, hin zu einem unfreiwillig den imigrationsströmen ausgesetztes land hin entwickelt! Das macht auch in der amerikanischen gesellschaft umbrüche bemerkbar: die konstruktion der suburbia auf der sich der amerikanische traum beruft ist in europa, mit seinen gewachsenen städten nicht vergleichbar. Auch hier achte ich auf unterscheidung!
    spätetstens aber seid ende des 2ten weltkrieges ist der einfluß amerikanischer denkkultur in europa nicht nur gewachsen,sondern prägend! Siehe hierzu die französichen philosphen der50 & 60ziger ...!
    Die geschäftswelt orientiert sich seit den frühen 70zigern am amerikanischen marktmodell und wie wir nun wissen, hat ja diese orientierung den derzeitigen kollateraleffekt?! Schau mal auf das projekt der privaten vorsorge ( rente-riester.. etc.) da hast du die vorgabe amerikanischer denkmuster, nicht die der skandinavischen. Die wäre ein muster gewesen, ist doch da die private vorsorge in staatlicher obhut geblieben!
    Also wie mans dreht und wendet: der einfluß amerikanischer wandlungen lässt sich nachvollziehen; insbesondere hier ( weil due es bist!) der einfluß der religiösen bewegung die amerika die letzten 40 jahre machte!

    Wenn der konservatismus amerikanischer prägung wirkung bekommt in europa, dann nicht, weil die bedingungen die gleichen sind, sondern die bedingungen sich angleichen! Das prinzip der globalisierung, zu ende gedacht!
    Die konstruktion der eU ist eben der versuch, dem amerikanischen modell ein eigenständiges modell entgegen zu setzen, zumindest im kampf um die märkte paroli bieten zu können.
    Aber auch hier unterliegen wir amerikanischen geflogenheiten, sind abhängig von deren marktsystem! Was die franzosen unter de Gaulle schon verärgerte... nur mal so beim blick drauf, was der nachbar uns zu sagen hat.

    Würden wir eine kursänderung vornehmen hin zu einem den skandinavischen zielen ähnlichem, wäre das ende der marktbeherrschung durch den dollar die notwendige voraussetzung. Und so weiter und so fort....

    Noch mal zur ökonomie und ihrer zusammenarbeit mit den konservativen think tanks: friedmann, auf dessen theorie der freien märkte der sogenannte tatcher/reagonomia beruht, ist weltweit verankert worden. Hatte auswirkung auf die sogenannte schuldentilgung der schwellenländer bis hin zu den ärmsten der armen.
    Amerikanischer marktimperialismus, wie mittlerweile selbst nachdenkliche konservative analysten in fachpublikationen sich verbreiten.. siehe herrn ackermann. Der kurswechsel durch tatcher und reagan hat die welt in kürzester zeit verändert! Kein geringerer als Sir Ralf Dahrendorf lässt sich da köstlichst drüber aus... einfach nachlesen! Welche soziologen dies aber nicht erkennen..., fragt sich für wenn forschen die?! Na der wissenschaft, gesponsort durch die interressenlobby, ist auch nicht mehr zu glauben

    Aber mal unter uns zwei: glaubst du wirklich, wir steuern auf eine skandinavisierung zu???
    meine mail findest du ja im profil, um nicht die foren zuzuschreiben, vieleicht mal ein gepflegter austausch via mail....?!
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#10 SkandinavisierungAnonym
  • 19.05.2009, 15:31h
  • Antwort auf #6 von gerd
  • Sogar (oder gerade?) die Boulevardmedien, die die Zwangsverarmung von Millionen Menschen und Kindern mit ihrer neoliberalen Propaganda aktiv unterstützt haben, scheinen begriffen zu haben, dass die Entwicklung der letzten Jahre alles andere als eine "Skandinavisierung" darstellt. Und die ist ja auch das Allerletzte, was von den Eliten angestrebt wird. Schließlich gewinnen sie doch den "Klassenkampf" auf ganzer Linie. Das, was man gemeinhin als "amerikanische Verhältnisse" bezeichnet, ist also in der Tat eine ziemlich treffende Analogie. Immerhin gibt es in den USA in Zeiten der schlimmsten Wirtschaftskrise seit der Großen Depression aber Versuche einer neuen Politik, die zumindest nach meinem momentanen Eindruck so stark wie nie zuvor in soziale Sicherungssysteme (z.B. die nach wie vor fehlende Krankenversicherung) und in Bildung sowie in erneuerbare Energien zu investieren beabsichtigt. Oder ein Präsident, der einer lesbischen Soldatin auf deren Nachfrage persönlich in einem handschriftlichen Brief antwortet und seinen Einsatz für die getroffenen Wahlversprechen bekräftigt:
    www.queerty.com/obama-promises-lesbian-lieutenant-i-will-ful
    fill-my-commitment-to-changing-dadt-20090507/


    Davon kann bei uns leider keine Rede sein.

    www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,625480,00.html
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