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Am Samstag haben hunderte Aktivisten auf den Straßen der kubanischen Hauptstadt Havanna erstmals für die Rechte von Schwulen und Lesben demonstriert.

Die Parade wurde organisiert und angeführt von Mariela Castro, der Chefin des staatlichen Zentrums für Sexualkunde. Die Tochter von Staatspräsident Raúl Castro gilt als ausgesprochene Aktivistin für die Rechte von Schwulen, Lesben und Transsexuellen. So hatte sie in der Vergangenheit erklärt, das Volk müsse zu Homo- und Transfreundlichkeit erzogen werden (queer.de berichtete). Auch aus der kubanischen Regierung gab es zuletzt immer wieder Forderungen, mehr für die Gleichstellung von Schwulen und Lesben zu tun. So forderte Kulturminister Abel Prieto vergangenes Jahr die Ehe-Öffnung (queer.de berichtete).

Bei der Veranstaltung wurden Magazine, Bücher und CDs verteilt, mit denen in der Bevölkerung für die Gleichberechtigung von Homosexuellen geworben wurde. "Wir rufen das kubanische Volk auf, an dieser Veranstaltung teilzunehmen, so dass die Revolution vertieft werden und die Bedürfnisse aller Menschen erfüllt werden kann", erklärte Mariela Castro nach Angaben staatlicher Medien.

Youtube | Bilder der Demo auf Euronews

Derzeit herrscht in Kuba noch eine homophobe Machokultur vor, die über Jahrzehnte von den kommunistischen Machthabern angeheizt wurde. So hat Fidel Castro Schwule nach seiner Machtübernahme Ende der 1950er Jahre in Internierungslager stecken lassen, in denen viele zu Tode kamen. Seit 1979 ist Homosexualität offiziell legal, allerdings wurden auch danach Schwule und Lesben wegen "antisozialen Verhaltens" verfolgt. Private Homo-Gruppen sind nach wie vor verboten. Im vergangenen Jahr wurde US-Medienberichten zufolge ein CSD von der Polizei noch gewaltsam verhindert (queer.de berichtete). (dk)

Weitere Videos von CSDs und Aktionen zum Internationalen Tag gegen Homophobie an vergangenen Wochenende gibt es in unserer Video-Galerie.



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17 Kommentare

#1 GuantanamoAnonym
#2 AxelBerlinAnonym
  • 19.05.2009, 22:07h
  • hw, du hast mir doch bilder von der kubanischen lsu gezeigt.
    das dachte ich mir, dein material ist gefälscht.
    hast bei karl eduard gelernt?
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#3 hwAnonym
#4 hwAnonym
#5 AxelBerlinAnonym
  • 19.05.2009, 23:12h
  • Antwort auf #4 von hw
  • ne ne hw. nicht mehr in dieser generation.
    erst wenn alle alten weg sind, dann sollen es die jungen neu versuchen. sie werden ihren eigenen weg gehen. schluß mit alten männern und alten theorien.
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#6 picsAnonym
#7 MuskelkerlProfil
  • 23.05.2009, 23:24h
  • So hat Fidel Castro Schwule nach seiner Machtübernahme Ende der 1950er Jahre in Internierungslager stecken lassen, in denen viele zu Tode kamen.

    Ob die USA sich Guantanamo von Fidel abgekupfert haben ? Ach ja , es (töte) lebe die Revolution. Da hätte man auch genug Grund gehabt Pflastersteine zu sammeln.Antworten » | Direktlink »
#8 nederlandAnonym
  • 24.05.2009, 07:50h
  • Antwort auf #7 von Muskelkerl
  • Naja, das mit den internierungslagern hatten wir hier auch schonmal - erinnerungen an die aidshysterie zeigen das.

    und auch in deutschland sind nach 45 tausende schwule in den gefgängnissen verschwunden - wieviele von ihnen dabei starben oder von ihren mitgefangenen in den suizid getrieben wurden, ist nicht bekannt.

    zumal wir ja auch bald in einer reihe mit saudi-arabien und dem iran stehen - wenn bei uns die diktatur dann vollends ausgebildet ist.
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#9 MuskelkerlProfil
  • 24.05.2009, 11:19h
  • Antwort auf #8 von nederland
  • Zu Absatz 1 + 2 grün
    Zu Absatz 3 leider nur rot

    Na ich würd an deiner Stelle mal versuchen einen CSD in Iran und Saudiarabien zu organisieren.

    Für Kuba und seine Bürger freut es mich dass jemand aus der Castro-Clique es nun wenigstens zu der Aussage bringt
    ...das Volk müsse zu Homo- und Transfreundlichkeit erzogen werden ...
    nichts dagegen,ganz ernsthaft,es freut mich wirklich, aber das Wort vom Volk,dass erzogen werden muss hinterlässt bei mir schon wieder so ein Geschmäckle.Vieleicht war s auch einfach nur eine unglückliche Wortwahl.(Allerdings mussten wegen unglücklicher Wortwahl in unserer "Fast-Diktatur" schon Bundestags- präsidenten,Landräte bei uns zurücktreten,mit Recht.)

    Bis jetzt hat mich Kuba gar nicht so sehr interessiert ,nur die unkritische "Erhebung der Gebeine "zu den Altären revolutionärer Gewalt einiger Oberrevolutionäre finde ich genauso widerlich wie das gern gewünschte Märtyrertum von manchen Verbrechern aus dem Nazi-Lager.Da wie dort wird das gewünschte Bild gern verklärt und der Dreck in der Historie dieser Personen hell gepinselt oder nicht für erwähnenswert befunden, oder gern verschwiegen.
    (Wobei ich die Nazis- Faschisten ,persönlich , allerdings schlimmer finde.)
    Aber Verfolgern von Schwulen,( nicht nur deswegen) egal aus welcher Ecke, oder welcher politischen Richtung oder aus welchem revolutionärem Fortschritt, kann ich nichts gutes nachrufen,tut mir leid.Das ist wie das Geheuchel auf Beerdigungen ,wo nur das Gutmenschelnde am Verstorbenen erwähnt wird.Auch da,der Rest ist Schweigen.Und wehe man kratzt mal am Lack.
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#10 KaterCarloProfil
  • 24.05.2009, 12:25h
  • Antwort auf #9 von Muskelkerl
  • nur die unkritische "Erhebung der Gebeine "zu den Altären revolutionärer Gewalt einiger Oberrevolutionäre finde ich genauso widerlich wie

    da hab ich aber jetzt richtig lachen müssen
    einfach schön ausgedrückt.Die Formulierung ist schon ein + wert.Ansonsten auch Zustimmung.
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