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Amerikanische Homo-Aktivisten haben über 130.000 Unterschriften gegen die Entlassung des Leutnants Dan Choi gesammelt, der seine Homosexualität eingestanden hat – Präsident Barack Obama scheint bisher nicht eingreifen zu wollen, obwohl er im Wahlkampf ein Ende der "Don’t ask, don’t tell"-Regelung versprochen hat.

Choi hatte im Sender MSNBC erklärt, dass er schwul ist; kurze Zeit später erhielt er ein Kündigungsschreiben, weil er damit die Ordnung und Disziplin der Armee negativ beeinflusst habe (queer.de berichtete). Die kalifornische Homo-Gruppe Courage-Campaign will nun Druck auf Präsident Obama ausüben: Sie hat online binnen zwei Wochen über 131.000 Unterschriften gesammelt und fordert ein Ende der "Don’t ask, don’t tell"-Regelung und eine Wiedereinstellung von Choi.

"Don’t ask, don’t tell" wurde 1993 von Präsident Bill Clinton eingeführt – zuvor bestand ein totales Homo-Verbot bei Army, Navy, Air Force, Coastguard und Marines. Die Regelung besagt, dass Schwule und Lesben nur im Militär dienen dürfen, wenn sie ihre sexuelle Orientierung geheim halten. Insgesamt wurden seitdem 13.000 Soldaten aus diesem Grund gefeuert. Obama hat zwar versprochen, das eingeschränkte Homo-Verbot ganz aufzuheben, allerdings hat sich seine Regierung seit seiner Amtsübernahme bei schwul-lesbischen Themen auffällig zurückgehalten. So stellte Obamas Verteidigungsminister die Rücknahme der Regelung bereits in Frage (queer.de berichtete). Zudem sehen manche Militärs Schwule und Lesben zudem als Gefahr für die Truppe an (queer.de berichtete).

Obama könnte Choi als unverzichtbar für die nationale Sicherheit erklären – und damit seine Entlassung verhindern, erklärten Homo-Verbände. Dieses Instrument will der Präsident aber offenbar nicht anwenden, um hohe Offiziere nicht zu verärgern. Bislang hatte sich Obama zwar in Reden und Briefen - etwa an die gefeuerte Soldatin Sandy Tsao - für eine Zulassung von offen Homosexuellen im Militär eingesetzt, aber noch keine Initiative für eine Änderung des Gesetzes ergriffen.

Tatsächlich sucht die US-Armee händeringend nach Leuten wie Choi: Der Leutnant, der an der Elite-Akademie West Point ausgebildet wurde, spricht fließend Arabisch. Das Militär gibt derzeit Unsummen Geld aus, um wegen Homosexualität entlassene Sprachexperten insbesondere im Irak zu ersetzen. (dk)



63 Kommentare

#1 Post von Präsident ObamaAnonym
  • 20.05.2009, 12:52h
  • Und nochmal, weil es hier hingehört: Antwortbrief an eine lesbische Soldatin in oben bezeichneter Sache:

    www.queerty.com/wp/docs/2009/05/obamanotetsao.jpg

    Quelle:
    www.queerty.com/obama-promises-lesbian-lieutenant-i-will-ful
    fill-my-commitment-to-changing-dadt-20090507/


    Damit dürfte klar sein, dass Obama es mit seinem Versprechen sehr ernst meint. Dass man aber nicht in vier Monaten acht Jahre des totalen neokonservativ-neoliberalen Wahnsinns ausräumen kann, sollte eigentlich jedem klar sein. Ich bin jedenfalls gespannt, wann ich auf meine wöchentlichen Anfragen bei diversen deutschen Spitzenpolitikern und Erinnerungen an gebrochene Wahlversprechen mal eine persönliche, handschriftliche Antwort erhalte. Und dass die alle auch nur ansatzweise so beschäftigt sind wie Barack Obama (angesichts dessen, was er in vier Monaten auch für die Gay Community schon alles auf den Weg gebracht hat, u.a. den Employment Non-Discrimination Act und das neue Gesetz gegen Hassverbrechen), wage ich doch sehr zu bezweifeln.
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#2 seb1983
  • 20.05.2009, 14:37h
  • Ach Leutle... Ja es sieht aus als ob es wieder Saschi wäre, habe zwar nie gelernt Schreibstile zu analysieren, der Oberlehrerton und die krampfhafte Obamaverteidigung ist aber fast unverkennbar.
    Trotzdem muss man ihn doch nciht so pöse mit rot zuballern, alle wieder lieb haben in der Comunity
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#3 gatopardo
  • 20.05.2009, 14:56h
  • Antwort auf #2 von seb1983
  • An mir sollen die roten Knöllchen nicht gelegen haben, denn ich bin total mit @saschas "Post von Obama" einverstanden. Wenn ich ein junger Oberlehrer wäre, würde ich es aber auch gern mal so weit bringen wie mein Schwarm Obama, ehrlich !
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#4 EhemaligerAnonym
  • 20.05.2009, 18:05h
  • Antwort auf #2 von seb1983
  • Ach Sebi, man darf daran erinnern, dass in diesem Forum immer dann eine offenbar nicht kleine rechtsradikale Clique auftaucht, wenn irgendwo der Name Obama fällt und dann auch noch etwas Positives über ihn gesagt wird. Das kann jemanden, der nur noch entspannt aus der Ferne zusieht und sich hier lange genug in Rage geschrieben hat, aber nicht mehr wirklich erschüttern... Bei rund 130.000 Seitenzugriffen pro Monat (grobe Schätzung nach trafficestimate.com) ist übrigens davon auszugehen, dass hier mehr Leute mitdiskutieren als immer nur "die üblichen Verdächtigen"!
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#5 AxelBerlinAnonym
  • 20.05.2009, 19:55h
  • sascha in der 5. reinkarnation als "ehemaliger".
    wenn du so weiter drehst, wirst du womöglich noch dalai lama.
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#6 seb1983
#7 XDAAnonym
#8 sajoAnonym
#9 lallender daimlerAnonym