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  • 25. Mai 2009
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900 Polizisten beschützten am Wochenende rund 300 Teilnehmer beim fünften CSD der rumänischen Hauptstadt Bukarest – trotz Protesten kam es diesmal nicht zu Übergriffen. Rechtsradikale und orthodoxe Christen hatten zuvor gegen die Anerkennung von Homosexuellen protestiert.

In den letzten Jahren war es in Bukarest immer wieder zu Übergriffen von politisch oder religiös motivierten Homo-Gegnern gekommen. 2007 hatten Gewalttäter noch Kopfsteinpflaster auf die CSD-Teilnehmer geworfen (queer.de berichtete). Am Marsch zum Ceaucescu-Palast nahmen auch mehrere ausländische Diplomaten teil: Arm in Arm marschierte der niederländische Botschafter Jaap L. Werner mit seinem schwedischen Amtskollegen Mats Aberg beim CSD mit, gefolgt von britischen und tschechischen Diplomaten.

Auch zwei Europaabgeordnete nahmen an der Veranstaltung teil, unter ihnen der britische Labour-Abgeordnete Michael Cashman, Chef der schwul-lesbischen Intergruppe im Europaparlament. "Es ist eine Schande, dass kein rumänischer Politiker anwesend ist, denn Rumänien ist kein homophobes Land", erklärte Cashman. "Noch vor zwölf Jahren hatten Schwule und Lesben in Großbritannien keine Rechte. Die Labour-Partei hat das geändert. Wenn das in Großbritannien geklappt hat, wird es hier auch klappen."

Die Partei "Noua Dreapta" (Neue Rechte) organisierte eine der Gegendemonstrationen. Die Teilnehmer sangen dabei "Rumänien ist nicht Sodom" und führten Transparente mit folgenden Aufschriften mit sich: "Rumänen, wacht auf: Sexuelle Perversionen sind übertragbare Geisteskrankheiten" oder "Homosexualität ist gefährlicher als die Schweinegrippe".

Die rumänische Bevölkerung ist Homosexuellen gegenüber feindlich eingestellt: Nach einer Gallup-Umfrage vom September 2008 erklärten mehr als zwei Drittel, Homosexualität sei eine "schlechte Wahl". 36 Prozent sprachen sich sogar dafür aus, dass Schwule und Lesben von Gerichten bestraft werden sollten (queer.de berichtete). Homosexualität ist in Rumänien erst seit 2001 legal. 2007 trat das 22-Millionen-Einwohner-Land der Europäischen Union bei. (dk)



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