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Erschreckende Zahlen des Robert-Koch-Instituts: Die Syphilis-Diagnosen in Berlin sind 2008 im Vergleich zum Vorjahr um 44 Prozent nach oben geschnellt – auf 655 Fälle.

2007 sind in der Hauptstadt noch 454 Syphilis-Fälle festgestellt worden. Nur das weitaus größere Bundesland Nordrhein-Westfallen hat mit 747 Fällen eine ähnlich hohe Ansteckungszahl. Das erklärte die Gesundheitssenatsverwaltung nach einer Kleinen Anfrage der Grünen im Abgeordnetenhaus.

Die Ökofraktion fordert nun vom Senat ein Konzept für sexuelle Gesundheit, "bei dem der Schwerpunkt auf der gezielten Prävention bei schwulen Männern liegt", so Thomas Birk, lesben- und schwulenpolitischer Sprecher der Grünen. Die Zunahme an Syphilis sei "einmalig in Deutschland, doch der Senat schaut zu: Gesundheitssenatorin Lompscher bat das Abgeordnetenhaus um Aufschub eines entsprechenden Berichts zur sexuellen Gesundheit bis Mitte November", so Birk.

In der Antwort bezweifelt der Senat die Wirksamkeit von Syphilis-Schnelltests in Verbindung mit Risikomanagementberatung. Diese Schnelltests sollen aber durch eine Testkampagne für schwule Männer ab September durch die Deutsche Aidshilfe im Rahmen der Kampagne Ich weiß, was ich tu (IWWIT) bundesweit beworben werden. "Dies begrüßen wir ausdrücklich. Noch hat Berlin dazu aber kein Angebot, denn Mann-O-Meter musste seine Syphilis-Schnelltests mangels finanzieller Zuwendung wieder einstellen. Sollte nicht bald eine Lösung gefunden werden, könnte es peinlich werden für das Bundesland mit den höchsten Syphilis-Diagnosezahlen bei Männern, die Sex mit Männern haben."

Die bakterielle Erkrankung wird zu zwei Dritteln bei Oral- oder Analsex übertragen. Syphilis kann beim Sex leichter als HIV übertragen werden und ist im frühen Stadium mit Penicillin heilbar - bei Nichtbehandlung sind schwere Organschäden die Folge, die zum Tode führen können. Über ein schmerzloses Geschwür, das vier Wochen nach der Infektion auftritt, verbreitet sich die Krankheit weiter – befindet sich das Geschwür in der Nähe des Darmausganges, bleibt es oft gänzlich unbemerkt. (pm/dk)



12 Kommentare

#1 LennyAnonym
  • 25.05.2009, 18:51h
  • Ich würde ja gern mal die Originalveröffentlichung sehen.
    Eine erhöhte Inzidenz könnte sich nämlich auch einfach durch mehr durchgeführte Tests erklären lassen.
    Mit absoluten Zahlen zu hantieren ist bei sowas immer gefährlich...
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#2 seb1983
  • 25.05.2009, 19:22h
  • Mal wieder ist unsere Hauptstadt wenns um schwulen Lifestyle geht ganz vorne mit dabei.
    Auf dem Land ist man vielleicht spießig monogam oder benutzt sogar noch Gummis, in Berlin ist man über solch kleinbürgerlichen Schund lange hinweg...

    Mag sein dass sich mehr testen ließen, aber fast 50% mehr sind schon ne Hausnummer. Ansonsten einfach mal über den großen Teich nach San Francisco oder NY gucken, die haben das Problem damit schon länger.
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#3 gaybocholtEhemaliges Profil
#4 ANONYMUSAnonym
  • 25.05.2009, 21:13h
  • Antwort auf #2 von seb1983
  • Oh nein, da muß ich dir leider sagen daß auch auf´m Land, in der schnöden Provinz fleissig ohne Gummi rumgemacht wird. Die HIV Neudiagnosen und auch die Syphdiagnosen zeigen auch auf´m "Land" nach oben. Es weiß zwar jeder wie´s zu verhindern wäre aber ... Wir wundern uns immer auf´s neue wie´s kommt, daß grad bei uns Schwulen zwar der ganze Lebenssinn um Sex und schwuler Selbstverwirklichung kreist aber Verantwortung sowohl für sich wie für andere zwischen Schwanz, Arsch und Kopf irgendwo hängen bleibt ...
    DIE LACHNUMMERKAMPAGNE: Ich weiß was ich tu ...
    Diese Kampagne wird uns Schwule noch ad absurdum führen weil wir vor lauter Party machen, trendy, cool sein und schwuler Selbstverwirklichung nicht mehr wissen wo uns der Kopf steht und wenn´s uns erwischt ... dann gibt´s Glaxo Smith und wie sie sonst noch heißen die hier und da Treffen und medizinische Reisen organisieren und Malwettbewerbe a la Konrad Lutz Preis ausschreiben -für die plötzlich arme und geschundene Seele die sich vorher einen Dreck um Verantwortung gekümmert hat -und dann gibt´s die vielen, vielen Psychologen und Therapeuten und das Waldschlösschen für gestresste und getroffene Großstadtfighters - eigentlich müßten die uns auf Knieen jeden Tag danken - so´n neurotisches und schizophrenes und selbstmörderisches Verhalten kriegen wohl bloss wir Schwule hin - und sichern denen ihr Gehalt. Die brauchen vor der Wirtschaftskrise keine Angst zu haben.
    ACHTUNG! Jetzt brüllt gleich das "aufgeklärte" Lager wieder Zeder und Mordio und Hochverrat ...
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#5 Liedel
  • 25.05.2009, 21:42h
  • @Seb 1983

    Dazu mal ein interessanter Link:

    www.focus.de/gesundheit/ratgeber/sexualitaet/seuchenschutz_a
    id_109775.html


    Klar, man kann sich immer irgendwelche Zahlen um die Ohren hauen, aber ich habe nun schon oft genug gehört, dass Leute sich sowohl Syph. als auch HIV "auf dem Land" eingefangen haben.

    Zudem die "Kondomdiskussion" das Problem der Syph. nur teilweise trifft, denn die kann auch schon beim Oralverkehr ( besonders beim "Deepthroat") übertragen werden...
    da hilft dann nur noch das Ganzkörperkondom
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#6 seb1983
  • 25.05.2009, 22:03h
  • Antwort auf #5 von Liedel
  • na zum Glück muss ich mich nicht mit Aachener Prostituierten vergleichen, da darf man wenigstens laut sagen dass sie Risikogruppe sind.

    Die schwule "Comunity" scheint sich dagegen sinn- und hirnlos im Poppers Rausch durch die Szene zu vögeln. Naja lieber ne Syphilis als HIV.

    Aber stimmt, ich weiß ja was ich tu.... wers glaubt...
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#8 anonymusAnonym
  • 26.05.2009, 09:56h
  • Nee Du
    Da gibt´s doch diese "gefühlsechten Gummis"
    ...ist zwar nicht hundertprozentig echt aber besser als ne Syph oder Tripper allemal
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#9 gaybocholtEhemaliges Profil
#10 HannibalEhemaliges Profil