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Eva Brunne wurde als erste lesbische Frau zur Bischöfin befördert. Sie steht künftig der lutherischen Diözese von Stockholm vor.

Die 55-Jährige gewann im letzten Wahlgang gegen ihren verbliebenen Mitbewerber mit 413 gegen 365 Stimmen. Damit ist sie nicht nur das erste offen homosexuelle Oberhaupt der Lutheraner in Schweden, sondern auch die erste offen lesbische Bischöfin in einer großen christlichen Kirche.

Die Svenska Kyrkan, der drei Viertel aller Schweden angehören, hat sich bereits in der Vergangenheit für Homo-Rechte eingesetzt: So sind seit 2005 Segnungen für Homo-Paare möglich (queer.de berichtete). 2007 hat die Kirche erklärt, sie unterstütze eine Öffnung der Ehe für Schwule und Lesben möglich (queer.de berichtete), die dann in diesem Jahr verwirklicht wurde.

Im Wahlkampf um den Bischofsposten war die sexuelle Orientierung Brunnes praktisch kein Thema. Die 1978 zur Pfarrerin geweihte Christin lebt privat mit ihrer Partnerin Gunilla Lindén und deren 3-jährigen Sohn zusammen. Als Hobbys gab sie an, Krimis zu lesen und in eine Tischlerei mit Holz zu arbeiten. "Was tut man nicht alles, um Jesus zu ähneln?", kommentiert sie diese Freizeitbeschäftigung. (dk)



Auch Westerwelle lobt Papst

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hat sich positiv über die Aussagen von Papst Franziskus zur Homosexualität geäußert.

11 Kommentare

#1 hwAnonym
  • 28.05.2009, 15:14h
  • schön die erzieherischen wirkungen skandinavischer sozial- und gesellschaftsverhältnisse auf kirchen zu beabachten...

    und die früchte, veränderter geschlechterrollen
    durch staatliche förderung.

    interessant auch der bereich "mas" ,
    maskulinität in dieser graphik, wirtschaft,
    cultural dimensions

    in solchen gesamtgesellschaftlichen
    klimaten, kann sich so was günstig entwickeln.

    www.geert-hofstede.com/hofstede_sweden.shtml
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#2 FoXXXynessEhemaliges Profil
#3 gerdAnonym
  • 28.05.2009, 17:34h
  • Das ist eine wunderschöne Meldung aus den lutherischen Kirchen.

    Eine offen lesbische Frau, die mit einer Frau verheiratet ist und die obendrauf auch noch einen gemeinsamen Sohn haben, der künftig am Bischofssitz spielen wird.

    Mehr geht nun wirklich nicht, was christliche Kirchen angeht. ....und es handelt sich um eine Kirche Martin Luthers !!!

    Das ist halt der Unterschied zwischen den Katholen in Rom und den Lutheranern auf der anderen Seite. Bei den Katholiken dürfen bekanntlich Frauen nicht einmal Priesterin werden - und erst recht nicht eine lesbische Frau, die auch noch verheiratet ist mit einer Frau.

    Für mich eine wunderbare Meldung von den Lutheranern, in der auch ich Kirchenmitglied bin !!!
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#4 SuperMarioEhemaliges Profil
  • 29.05.2009, 12:38h
  • Antwort auf #3 von gerd
  • Ja, schön, dass es in diesem Verein auch endlich möglich ist, dass eine offene Lesbe in eine Position kommt, wo sie was zu sagen hat. In Schweden wohlgemerkt, in Deutschland tut sich der gleiche Verein noch immer damit schwer. Ich frage mich nur, was daran die Sensation sein soll. Da, wo ich arbeite, sind sogar offen promiske Schwuppen in Führungspositionen, ohne dass deren Sexualität jemals eine Rolle gespielt hat. Sie werden allein wegen ihrer Arbeit für geeignet gehalten.

    "Mehr geht nun wirklich nicht, was christliche Kirchen angeht. ....und es handelt sich um eine Kirche Martin Luthers !!!"

    Damit ist also das Ende der Fahnenstange erreicht: Eine monogame Lesbe, die mit Frau und Kind idyllisch und nicht weiter auffällig zusammenlebt, als Bischöfin.
    Das ist das höchste der Gefühle bei christlichen Vereinen. Aber gut, dass du damit ganz deutlich sagst, dass etliche Homosexuelle (und Heterosexuelle) mit ihren Lebenskonzepten in keinem christlichen Verein auch nur das geringste verloren haben. Das ist doch endlich mal ein Wort.
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#5 gerdAnonym
  • 30.05.2009, 11:40h
  • ..."Das ist das höchste der Gefühle bei christlichen Vereinen. Aber gut, dass du damit ganz deutlich sagst, dass etliche Homosexuelle (und Heterosexuelle) mit ihren Lebenskonzepten in keinem christlichen Verein auch nur das geringste verloren haben."...

    Was für eine seltsame Schlussfolgerung von Dir. Wenn jetzt wie in Schweden bei der lutherischen Kirche eine offen lesbische Frau, die mit einer Pastorin verheiratet ist und die ein gemeinsames Kind haben, Bischöfin wird, so ist dies doch erstmal sehr, sehr positiv und erfreulich.

    Damit ist doch aber noch lange nicht ausgesagt, dass es keine schwulen/lesbischen Männer/Frauen gibt, die als Single nicht Bischof werden können. Auch das ist duchaus in den lutherischen, anglikanischen oder in der altkatholischen Kirche möglich. Du begehst da meines Erachtens einen falschen Umkehrschluss.

    Interessanterweise ist dies sogar sehr häufig bei den Römisch-katholischen Priestern/Bischöfen der Fall. Nur dort schaut es so aus, dass sie es verklemmt leben und nicht verrraten; es sei denn sie sind mittlerweile wie Rembert Weakland als Erzbischof in Wisconsin im Ruhestand und veröffentlichen ihre Autobiografie "Pilgrim in a Pilgrim Church".

    Wie ich bereits einmal auf Queer schrieb: ich selbst kenne in der katholischen Kirche schwule Priester; bedauerlicherweise gehen sie damit nicht an die Öffentlichkeit. Das ist gottseidank bei den Lutheranern, Anglikanern oder Altkatholiken anders; dort gibt es keine "Don't ask, don't tell" Regelung von der Amtskirchenleitung und dort können homosexuelle Menschen offen in den Ämtern als Lesben und Schwule leben.

    Ich empfehle dir einmal zu Eva Brunne und zu den unterschiedlichen Verhältnissen bei den Kirchen den Artikel der Frankfurter Rundschau:

    *
    www.fr-online.de/in_und_ausland/politik/aktuell/1774092_Port
    raet-Eva-Brunne-Es-ist-eine-Bischoefin-sie-ist-lesbisch.html
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#6 HannibalEhemaliges Profil
  • 30.05.2009, 11:56h
  • Antwort auf #2 von FoXXXyness
  • "Und wann gibts das in Deutschland?"

    Die Frage sollte eher sein: Wer braucht so etwas überhaupt? Ob schwul, lesbisch oder hetero - solche Positionen sind überflüssig wie ein Kropf. Genau wie die Kirche per se!
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#7 stromboliProfil
  • 30.05.2009, 13:46hberlin
  • "Was tut man nicht alles, um Jesus zu ähneln?"
    also jungs und mädels: bei der berufswahl auf ähnlichkeiten achten. Nix mehr mit friseur und dekorateur als berufswahl; ob Bischof oder Tischler - Sein oder Nichtsein; das ist hier die Frage:
    Obs edler im Gemüt, die Pfeil und Schleudern
    Des wütenden Geschicks erdulden oder,
    Sich waffnend gegen eine See von Hetero-Plagen,
    Durch Widerstand sie enden? Sterben – schlafen –
    so gewappnet können auch schwule hobbys pflegen...

    Aber schon gut; ich gönn ihr es und es ist auch ok und zum freuen hat man ja ohnehin nicht so viel im angebot...
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#8 SuperMarioEhemaliges Profil
  • 31.05.2009, 15:55h
  • Antwort auf #5 von gerd
  • Ich meinte doch nicht irgendwelche Singles.
    Ich meinte zum Beispiel promiske Schwuppen, die einen Schwanz nach dem anderen lutschen und dazu stehen. Könnten die Bischof werden? Da hast du in deinem ersten Kommentar angedeutet, dass das wohl niemals drin sein wird. Daraus habe ich dann den Schluss gezogen, dass etliche Homosexuelle (und Heterosexuelle) mit ihren Lebenskonzepten nichts in diesem Verein verloren haben. Guck dir da doch mal beispielsweise die Pastafarianer an, bei denen es keine Rolle spielt, wie stark die Gläubigen herum huren. (Sie sind nur angehalten, möglichst Kondome zu benutzen. Aber auch das liegt im eigenen Ermessen.)
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#9 HannibalEhemaliges Profil
#10 SuperMarioEhemaliges Profil
  • 02.06.2009, 13:17h
  • Antwort auf #9 von Hannibal
  • Ich meinte ja nicht, ob sie es wollen, sondern ob von Seiten dieses Vereins überhaupt die Möglichkeit besteht. Was eine promiske Schwuppe, bzw. überhaupt irgendeine Schwuppe in diesem Verein verloren haben sollte, ist mir auch ein Rätsel, aber es gibt sie dort offensichtlich.
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