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  • 28. Mai 2009, noch kein Kommentar

Die No-Angels-Sängerin Nadja Benaissa will nicht mehr versuchen, gerichtlich gegen den Berichterstattung über ihre Verhaftung und ihre HIV-Infektion vorzugehen.

Die 27-Jährige ist Mitte April verhaftet worden, weil sie mit mindestens drei ihrer Sexpartner ungeschützten Sex gehabt haben soll, obwohl sie wusste, dass sie HIV-positiv ist (queer.de berichtete). Ein Mann soll sich bei ihr angesteckt haben, erklärte die Staatsanwaltschaft Darmstadt.

Benaissa wollte daraufhin die Berichterstattung über ihren HIV-Status verhindern. Sie erwirkte eine einstweiligen Verfügung gegen den Axel-Springer-Verlag ("Welt", "Bild"), der aber weiter Artikel über den Fall veröffentlichte – und damit eine Geldstrafe in Höhe von 250.000 Euro riskierte. Die Sängerin argumentierte, dass die Berichterstattung ihre Privatsphäre verletze. Prominente wie RTL-Moderator Peter Kloeppel oder "Tagesschau"-Sprecher Marc Bator solidarisierten sich mit Springer und erklärten, dass es für die Presse keinen Maulkorb geben dürfe.

Das Berliner Landgericht sollte am Donnerstag über die Klage von Benaissa gegen den Verlag verhandeln. Kurzfristig hat die Sängerin den Termin nun abgesagt. Ihr Anwalt erklärte, dafür geben es "strategische Gründe".

Die Sängerin wurde zehn Tage nach ihrer Verhaftung unter Auflagen wieder freigelassen (queer.de berichtete). Sie soll sich nun wegen gefährlicher Körperverletzung verantworten. Bei einem Schuldspruch drohen ihr zwischen sechs Monaten und zehn Jahren Haft. (dk)



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