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Der mächtige Schiiten-Führer und Politiker Muktada al-Sadr will gegen die "Verdorbenheit" der Homosexualität vorgehen und diese damit "auslöschen" – nach Ansicht des 34-Jährige sei aber die alltägliche Ermordung von Schwulen nicht rechtens.

Auf einem Treffen von Geistlichen, der Polizei und Lokalpolitikern forderte der führende schiitische Repräsentant im Irak dazu auf, gegen Homosexualität vorzugehen, da diese gegen den Islam verstoßen würde. Sein Sprecher Scheich Wadea al-Atab erklärte gegenüber der Nachrichtenagentur AP: "Wir kommen zusammen, um gegen die Verdorbenheit vorzugehen und appellieren an die Gesellschaft, dieses Phänomen [Homosexualität] abzulehnen. Wir müssen mit Predigten und Führungsstärke derlei Vorkommnisse stoppen. Es gibt keinen anderen Weg, diese Sache zu beenden."

Atabi erklärte, dass al-Sadr die Ermordung von Homosexuellen ohne Gerichtsverfahren ablehne. Erst eine Woche zuvor waren wieder zwei Schwule wahrscheinlich von schiitischen Milizen ermordet worden (queer.de berichtete). Internationale Menschenrechtsorganisationen hatten Berichte darüber erhalten, dass Sadrs Anhänger gezielt Jagd auf Homosexuelle machen. Schiitische Brigaden sollen Schwule vor deren Ermordung zudem brutal foltern (queer.de berichtete). Die meisten Todestrupps patrouillieren durch den von al-Sadr kontrollierten Stadtteil Sadr City.

Bis 2001 war Homosexualität im Irak de facto legal, dann erließ der damalige Diktator Saddam Hussein ein Verbot. Bei Wiederholungs-"Tätern" war die Todesstrafe möglich. Derzeit gibt es zwar kein ausdrückliches Homo-Verbot, allerdings können Schwule wegen "unsittlichem Verhalten" oder "Verbreitung von Krankheiten" belangt werden. (dk)



15 Kommentare

#1 VolumeProProfil
  • 02.06.2009, 15:42hMönchengladbach
  • Wenn al-Sadr Gerichtsverfahren will, dann werden das höchstens welche nach Art und Weise des Volksgerichtshofs im Nazi-Reich sein.

    Das Urteil stand in diesen Schauprozessen schon vorher fest.
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#2 seb1983
  • 02.06.2009, 17:07h
  • Ermordung NACH einem Gerichtsverfahren ist natürlich kein Problem und gerne gewünscht...
    Wenn Urteile nach islamischen Recht gesprochen werden wirds ohnehin dadrauf hinaus laufen.

    Hoffe mal dass die Amis es nicht komplett verkacken und wenigstens eine in Ansätzen nach westlichem Maßstab vernünftige Verfassung und Rechssystem durchsetzen, aber vermutlich gäbs dagegen Unruhen. Um die Bevölkerung milde zu stimmen wird dann Homosexualität brav verboten...
    Also weiter fröhliches Schwulenmetzeln, momentan illegal, bald dann legalisiert. Allah sei dank
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#3 Katrin
  • 02.06.2009, 18:02h
  • Gott schuf Adam und Eva und keinen Harem voller Evas und somit müssen wir alle Harembetreiber per ordentlichem Gerichtsverfahren zum Tode verurteilen, da Sie widernatürlich handeln und Gott lästern. Anderersseits hat Abraham als Urvater aller Juden und Christen und Moslems Nebenfrauen gehabt und er war gottgefällig, jedenfalls was die Sache mit der Vielweiberei angeht. Vielleicht war Gott ja auch nur zu müde nachdem er mit Eva fertig war und u. U. auch ein Pülleken Veltins zu viel hatte, um noch weitere Evas zu basteln. Das 6 Tage Programm der Genesis war schliesslich randvoll mit Terminen. In dem Fall handeln alle Gegner der Vielweiberei gegen Gottes Willen und die Singleehe ist widernatürlich. Und in Zeiten der Gleichberechtigung dürfen sich Frauen auch einen Männerharem anlegen. Alle Haremsgegner müssen in ordentlichen Gerichtsverfahren zum Tode verurteilt werden. Bleibt jetzt noch zu klären was wir mit Zölibatbekennern machen. In Ihrer Liebe zu Gott, Christus und dem heiligen Geist haben sie einen Männerharem und müssen umgebracht werden so Sie denn nicht Ihren Zöllibat aus Liebe zu Maria und ein paar anderen biblischen Ikonen leben. Aber dann würden sie Gott ja weniger lieben als vergangene Mädels und das ist ein Frevel und dafür müssen sie alle......

    Religion ist das Schlimmste was Menschen passieren kann, die nicht der religiösen Do I Yourself Norm entsprechen und wie man sieht, sogar tödlich.
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#4 gaybocholtEhemaliges Profil
  • 02.06.2009, 18:21h
  • al sadr? ist das nicht dieser bekloppte der seine selbstmmordattentäter auf das eigene volk hetzt?
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#5 remixbebAnonym
#6 gerdAnonym
  • 02.06.2009, 20:48h
  • Schon schlimm, wie die Verhältnisse gerade in einigen (!) islamisch geprägten Staaten auf der Welt ausschauen...egal ob Irak, Iran, Saudi-Arabien, Jemen, Oman, Sudan, Somalia oder Mauretanien.

    Dort scheint der Islam sein hässliches Gesicht zu zeigen und man kann nicht fassen, dass diese Länder zurselben Welt gehören, auf der ich lebe.

    Gut dass ich Mitten in Europa im Herzen der Europäischen Union lebe...
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#7 anonymusAnonym
#8 DabylProfil
  • 03.06.2009, 09:19hBerlin
  • Al-Sadr unternimmt diese Aktion doch nur weil er den Druck des Westens auf seine Person mindern will.
    Es ist mehr ein politischer Schachzug als persönliche Einstellung.

    Daher würde ich diesem Mann nichtsglauben. Er will Macht und nicht Gott gefallen.

    Und das ist das Problem.
    Religion ist eine gute Sache, hat sie doch in der Neuzeit unser humanitäres und soziales Handeln geprägt. Was im Mittelalter geschah ist eine andere Sache.
    Religion ist ein Versuch das Sein und alles drumherum zu verstehen. So wie es die Wissenschaft ja auch versucht.
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#9 Zenon
  • 03.06.2009, 14:41h
  • Antwort auf #2 von seb1983
  • @seb1983

    Die Amis haben es bereits verkackt, indem sie da einmarschiert sind und die BRD dort Polizisten ausbildet. Warum eigentlich? Gab es einen Grund, das Land nicht sich selbst zu überlassen? Was haben wir mit den Leuten im Irak gemeinsam? Ideale, Menschenbild, Rechtsauffassung?
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#10 susiAnonym