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Einst der Traum vieler Schwuler, jetzt auf der Anklagebank: Vollerotik-Darsteller Timothy J. Boham (Pornoname: Marcus Allen) steht in Denver vor Gericht, weil er vor zweieinhalb Jahren den 43-jährigen Geschäftsmann Paul Kelso erschossen haben soll.

Der heterosexuelle Boham hatte als Porno-Darsteller für schwule Produktionen gearbeitet, um seine schwangere Freundin zu unterstützen. Im November 2006 soll er dann Kelso mit einem Kopfschuss umgebracht haben, weil er vermutete, dass dieser 400.000 Dollar an Bargeld in seinem Schließfach verwahrt. Kelso, der als schwuler Philanthrop beschrieben wird, hatte Boham in seinem Inkasso-Unternehmen angestellt. Als Boham den Safe aufbrach, bemerkte er der Polizei zufolge, dass dieser leer war. Nur drei Tage nach der Tat wurde er verhaftet (queer.de berichtete).

Der 28-Jährige ist nun wegen Mordes und schweren Raubes angeklagt worden. Die Verteidigung hat zunächst versucht, den Tod des Pornoproduzenten als Selbstmord darzustellen, heißt es in der "Denver Post". Zuletzt habe Bohams Anwalt aber betont, dass sein Klient manisch-depressiv sei und während der Tötung einen Anfall hatte. Medienberichten zufolge hat Boham zugegeben, auf sein Opfer geschossen zu haben. Er erklärte jedoch, der Schuss habe sich unabsichtlich gelöst.

Der "Examiner" berichtet, Boham habe in Wirklichkeit "Schwule und ihren Lebensstil gehasst". Schwuler Sex vor der Kamera sei lediglich der einzige Weg gewesen, um an Geld zu gelangen. Boham soll auch wütend geworden sein, als sein späteres Opfer mit ihm "schmusen" wollte. Allerdings widersprechen andere Bekannte des 28-Jährigen dieser Darstellung.

2002 gelang Bohams Durchbruch, als er vom Magazin "Freshmen" zum Modell des Jahres ernannt wurde. Für das Label Falcon Entertainment drehte er ein Dutzend Filme. Er arbeitete in "Never been Touched" auch mit Kultregisseurin Chi Chi LaRue zusammen. 2006 erschien er als "John aus Denver" im Magazin "Playgirl". Offenbar wollte er damit das schwule Pornogeschäft verlassen.

Erst im März ist der schwule Pornostar Harlow Cuadra in Pennyslvania wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt worden (queer.de berichtete). Der 27-Jährige hatte 2007 mit seinem Lebenspartner Joseph Kerekes den Cobra-Video-Produzenten Bryan Kocis ermordet. (dk)



#1 gaybocholtEhemaliges Profil
  • 03.06.2009, 17:58h
  • Was ist die Moral der Geschichte?

    Auch Pornostars, und mögen sie noch so einen großen schwanz haben, sind keine übermenschen.

    zumindest hat er den vorteil, das er im knast dann auch weiter poppen kann;-)(
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#2 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 03.06.2009, 18:34h
  • So schnell kann man sich die Karriere versauen! Ob er auch im Knast zum "object of desire" wie in den Gaypornos wird? Mir werden es erleben...!
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#3 gaybocholtEhemaliges Profil
#4 Liedel
  • 03.06.2009, 19:39h
  • Find den immer noch saugeil... wobei einem ja langsam klar wird, dass Mord u. Totschlag in dieser "Paygay- Szene" (zumindest in de USA) anscheinend zum guten Ton gehören...
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#5 seb1983
  • 04.06.2009, 13:23h
  • Antwort auf #4 von Liedel
  • Ich denke nicht nur da, ausnahmsweise wurde bei queer nun über zwei Fälle berichtet, das würde ich nun nicht "zum guten Ton" nennen.

    Drogen, Prostitution, Pornografie, da steckt überall so viel Geld drin, viele werden dazu gezwungen, von anderen oder aus Geldmangel, andere wollen sich ihre Geschäfte damit nicht versauen lassen, da stehen andere Werte wie ein Menschenleben halt mal hinten an.
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