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Eine Studentengruppe der Leipziger Hochschule für Grafik und Buchkunst (HGB) hat für den CSD der sächsischen Metropole eine intelligente Plakatkampagne gegen die Diskriminierung von Schwulen, Lesben und Transgendern entwickelt.

Auf den Plakaten werden rhetorische Fragen gestellt, die mit einem kleingedruckten Zusatz zum Nachdenken anregen sollen. "Werden Sie Ihre Tochter immer lieben?", heißt es etwa auf einem Motiv – und in Kleinschrift darunter: "Auch wenn sie mit 17 ihre erste Geliebte mit nach Hause bringt?"

"Wir hoffen, dass über unsere Plakatkampagne Vorurteile abgebaut werden und gleichzeitig zivilcouragiertes Verhalten zur Verhinderung von Übergriffen und Diskriminierungen gefördert wird", sagte Prof. Markus Dreßen, der die Studentengruppe angeleitet hat. CSD-Pressesprecher Dirk Bockelmann begrüßte die Aktion: "Unser diesjähriges CSD-Motto "Homophobie ist heilbar!" wird durch diese Plakatkampagne in hervorragender Weise umgesetzt."

Die Kampagne besteht aus sechs verschiedenen Plakatmotiven (siehe Galerie unten), die direkt im Anschluss an die Kommunalwahl im Leipziger Stadtgebiet auf bestehende Wahlplakate von Grünen, SPD und Linkspartei geklebt werden sollen.

Der CSD in Leipzig findet in diesem Jahr in der Woche vom 4. bis zum 12. Juli statt. (cw)



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12 Kommentare

#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 04.06.2009, 13:40h
  • Ich finde die Plakatkampagne gegen Homophobie der Leipziger Studentengruppe super! Vielleicht gibt es ja bald Nachahmer? Auf jeden Fall sollten die Plakate auch während des CSD-Umzuges eine "tragende" Rolle spielen!
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#2 gaybocholtEhemaliges Profil
  • 04.06.2009, 16:10h
  • Gute Idee von den Leipzigern. und die Plakate sind echt gelungen.

    Allerdings dürfte das hier in der Katholischen Provinz, trotz nähe zu den Niederlanden, etwas komplizierter werden.
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#3 JensAnonym
  • 04.06.2009, 21:05h
  • Ich fand die Plakate von Berlin besser, aussagekräftiger. Naja viel ist hier in Leipzig eh nicht los man kann´s nicht vergleichen mit Düsseldorf oder Frankfurt und die meisten haben eh Angst und stehen nicht zu ihrer Neigung, spielen dann lieber hetero.

    Gruß Jens aus Leipzig
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#4 Häng' die Muskeln raus, Mann!Anonym
  • 04.06.2009, 21:45h
  • Antwort auf #3 von Jens
  • Kann dir da nur zustimmen, @Jens. Bildet sich etwa irgend jemand ein, dass wir junge Menschen, die von morgens bis abends ihre hochglanzpolierte heterosexistische Illusion von MTV, Viva und Co. eingetrichtert bekommen, der sie dann zwanghaft uniformistisch hinterher rennen, dass wir diese jungen Leute mit solchen grauen Flecken an der Wand erreichen können?

    Eigentlich sind diese Machwerke wieder einmal bezeichnend dafür, wie wenig selbstbewusst wir mit unserer Sexualität und ja: Sexiness, in der Öffentlichkeit auftreten und wie dilettantisch und offenbar ahnungslos wir den Kampf um die Bilder, die das Bewusstsein prägen, an uns vorbeiziehen lassen.
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#5 seb1983
  • 04.06.2009, 22:48h
  • Antwort auf #4 von Häng' die Muskeln raus, Mann!
  • Haste schon Recht Saschi, da kommen diese gut gemeinten Plakate einfach etwas zu akademisch rüber, lesen wird die Jugend das ohnehin nicht, und die minimale geistige Leistung das mit den dargestellten Fragen zu verknüpfen werden grade die "Problemgruppen" nicht schaffen.

    Aber das Muskeln raushängen vermisse ich in der Szene auch sehr, meistens sinds nur dicke Bäuche oder bauchfreie 45kg Tunten, da gucke auch ich lieber MTV, da gibts wenigstens ein paar Ecken und Kanten
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#6 HeterosexistAnonym
#7 gaybocholtEhemaliges Profil
#8 JensAnonym
  • 05.06.2009, 17:15h
  • Ist Leipzig den so schlimm, ich meine ich habe keine Ahnung ich wurde noch nie blöd angemacht, kann aber auch an meinem kräftigen Körperbau liegen. Was habt Ihr so für erfahrungen gemacht in Leipzig.

    LG Jens aus Leipzig
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#9 gaybocholtEhemaliges Profil
  • 05.06.2009, 23:16h
  • Antwort auf #8 von Jens
  • Ich habe in Leptsch durchaus gute Erfahrungen gemacht. Ist aber auch schon was länger her das ich da war.

    War letztes Jahr mit meinem Mann in Halle, iss ja praktisch um die ecke... und wir wurden nicht blöd angemacht.
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#10 MarkusAnonym
  • 07.06.2009, 13:30h
  • Hallo liebe Gemeinde,

    bei der Plakatkampagne ging es eben genau nicht darum, wie in der Werbewelt üblich, nur gut aussehende junge sexy Typen abzubilden.
    Das Thema der Homophobie ist mitten in der Gesellschaft. Es ging uns nicht darum nur junge aufgeschlossenen Menschen anzusprechen, sondern ein Bewusstsein in der Mitte der Gesellschaft dafür zu schaffen und dabei auf altbekannte stereotypische werbewirksame Bilder von sexy schwulen Boys zu verzichten, die eh schon in der Werbung und im Fernsehen überrepräsentiert sind.
    Dass das ganze sich nicht als cooles WG Küchen oder sexy Schlafraum Poster eignet war uns bewusst. Ist sicher schade. War aber hier nicht das Thema.
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