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Die neue Anthologie "Stripped Uncensored" vereint erotische Zeichnungen, Comics und Malerei.

Von Carsten Weidemann

Knackig, dick und prall gefüllt: "Stripped Uncensored" ist nach "Stripped – The Illustrated Male" die zweite Anthologie des Bruno Gmünder Verlags, die schwule Grafiken verschiedenster Künstler präsentiert – von Zeichnungen und Comics bis hin zur Malerei. Und wie es der Titel schon verspricht, geht es zwischen den Buchdeckeln noch mal deutlich deftiger zu als beim Vorgänger.

Der Phantasie sind absolut keine Grenzen gesetzt: Viele Bilder strotzen nur so vor Lust und Potenz – alles darf gern ein bisschen größer, muskulöser und saftiger sein. Aber es finden sich auch zahlreiche Arbeiten von großer Intimität, ebenso wie abstrakte und fotorealistische Bilder. "Stripped Uncensored" gelingt es dabei den Bogen zu spannen von verspielt bis derb, von schlicht schön bis konfrontierend.

Dass einem zum Thema schwule Illustration heute nicht nur Tom of Finland einfällt, ist nicht zuletzt ein Verdienst des Bruno Gmünder Verlags, der seit gut zehn Jahren die Arbeiten von Künstlern wie Mioki, Patrick Fillion, Michael Broderick, BEAU und Anthony Gonzales international veröffentlicht. Deren Kunst findet sich in "Stripped Uncensored" ebenso wie bisher unveröffentlichte Werke junger, eher unbekannter Nachwuchstalente wie Hokane oder Eddie Lopez.

Das Band ist eine großartige, sexy Sammlung für Herz und Hose; eine umfassende Präsentation schwuler Illustration im neuen Jahrtausend .

Stripped Uncensored, Anthologie, Comic/Art, Bruno Gmünder Verlag, Berlin 2009, 260 Seiten, Farbe, Hardcover 17 x 22,5 cm, 26,95 €

Galerie:
Stripped Uncensored
5 Bilder


#1 Nicht-mehr-PubertierenderAnonym
  • 05.06.2009, 17:53h
  • Erotik hat etwas mit Phantasie zu tun. Zumindest was hier von Queer.de gezeigt wird, strotzt vor Einfallslosigkeit.
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#2 Ewig PubertierenderAnonym
  • 07.06.2009, 13:00h
  • Antwort auf #1 von Nicht-mehr-Pubertierender
  • Gerade die "Pubertierenden" werden in dieser Gesellschaft rund um die Uhr immer nur mit heterosexistischem Müll vollgedröhnt, was ihre massiv zunehmende Unfreiheit in Sachen Sexualität zu einem großen Teil erklärt. Daher ist es allerhöchste Zeit, dass wir uns am Kampf um die Bilder, die das Bewusstsein prägen, endlich aktiv beteiligen, um in der vorherrschenden Zwangseinfalt neue Freiräume zu schaffen. In den vorliegenden Arbeiten ist dies aus meiner Sicht hervorragend gelungen, denn genau so spricht man junge Menschen an! Das geht freilich nur mit der nötigen Portion Selbstbewusstsein und Selbstliebe, die bei den meisten schwulen Männern immer noch Mangelware ist. Da ereifern sich ja manche aus vorauseilendem Gehorsam gegenüber den Vorurteilen der konstruierten "Mehrheit" schon, wenn auf Plakaten für die Respect Gaymes ein Fußballer mit nacktem Oberkörper abgedruckt wird (siehe Kommentar eines gewissen "Martin" zu unten stehendem Artikel). Hiiiilfe!!!

    www.taz.de/1/sport/artikel/1/homophobie-in-der-sportszene/
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