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Der Mord an dem Istanbuler Studenten Ahmet Yildiz kommt vor Gericht: Die Verhandlung gegen den Vater des Opfers findet am 8. September vor dem Strafgericht im Istanbuler Stadtteil Üsküdar statt.

Das teilte sein Lebensgefährte der Hirschfeld-Eddy-Stiftung mit. Angeklagt wird der Vater des Opfers, der sich möglicherweise im Irak versteckt hält. Damit kommt zum ersten Mal in der Türkei ein so genannter Ehrenmord an einem schwulen Mann vor Gericht.

Der 26-jährige Physikstudent und Homo-Aktivist Yildiz war im Juli 2008 in einem Café in Istanbul erschossen worden (queer.de berichtete). Seine Eltern sollen zuvor gefordert haben, dass ihr Sohn sich einer Behandlung unterzieht, die ihn von Homosexualität "heilen" solle. Sein Lebenspartner Ibo Can, der die deutsche Staatsangehörigkeit besitzt, ist sich sicher, dass es sich bei der Tötung um einen "Ehrenmord" handelt (queer.de berichtete). Nach dem Verbrechen fürchtete Can selbst um Leib und Leben und wandte sich an das deutsche Konsulat. Unter Polizeischutz begab er sich zum Flughafen und verließ Istanbul in Richtung Deutschland.

Seither setzte sich Can für die Verfolgung und Aufklärung des Mordes an seinem Partner ein. Unterstützt wurde er dabei auch von der Lesben- und Schwulenorganisation Lambda Istanbul. "Es kann nicht angehen, dass die Tat als Ehrenmord unter den Teppich gekehrt wird, dass die Täter straffrei ausgehen", sagte Can der Hirschfeld-Eddy-Stiftung. "Die Täter müssen verfolgt, gefasst und wie andere Mörder auch vor Gericht gestellt werden. Andernfalls droht vielen anderen Schwulen in Istanbul und der Türkei überhaupt das gleiche Schicksal."

Homosexualität ist in der Türkei legal, wird allerdings – wie in anderen osteuropäischen Ländern auch – geächtet. Zuletzt wehrte sich die einflussreichste Homo-Gruppe Lamda Istanbul erfolgreich gegen ein Verbot (queer.de berichtete). Der Gouverneur hatte der Organisation das "Werben für Homosexualität" vorgeworfen. (dk)



13 Kommentare

#1 XDAAnonym
  • 10.06.2009, 18:37h
  • Anmerkung: Die Türkei gehört ganz sicherlich nicht zu Osteuropa und man kann die Menschen dort keinesfalls mit Osteuropäer vergleichen.
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#2 HannoAnonym
  • 10.06.2009, 19:16h
  • Vorsicht, der Artikel endet mit einem Verweis auf die Kritik des Gouverneurs, Lamda stehe für das "Weben für Homosexualität". Ich glaube allerdings kaum, dass es hier um Handarbeit geht.

    Danke für den Hinweis. Wir haben den Fehler behoben. Red.
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#3 Lupo__Profil
  • 10.06.2009, 20:50hBielefeld
  • Mir fehlt in diesem Beitrag noch der folgende Hinweis vom lsvd.de:

    "Spenden an Lambda Istanbul leitet die Hirschfeld-Eddy-Stiftung eins zu eins weiter.

    Bankverbindung:
    Hirschfeld-Eddy-Stiftung
    Stichwort: Istanbul
    Konto Nr. 5010000
    Bank für Sozialwirtschaft
    BLZ / BIC: 37020500 / BFSWDE33XXX "
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