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Die für Freitag in der israelischen Stadt Tel Aviv geplante Gay-Pride-Parade stößt auf Widerstand strengreligiöser Juden.

Israels neuer Innenminister Eli Yishai von der ultraorthodoxen Shas-Partei sowie das israelische Oberrabbinat verlangten, dass die Demo mitsamt ihrer "Abscheulichkeiten" verboten oder zumindest an den Stadtrand verbannt wird. In einem gemeinsamen Brief an Ministerpräsident Benjamin Netanyahu, den Bürgermeister von Tel Aviv sowie an den nationalen Polizeichef heißt es weiter, der Gay Pride solle wenigstens eng begrenzt und der Zugang nur Erwachsenen gestattet werden. Zudem solle die Polizei sicherstellen, dass alle Teilnehmer bekleidet seien und keinerlei Gegenstände mit sexuellem Bezug zu sehen seien.

Zur Begründung gaben der Innenminister und das Oberrabbinat an, dass der Umzug eine "schwere Beleidigung der öffentlichen Gefühle, insbesondere derer von Muslimen, Christen und Juden", sei.

Bislang waren derart heftige Proteste in Israel nur aus Jerusalem bekannt. Dort musste der CSD im vergangenen Jahr aus Sicherheitsbedenken in einem Stadion stattfinden. Im Jahr 2005 waren zwei Menschen verletzt worden, als ein orthodoxer Jude mit einem Messer wahllos auf Teilnehmer der Jerusalemer CSD-Parade einstach. Im Gegensatz zur heiligen Stadt gilt Tel Aviv jedoch als liberal und ist für sein ausschweifendes Nachtleben bekannt. (cw)



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38 Kommentare

#1 goddamned liberalAnonym
  • 11.06.2009, 13:47h
  • Eine "schwere Beleidigung der öffentlichen Gefühle, insbesondere derer von Muslimen, Christen und Juden". Der Mann bringt das Problem, das er selbst repräsentiert, auf den Punkt.

    Wobei der Gerechtigkeit halber gesagt werden muss, dass dieser rückständige undemokratische Fundamentalist wohl im Namen der meisten Moslems, nicht aber im Namen vieler Christen und Juden spricht. Das hat etwas mit der Aufklärung zu tun, die sein vernebeltes Hirn anscheinend noch nicht erhellt hat...
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#2 Der FahnderAnonym
  • 11.06.2009, 13:53h
  • Zur Begründung gaben der Innenminister und das Oberrabbinat an, dass der Umzug eine "schwere Beleidigung der öffentlichen Gefühle, insbesondere derer von Muslimen, Christen und Juden", sei.

    Sieh da, welch freundlichen Verbindungen in den Ansichten da wieder mal geknüpft werden,wenn es gegen uns Schwule geht.Ob der jüdische Oberhase vorher seine muslimischen und christlichen Amtskumpel dazu kontaktiert hat?
    Bei genügend zahlenden CSD-Touristen würden aber wohl auch die Oberrabbits mit Zähneknirschen
    ihre Kritik mässigen.
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#3 Mister_Jackpot
  • 11.06.2009, 14:02h
  • Immer die gleiche Leier von diesen Klerikalfaschisten egal welcher Religion....schlimm, dass grad israelische Politiker sowas fordern nach deren geschichtlichen Erfahrungen sollte man meinen, dass die schlauer wären in Bezug auf den Umgang mit Minderheiten.
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#4 AxelBerlinAnonym
  • 11.06.2009, 14:03h
  • Antwort auf #2 von Der Fahnder
  • ja so wunderbar kann religion versöhnen und wir hauten uns ihretwegen gegenseitig die köpfe ein, wenn wir könnten.
    somit bestätigt sich wieder meine meinung, dass es im forum vielen ausschließlich um politik geht.
    ich wage fast zu behaupten, dass einige gar nicht schwul sein werden sondern nur ihre politische sülze ablassen.
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#6 paulchen pantherAnonym
  • 11.06.2009, 14:28h
  • In Israel findet zur Zeit ein politischer Rechtsruck statt, in dem israelische Linke und Liberale faschistoide Züge erkennen, wie sie für
    extrem nationalistische oder extrem religiös-nationalistische Politikansätze typisch sind.
    Es finden Festnahmen, Hausdruchsuchungen,
    Polizeiprügeleien gegen Vertreter der Zivilgesellschaft statt, wie sie Israel in seiner
    bisherigen Geschichte nicht kannte.

    Shalom heißt Frieden ! ;-)

    Und damit dies genauso bleibt, wird gerade eben mächtig was dafür getan.
    Die notorisch einzigartige jüdische Demokratie im Nahen Osten verabschiedete gerade in erster Lesung ein Gesetz (47 zu 34) stimmen, dass es jedermann (!) bei Haftstrafe untersagt, zu
    bezweifeln, dass Israel ein jüdischer und demokratischer Staat sei.
    Besonders, wenn jemand Aktionen von Hass, Verachtung oder Illoylität gegen den Staat oder die Institutionen der Regierung oder der Gerichte initiiert.
    Was Hass, Verachtung oder Illoylität ist, legen Staat, Regierung und Gerichte fest.
    (Lupenreine Demokraten wie Olmert, Katzav, Lieberman, Gaydamak, u.ä.)

    Das Gesetz wurde durch das Knessetmitglied Zevulun Orlev (Habajt Hajehudi/Jüdisches Heim)
    eingebracht.

    Es verbietet Juden(!) weiterhin für eine Veränderung der Definition des Staates zu werben, einen binationalen Staat im ganzen historischen Palästina zu befürworten oder eine andere unkonventionelle Variante zu verbreiten.

    Obama muss nach seiner Rede von Kairo also weder mit eine Anklage noch eine Haft fürchten.
    Ins kriminelle Millieu abgleiten kann er allerdings, wenn er zu laut das Schicksal der Palästinenser in Israel bedauert:

    Die Regierung hat bereits eine Gesetzesvorlage angenommen, die jeden(!) in Israel mit drei Jahren Gefängnis bestraft, der die palästinensische Vertreibung (Nakba) betrauert.

    Scheinbar wird das bisherige Abhandensein einer Anweisung zu alljährlichen Freudenfesten an
    die arabischen Staatsbürger anläßlich des Landraubes und der Vertreibung von ihrem
    Eigentum als Sternstunde des jüdischen Humanismus zwar gefeiert, aber sicherheitshalber mit drei jahren Haftandrohung erzwungen.

    Presswort-Schurnalisten, die bisher den "Islamfaschismus" im Bauchladen hatten, werden
    in Bälde bestimmt die unverzügliche, unabdingliche Übernahme dieser Gesetze ins deutsche StGB ermahnen.

    Eine andere Gesetzesvorlage wartet darauf, im ministeriellen Komitee an die Reihe zu kommen:
    sie schlägt vor, eine Erklärung zu verändern, die jeder neue Knessetabgeordnete zu lesen hat, bevor er sein Amt übernimmt. Anstelle von Loyalität "gegenüber dem Staat Israel und seinen Gesetzen", wie es bis jetzt hieß,  soll er oder sie aufgefordert werden, seine/ ihre Loyalität "gegenüber  dem jüdischen, zionistischen und demokratischen Staat Israel, seinen Symbolen und seinen Werten" auszusprechen.
    Dies würde fast automatisch alle gewählten Araber ausschließen, denn  nachdem sie Loyalität gegenüber dem "zionistischen" Staat erklärt hätten, würde  dies bedeuten, dass kein Araber je  wieder für sie  stimmen wird.
    Loyalität gegenüber einem "zionistischen" Staat?  Zionismus ist eine Ideologie und in einem demokratischen Staat kann  sich die Ideologie  von Zeit zu Zeit ändern. Das wäre so, als ob man Loyalität gegenüber den "kapitalistischen" USA, einem "rechtsorientierten"Italien,  einem "linksorientierten" Spanien, einem "katholischen" Polen oder einem "nationalistischen" Russland  erklären würde.
    "Die  Fabrikation rassistischer Gesetze mit einem ausgesprochen faschistischen Beigeschmack arbeitet nun mit Volldampf. Es ist Teil der neuen Koalition." , Uri Avnery, ehem. isr. Front-Offizier, ehem. Knesseth Abgeordneter.
    Und Avnerys froher Ausblick weiter:
    "Mittlerweile gibt es weltweit einen wachsenden Konsens, dass der einzige Weg, um die Räder für den Frieden wieder in Bewegung zu bringen, bedingt, dass Obama seinen Friedensplan veröffentlicht und beide Seiten dazu aufzuruft, ihn zu akzeptieren – wenn nötig bestätigt durch Volksreferenden.
    Er könnte dies in seiner Rede tun, die er in zwei Wochen, während seines ersten Aufenthaltes als Präsident im Nahen Osten in Kairo halten soll. Es ist kein Zufall, dass er während seiner ersten Präsidentenreise in den Nahen Osten nicht nach Israel kommt – das ist für einen US-Präsidenten fast etwas Beispielloses.
    Um dies zu tun, muss er bereit sein, sich mit der mächtigen Israel-Lobby anzulegen. Es sieht so aus, als wäre er dafür bereit. Der letzte Präsident, der dies wagte, war Dwight D. Eisenhower, der Israel zwang, den Sinai direkt nach dem 1956er-Krieg zurückzugeben. „Ike“ war so populär, dass er sich nicht vor der Lobby fürchtete. Obama ist nicht weniger beliebt, und vielleicht wird er es auch wagen.
    Wie „Teddy“ Rooseveldt andeutete: wenn man einen dicken Stock hat, muss man ihn nicht schwingen. Dann kann man es sich leisten, sanft zu reden.
    Ich hoffe, Obama wird tatsächlich sanft reden – aber klar und eindeutig. "

    Quelle: Haaretz- Israel is controlled by religious fanaticism

    Originalartikel veröffentlicht am 4.6.2009

    Israel wird von religiösen Fanatikern kontrolliert

    www.tlaxcala.es/pp.asp?reference=7817&lg=de

    --------------------------------------------------------------
    Quelle: “Racists for Democracy”

    Originalartikel veröffentlicht am 30.5.2009

    Rassisten für die Demokratie ?

    www.tlaxcala.es/pp.asp?reference=7758&lg=de

    ---------------------------------------------------------------

    Weitere Artikel der linksliberalen israelischen
    Qualitätspresse, inkl. deutscher Übersetzung,
    können entsprechenden Aspekten und Erwiderungen folgend, sehr gerne nachgereicht werden.
    Ebenso Videoclips zu entsprechenden Polizeiübergriffen und Razzien gegen jüdische israelische Statsbürger aus dem linken und liberalen Spektrum.

    Die Diskussionen in Israel sind spannend und beängstigend.

    Israels Zivilgesellschaft braucht unsere Solidarität.

    Die Botschaften Israels sind okkupiert von rechten Hasskappen, die honigsüß Israels Demokratie erwürgen helfen.

    Rechtsrucks sind nie spaßig. Aber man kann etwas tun.

    Wer zum CSD fliegt, Kurzurlaub anhängen, ab 21. Juni werden alle Preise auf Touristik umgestellt. 15-30 % mehr.

    Oder halt so, solange das noch geht:

    1.bp.blogspot.com/_k95DnR-pqGQ/Si9yJUHiJKI/AAAAAAAAFRY/oiKY0
    dgDuMc/s400/do-not-disturb-1.jpg


    An einer Wand in der Hayarkon Street / Tel Aviv. Nicht weit vom Dolphinarium.
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#7 PRO ISRAELAnonym
#8 gerdAnonym
  • 11.06.2009, 14:49h
  • In Israel entstand nach den letzten Wahlen zur Knesset eine neue Regierung, die zum Teil aus ultrarechten Parteien besteht.

    Das dürfte zunehmend innen- und außenpolitisch ein Problem im Nahen Osten werden.

    Erfreulich war nur aktuell der Ausgang der Parlamentswahlen im Libanon. Ansonsten aber sieht es im Nahen Osten echt mies aus.

    Da lobe ich mir doch lieber Europa, Nord-, Zentral- und Südamerika sowie die Antarktis und Australien/Neuseeland/Ozeanien. Dort läßt es sich als offen homosexuelles Paar viel besser leben.

    Die Problemkontinente sind Afrika und Asien, aber auch dort wiederum nur bestimmte Regionen auf diesen beiden Kontinenten.
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#9 Der FahnderAnonym
  • 11.06.2009, 14:50h
  • Antwort auf #4 von AxelBerlin
  • Einen gemeinsamen vermeintlichen Feind in den Brennpunkt stellen..ist doch ein alter Trick.
    Und die Sülze hier hab ich nun einige Zeit lesen können finde es aber mittlerweile belächelnswert.
    Egal welches schwule Thema es wird immer
    geschickt der politische Sülzbrei ausgeteilt den, müssten sie ihn wirklich selber essen, ausspeien würden. Und belächelnswerte ist ,sie denken man merkt es nicht
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#10 Ich (Süd-Schleswig ehemals Dänemark/Frankreich/Preußen etc.)Anonym
  • 11.06.2009, 15:01h
  • Ich wohne ja leider im Norden, wo die größte Rolle der Krichen die auf der Ausgabenseite der Städtischen Haushalte ist, aber ich würde gerne mal in den katholischen Süden ziehen. Warum?
    Ganz einfach: Wenn mal wieder die Katholen einen ihrer "Religiösen" Demonstrationszüge (Prozessionen heißen die glaube ich) durch den Ort machen, werde ich ein Verbotsantrag stellen mit der Begründung, daß der Umzug eine schwere Beleidigung meiner Homosexuellen Gefühle ist. Würde mich ja mal brennend interessieren, was die Gerichte solchewr Landschaften machen würden, wenn jemand mit genau der gleichen Argumentationskette gegen Religiöse Umzüge vorgehen würde... Wenn ich mal reich bin, gönne ich mir den Spaß....die Idee gefällt mir immer besser...
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