Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?10583

Proteste in Warschau, Festnahmen in Zagreb, Kritik an Barack Obama in Los Angeles, Karnevalsstimmung in São Paulo – in dutzenden Städten fanden am Wochenende in aller Welt CSDs statt.

Die brasilianischen Metropole São Paulo konnte wie in den vergangenen Jahren die größte CSD-Parade auf die Beine stellen: Hier gingen nach Veranstalterangaben 3,5 Millionen Schwule, Lesben und Transsexuelle am Sonntag auf die Straße, um gegen Homophobie zu protestieren. Auch hunderttausende Touristen nahmen an der Parade teil. Hier hatten Aktivisten zuletzt wegen der hohen Zahl der aus Hass auf Schwule und Lesben verübten Morde vor einem "Homocaust" gewarnt (queer.de berichtete). Das Motto der 13. "Parada do Orgulho LGBT" lautete "Halt nicht den Mund! Es ist dein Recht, lesbisch zu sein! Keine Gewalt gegen Frauen!".

Am Wochenende beteiligten sich in Deutschland Tausende an CSDs in Würzburg, Regensburg, Dresden und Kiel. Die Hauptforderung der Aktivisten ist die Aufnahme von Schwulen und Lesben in den Gleichheitsartikel im Grundgesetz. Derzeit schützt Artikel 3 der deutschen Verfassung nur Menschen auf Basis der Merkmale Geschlecht, Abstammung, Rasse, Sprache, Heimat, Herkunft, Glauben sowie die religiöse oder politische Anschauungen.

Youtube | CSD in Kiel

Auch in vielen europäischen Hauptstädten sind am Wochenende Schwule und Lesben auf die Straße gegangen, etwa in Rom, Athen, Warschau und Zagreb. In der kroatischen Hauptstadt kam es dabei zu Ausschreitungen: Nationalisten versuchten, die 500 Teilnehmer anzugreifen. Rund 200 Beamte beschützten die CSD-Teilnehmer und nahmen mindestens vier Gewalttäter fest. Die Parade stand unter dem Motto "Vernichte den Faschismus - Unterstütze Homo-Aktivismus". In Warschau demonstrierten 1.000 Aktivisten. Hier blieb die Parade nach vielen Übergriffen und Verboten in den letzten Jahren diesmal ohne Zwischenfälle. In Athen gingen 2.000 Menschen auf die Straße, in Rom waren es 200.000. Dort demonstrierten die Aktivisten für die Homo-Ehe und gegen den Einfluss der katholischen Kirche auf die italienische Regierung. Viele der Teilnehmer kamen verkleidet als katholische Priester zum CSD.

Tausende beteiligten sich auch bei der "Gay Pride"-Parade in der kalifornischen Metropole Los Angeles, unter ihnen auch Bürgermeister Antonio Villaraigosa und sein Amtskollege aus San Francisco, Gavin Newsom. Beide Politiker übten Kritik an Parteifreund Barack Obama, weil seine Regierung trotz anderslautender Wahlversprechen unter anderem an Homo-Verboten im Militär festhält. Viele Teilnehmer führten Transparenten mit, in denen sie Obama kritisierten.

Zudem nahmen in Tel Aviv 20.000 Menschen bei der größten CSD-Parade des Nahen Ostens teil. Hier kam es zuletzt zu Irritationen, weil strenggläubige Juden ein Verbot der Veranstaltung forderten (queer.de berichtete). Auch der ultraorthodoxe Innenminister Eli Yishai sprach sich dafür aus. (dk)

Youtube | CSD in Rom


CSD Berlin endet erstmals am Brandenburger Tor

Der 32. CSD in Berlin bietet dieses Jahr eine Premiere: Erstmals endet die Parade am Brandenburger Tor.
Belgrad: CSD nach Gewaltdrohungen abgesagt

Wegen Sicherheitsbedenken ist der Belgrader CSD am Samstag abgesagt worden. Nationalisten feierten die Entscheidung als Niederlage für "Ungläubige und Satanisten".
Serbien: Amnesty warnt vor Gewalt gegen Schwule

Im Vorfeld des zweiten CSDs in Belgrad warnt Amnesty International davor, dass Hass und Gewalt gegen Homosexuelle aus der Mitte der Gesellschaft komme.