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  • 16. Juni 2009, noch kein Kommentar

Ein Cocktail aus Entdecker-, Schatzsucher-, Piraten- und Sexroman: "Der rote Korsar" von Falk Stein über die Abenteuer des jungen Jean-Pierre im Frankreich des 17. Jahrhunderts

Von Udo Schwarz

Man hat es nicht leicht als Historiker: alte Schinken wälzen, vergilbte Pergamente entziffern, vergangene Zeiten untersuchen. Irgendwie langweilig: Ist ja alles schon vorbei, ist alles Interpretation, kann keiner wirklich beweisen, alles Interpretation.

Das dachte sich wohl Falk Stein, seines Zeichens Lehrer für Geschichte und Kunst in Berlin, und begann Seemannsgarn zu spinnen, dass sich die Balken nur so bogen. Aber, beim Klabautermann, dabei ist eine höchst unterhaltsame, kurzweilige, bisweilen absurde Geschichte entstanden, die nebenbei auch noch für hormonellen Ausgleich sorgt.

Diese Porno-Piraten-Phantasterei hält sicher keiner historischen Überprüfung stand, auch die maritimen Details deuten auf einen Festlandbewohner als Autoren hin, aber die Abenteuer des jungen Jean-Pierre im Frankreich des 17. Jahrhunderts, der erst entführt wird, dann Schiffbruch erleidet, exotische Länder und gefährliche Situationen erlebt und dabei aber immer den Mast in den Wind hält, sind witzig, einfallsreich und vor allem geil.

Der Autor spielt mit den verschiedenen Genres und mixt was das Zeug hält einen berauschenden Cocktail aus Entdecker-, Schatzsucher-, Piraten- und Sexroman. Wir wünschen Mast- und Schotenbruch!

Falk Stein: Der rote Korsar, Himmelstürmer Verlag, Hamburg 2009, 171 Seiten, 15,90 €