Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?10599

In den USA wurden mehr Übergriffe auf Schwule, Lesben und Transsexuelle gemeldet, auch die Intensität der Gewalt stieg an. Im Vergleich zum Vorjahr gab es 28 Prozent mehr Morde aus homophoben Motiven.

Die National Coalition of Anti-Violence Programs (NCAVP) schreibt in ihrem Jahresbericht, dass 2008 insgesamt 2.424 Fälle von Gewalt aus Homophobie registriert wurden – das sind zwei Prozent mehr als im Jahr zuvor und 26 Prozent mehr als 2006. Die wirkliche Zahl dürfte noch höher liegen, da der NCAVP nicht Daten aus allen Teilen des Landes vorliegen und die Dunkelziffer in diesem Bereich erfahrungsgemäß hoch ist. Insgesamt wurden 29 Morde gemeldet, so viele wie seit 1999 nicht mehr. Zudem wurden in rund einem Viertel der gewalttätigen Übergriffe Waffen verwendet.

NCAVP-Geschäftsführerin Sharon Stapel erklärte die Steigerung mit dem Wahlkampf im letzten Jahr, bei dem das Thema Homosexualität, allen voran die Homo-Ehe, eine große Rolle spielte. "Wir sind viel sichtbarer geworden. Das erhöht leider auch das Risiko einer Gegenreaktion, wie wir sie gerade sehen", so Stapel.

Das FBI hat in seinem Bericht vom Oktober 2008 von 1.200 Übergriffen aus homophoben Motiven berichtet, was einem Anstieg von sechs Prozent entspricht (queer.de berichtete). Die NCAVP erklärte jedoch, ihre Zahlen seien genauer, da das FBI nicht alle Übergriffe zählt. So werden beispielsweise Überfälle auf Transsexuelle grundsätzlich nicht als Hassverbrechen eingeordnet.

Derzeit berät das US-Parlament über so genannte "Hate Crime Laws". Zuletzt stimmte das Repräsentantenhaus einem entsprechenden Gesetzentwurf zu (queer.de berichtete). Damit werden Verbrecher, die ihre Tat aus Hass gegen bestimmte Gruppen begehen, härter bestraft als "normale" Kriminelle. Derzeit gibt es nur ein Bundesgesetz, das die Merkmale Rasse, Hautfarbe, Religion oder nationale Herkunft einbezieht. Sexuelle Orientierung ist dagegen nur auf Landesebene im Gesetz verankert: Immerhin 32 von 50 Bundesstaaten haben dieses Merkmal aufgenommen. (dk)



#1 free_worldEhemaliges Profil
  • 21.06.2009, 08:25h
  • Tja, und die Täter sind ganz sicher in allen Bevölkerunfsschichten zu finden.
    Was auch durchaus Sinn macht, in einem Land, in dem 90% der Einwohner an die schaffung der Welt in 6 Tagen glauben...
  • Antworten » | Direktlink »
#2 Victor
  • 23.06.2009, 18:32h
  • Antwort auf #1 von free_world
  • Komisch, dass so wenige User diese Meldung hier kommentieren! Irgend so'n Opfer-Verhalten? ("Ich bin schlecht, deshalb haben wir Schwulen es verdient angegriffen oder getötet zu werden?") Selbstbewußtsein entwickeln, sich solidarisch mit anderen Schwulen und Lesben zeigen, das macht aus Euch stolze, schwule Männer! Ich bin kein Opfer und zu der Umfrage, die hier neulich stand. Ja, ich würde mir u.U. eine Waffe zulegen (so ganz legal, Waffenschein, Schießtraining usw.) oder glaubt Ihr, ich lasse mich abschlachten? Alles ist besser, als der Tod !!!
    Victor
  • Antworten » | Direktlink »
#3 Für eine Welt ohne WaffenAnonym
  • 23.06.2009, 19:35h
  • Antwort auf #2 von Victor
  • "Alles ist besser als der Tod"

    - und der kommt ganz bestimmt, wenn wir Schusswaffen in dieser Gesellschaft noch weiter in Umlauf bringen als bisher schon. Siehe insbesondere USA! Daher ist das Gegenteil richtig und wurde in einem anderen Thread auch schon sehr ausführlich erörtert: Schusswaffen haben in privater Hand NICHTS verloren!
  • Antworten » | Direktlink »
#4 Adrian
  • 23.06.2009, 21:39h
  • Antwort auf #3 von Für eine Welt ohne Waffen
  • Habe neulich bei "TIMM" einen Report gesehen. Da wurde in San Francisco von Schwulen für Schwule Schießtraining angeboten. War gut besucht, weil die homophoben Attacken auch in der ehemaligen "Capitol Of Gays" inzwischen ein völlig unakzeptables Ausmaß angenommen haben.
    Klar, das kann sich "gegenseitig hochschaukeln" - aber trotzdem bin ich auch dafür sich besser zu wehren, als umbringen zu lassen. Bevor die Polizei da ist (wenn sie denn überhaupt kommt), bist du wahrscheinlich schon zum Invaliden getreten oder umgebracht worden.
    Grüße Adrian
  • Antworten » | Direktlink »