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In "Contact High" geht ein schwuler Automechaniker auf einen psychodelischen Trip. Und "I Dreamt Under Water" zeigt Paris als Sex-n-Drugs-Hölle.

Von Carsten Weidemann

Der Begriff Contact High ist seit den 1960er Jahren belegt Er wurde im Underground und in der Hippie Szene geprägt. Man wird, ganz ohne Drogenkonsum, selbst high, wenn man einer Person begegnet, die eine psychedelische Droge genommen hat und high ist. Das High "infiziert". High wird man auch durch diesen Film.

Hans Wurst und Max Durst basteln an ihrer Karriere als Buffetmagnaten, der Kleinkriminelle Schorsch will eigentlich nur Autorennen schauen, was Mao eigentlich könnte, müsste sie nicht auf die Tochter einer Freundin aufpassen, während Harry sich am liebsten mit seinen blonden Mechanikern vergnügen würde. Aber Carlos’ Tasche macht allen ein Strich durch die Rechnung. Bald fliegen sie durch polnische Nächte, sehen Hunde, Schweine und Schwertfische und wundern sich, als sie einen Schaffner sagen hören: "Nächste Haltestelle: Drogomysl"

"Contact High" ist ein psychedelisches Roadmovie von Michael Glawogger, der seine Helden Max und Johann auf einen bewusstseinserweiternden Trip von Wien nach Drogomysl (Polen) schickt. Ein schräger Spaß mit Musik u.a. von Element Of Crime, Tiefschwarz, Calexico, Get Well Soon und Roxy Music.

Youtube | Contact High Trailer

"I Dreamt UnderWater" ist ein Film über Verzweiflung, über das Bedürfnis, sich fallen zu lassen und zu verlieren, das Bekannte zurückzulassen und sich neu zu (er)finden in Sex und Drogen: Nur wer den Schritt in den Abgrund wagt, kann eine Ahnung davon bekommen, wer er wirklich ist. Ob er ist.

Antonin, unser junger und attraktiver Held, verliert den Boden unter den Füßen, nachdem er Alex, den Mann, den er abgöttisch über alles liebte, der diese Liebe aber nur mit Freundschaft erwidert hat, bei einem Clubbesuch tot auf der Toilette findet. Was folgt, ist eine nicht enden wollende Abfolge von sexuellen Eskapaden als Stricher im Poppersrausch und harter Drogentrips in einem Paris, dem die romantische Seite weggeätzt wurde – ein verruchtes Sündenbabel, die Stadt von Baudelaire und Rimbaud und Genet. Bis er Juliette kennen lernt, deren Liebe Erlösung verspricht. Vielleicht.

Es ist ein rauer, expliziter Film. Und doch ist es auch ein träumerischer, schöner Film, weil sich Regiedebütant Hormoz als außergewöhnlich stimmungssicherer Visualist erweist, der seinem Protagonisten mit der Kamera just die Liebe zukommen lässt, die ihm von den Menschen seiner Umgebung verweigert bleibt. Ein Gedicht in Licht und Farbe.



#1 bananasEhemaliges Profil
  • 19.06.2009, 11:38h
  • Detlev Buck ist seit "Sonnenallee" und "NVA" fast schon Kult, im Gegensatz zu Schauspielern, die, ohne den Mund zu öffnen, sprechen können. Zur Zeit im Dienst von RTL, mit ziemlich sexistischen Äußerungen.
    Na jedenfalls ich freu mich drauf.
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