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Vor einem Monat wurde der 26-jährige Jörn in Frankfurt zum Mister Gay Germany gewählt. Queer.de sprach mit dem derzeit in der Schweiz lebenden Hobbyfischer über den Schönheitswettbewerb, seine Rolle als Vertreter der schwulen Szene und seinen Traummann.

Von Dennis Klein

Was sind Deine Aufgaben als Mister Gay Germany?
In erster Linie werde ich die schwule Szene repräsentieren, etwa bei CSD-Eröffnungen und anderen schwulen Events, aber die genauen Details weiß ich noch nicht. Außerdem werde ich Deutschland bei der Gay-Europe-Wahl vertreten.

Wie bist Du denn zum Wettbewerb gekommen?
Als ich mich letztes Jahr dort beworben habe, hätte ich es nie für möglich gehalten, soweit zu kommen. Es wurden dann 24 Kandidaten für das Internetvoting ausgewählt – und ich war dabei. Erwartet habe ich das nicht. Unter diesen 24 kamen dann 12 Kandidaten weiter. Ich weiß zwar, dass ich keinen schlechten Körper habe, aber für mich war es jedes Mal eine Überraschung, wenn ich eine Runde weiter gekommen bin.

Gab es denn beim Wettbewerb einen Zickenkrieg unter den Kandidaten?
Nein, es waren alle so aufgeregt, dass dafür keine Zeit war. Ich war ohnehin den ganzen Tag beschäftigt: Um 5 Uhr morgens musste ich mit dem Auto in der Schweiz aufbrechen. Mittags kam ich dann in Göttingen an, dort haben wir erst geprobt. Die Wahl sollte dann um 23 Uhr beginnen. Gegen halb zwei ging’s dann wirklich los.

Was musstest Du tun, um den Titel zu gewinnen?
Als erstes sind wir im Anzug aufgetreten, dann kam der Talentwettbewerb. Ich bin mit meiner Gitarre aufgetreten und hab "Delmenhorst" von Element of Crime gespielt. Am Ende sind wir eingeölt und in einer Badehose aufgetreten, die wir gestellt bekommen haben.

Willst Du Dich als Vertreter der schwulen Szene für ein Thema besonders einsetzen?
Ich will mich etwa im Kampf gegen Aids engagieren. Außerdem will ich Leute, für die schwul immer noch abnormal ist, davon überzeugen, dass dem nicht so ist. Ich selbst komme nicht so "gay" rüber, wenn ich dann jemandem, den ich bereits kenne, erzähle, dass ich schwul bin, sind die Reaktionen aber durchweg positiv gewesen.

Wie haben Deine Arbeitskollegen reagiert?
Ich arbeite gerade als Servicekraft in der Gastronomie in einem Schweizer Dorf. Meine Kollegen sind von meiner Bewerbung hellauf begeistert gewesen. Ich hatte auch kein Problem, für den Wettbewerb Urlaub zu bekommen. Immerhin haben meine Kollegen auch im Internet für mich abgestimmt und mich damit erst so weit gebracht.

Ist so ein fescher Kerl wie Du eigentlich noch zu haben? Und wer ist Dein Traummann?
Ja, ich bin solo. Aber ich habe kein Schema für den perfekten Freund. Es muss einfach passen. Wichtig ist, dass man mit Ihm gut über all mögliche Dinge reden kann.

Themen wie die fabulöse Cher oder doch lieber wie Entscheidungsfindungen im Schweizer Bundesrat?
Naja, von der Politik in der Schweiz habe ich noch nicht all zu viel mitbekommen. Gesunder Menschenverstand und ordentliche Umgangsformen sind wichtiger als die Themen.

Hattest Du als Schwuler in der Schweizer Provinz nie Probleme?
Nein, mich haben zwar vorher Freunde gewarnt, dass es schwierig sein könnte. Aber ich habe keine einzige schlechte Erfahrung gemacht. In meiner alten Heimat Zittau in Sachsen war das schon ein bisschen anders. In Deutschland, besonders in den neuen Bundesländern, gibt es ja leider immer noch viele Rechtsextremisten. Hier kann man mit den Leuten gut reden, auch mit den Älteren. Die meisten lernen mich ja erst kennen und später sage ich ihnen, dass ich schwul bin. Dann können sie ja nicht sagen, dass sie plötzlich nichts mehr mit mir zu tun haben wollen.



#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 19.06.2009, 19:48h
  • Wirklich sehr beeindruckend! Vor allem die Fotos mit den Kandidaten sind super gelungen. Wenn ich aber ehrlich bin, so hat mir der Titelträger des Vorjahres besser gefallen. Nach Durchsicht der Fotos wäre mein persönlicher Favorit der Kandidat mit der Startnummer 6 gewesen. Insgesamt sahen die Jungs in den Anzügen einfach geschmeidig aus.
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#2 Liedel
#3 Leo20x6Anonym
  • 20.06.2009, 14:49h
  • "Noch zu haben" ist doch ein Schwuler immer oder hab ich da was falsch verstanden?!
  • Antworten » | Direktlink »
#4 Ich lebe, also bin ich zu habenAnonym
#5 Leo20x6Anonym