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Der schwarz-grüne Senat in Hamburg hat die Einrichtung der "Arbeitsstelle Vielfalt" beschlossen, die sich unter anderem um die Gleichbehandlung von Schwulen und Lesben kümmert.

Sie nimmt am 1. August 2009 ihre Arbeit auf. Mit der Einrichtung der Arbeitsstelle wird eine Vereinbarung aus dem Koalitionsvertrag umgesetzt. Die neu eingerichtete Behörde wird zentrale Ansprechstelle für Fragen der Gleichstellung der Geschlechter, gleichgeschlechtliche Lebensweisen, für interkulturelle Angelegenheiten und den demografischen Wandel sein. Sie soll weiter die Umsetzung des Antidiskriminierungsrechts (AGG) kontrollieren und die Maßnahmen gegen Rassismus und Rechtsextremismus koordinieren.

Die Arbeitsstelle solle dazu beitragen, Hamburg "als internationale Metropole mit hoher kultureller Vielfalt fortzuentwickeln", erklärte Justizsenator Till Steffen (Grüne): "Es sinnvoll, den Kampf gegen Diskriminierung und Ungleichbehandlung rechtlich zu führen."

Die "Arbeitsstelle Vielfalt" soll als Ansprechpartnerin für die Öffentlichkeit zur Verfügung stehen, mit Verbänden zusammenarbeiten und über die Rechte der von Diskriminierung Betroffenen aufklären. Nach innen kann sie zudem zu Gesetzentwürfen und anderen Entscheidungen des Senats Anregungen und Vorschläge unterbreiten und Handlungskonzepte erstellen.

Leiterin der neu eingerichteten Arbeitsstelle wird die 44-jährige Angela Bähr. (pm)



#1 Adrian
  • 24.06.2009, 18:44h
  • Ein positives Signal gegenüber unserer Community und außerdem ein Signal, das in die gesamte Gesellschaft hinein wirkt:

    "Schwule Männer und lesbische Frauen werden Unterstützung finden, bei ihrem Kampf um gleiche Rechte."

    Ob Ole das wohl auch ohne einen grünen Koalitionspartner gemacht hätte? Sicher nicht.

    Adrian
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#2 TimmAnonym
  • 24.06.2009, 18:53h
  • Dann soll diese Arbeitsstelle erstmal endlich die im Koalitionsvertrag versprochene Gleichstellung der hamburgischen, verpartnerten Landesbeamten in der Hinterbliebenpension und beim Familienzuschlag durchsetzen. Andere Bundesländer wie Bremen oder Berlin haben dies bereits bei ihren verpartnerten Landesbeamten durchgesetzt.

    Ansonsten aber ein echt gute Meldung aus Hamburg.
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#3 Victor
  • 24.06.2009, 19:46h
  • Antwort auf #2 von Timm
  • Yes Sir! Andererseits, im Vergleich zu dem, was wir hier vor Schwarz-Grün hatten, bin ich geradezu glücklich über den "kleinen" Schritt!
    Und ... engagierte Schwule werden Druck machen, damit HH mit Bremen und Berlin in Sachen Beamten-Recht gleichzieht.
    Ich grüße Dich
    Victor
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#4 Es geht um mehr!Anonym
  • 25.06.2009, 21:00h
  • Antwort auf #2 von Timm
  • @Timm: Hier geht's ausnahmsweise mal nicht exklusiv um "eingetragene Lebenspartner", sondern um die sehr viel größere Gesamtheit homosexueller Menschen! Bevor irgendein schwuler Mann den mittelalterlichen Konstrukten der Heteronormativität nacheifern kann, muss er sich nämlich erst einmal wirklich frei selbst entdecken und ausleben können. Und zwar bitte ohne jahrelange innere und äußere Konflikte und ein viermal höheres Selbstmordrisiko als seine heterosexuellen Altersgenossen. Wie alle aktuellen Studien zu diesem Thema belegen, befinden wir uns aber zu Beginn des 21. Jahrhunderts in Sachen gefühlter sexueller Freiheit bei (männlichen) Jugendlichen auf einem absoluten Tiefpunkt seit Beginn entsprechender Erhebungen Anfang der 70er Jahre. Überhaupt hat die Homophobie gerade unter jungen Menschen in den letzten Jahren messbar zugenommen. Daher ist ein Perspektivenwechsel, der eben diese essentiellen Fragen in den Mittelpunkt unseres Denkens und Handelns rückt, uns allen in der Community und der so genannten Homo-Bewegung sehr dringend anzuraten! Denn daran wird sich - vor allem anderen - die Gesellschaft von morgen entscheiden.
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#5 TimmAnonym
  • 01.07.2009, 15:38h
  • Kaum hatte ich es geschrieben vor ein paar Tagen schon entdecke ich diese Meldung im Internet: also es geht doch

    *
    www.lsvd.de/611+M5387295875f.0.html

    Hamburg stellt sein Landesrecht vollständig gleich. Ein weiteres Bundesland hat es also geschafft.

    Dies freut mich insbesondere für die Person Ole von Beust in Hamburg. Er muss sich nach dem Ende seiner politischen Karriere später nicht vorwerfen, dass in seiner Verantwortung die Gleichstellung nicht in seinem Bundesland durchgesetzt wurde. Da kann er später beruhigt in die Szene gehen, wenn er denn überhaupt dies will. Zumindest auch homosexuelle Freunde in seinem Umfeld dürften jetzt zu Recht ihn loben, was das Thema Gleichstellung in Hamburg angeht.

    Wobei das erste Bundesland war Hamburg diesmal nicht: siehe Bremen, Berlin und Mecklenburg-Vorpommern.

    I
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