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Der schwule Comic-Papst teilt aus: Er wettert gegen zu viel Kommerz beim CSD und plädiert für deutlichere politische Botschaften.

Von Carsten Weidemann

Die Frankfurter Rundschau hat sich zur CSD-Saison mit dem Comiczeichner Ralf König unterhalten und in der Ausgabe vom Donnerstag ein ausführliches Interview mit ihm veröffentlicht. König findet deutliche und kritische Worte zu den Paraden im Jahr des 40-jährigen Geburtstages des Ereignisses.

"Bei den Paraden gibt es geradezu abstoßende kommerzielle Entwicklungen", schimpft er und berichtet der Tageszeitung von einem Ereignis beim Kölner CSD im vergangenen Jahr. Mit ein paar Freunden habe er sich als kleine Fußgruppe spontan einreihen wollen. Man sei aber von ein paar Bodyguards abgedrängt worden, die die Fläche hinter einem Wagen für zwei Models, die Werbung für einen Energy-Drink machten, freihalten wollen. Es sei kein Wunder, dass es zum regulären CSD seit einiger Zeit Gegenveranstaltungen gebe. "Das Bedürfnis nach ernsteren politischen Tönen ist da."

Einseitig findet König auch die Aufmerksamkeit der berichtenden Medien, die sich zu sehr auf die "Paradiesvögel und Exoten" konzentrierten. "Ich finde, eine Message sollte schon dabei sein beim CSD. ‚Seht her, wie toll ich aussehe‘, das reicht nicht. Der CSD ist nach meinem Verständnis immer noch eine Demo, keine Love Parade." Damit kein Missverständnis entsteht, fügt der Erfinder der Knollennasen aber deutlich hinzu, dass er nichts gegen Tunten habe, und selber häufig genug mit Pumps und Fummel unterwegs gewesen sei.



46 Kommentare

#1 Mister_Jackpot
#2 alexander
  • 25.06.2009, 18:38h
  • bin seit jahren genau der gleichen meinung !!!

    als besonders pevers finde ich am kommenden berliner csd den wagen # 19. der "bundestagsfraktion der fdp" !!!

    so schnell werden meine eier gar nicht faul, wie ich werfen möchte !
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#3 jochenProfil
  • 25.06.2009, 18:49hmünchen
  • in unserem eigenem interesse sollte der csd-zug wieder politischer werden.

    Ralf König hat recht.
    und ich finde es gut , dass ER diese thema anstösst.
    weil man IHM zuhört und ihn ernst nimmt, wenn er GEGEN den strom spricht.
    andere, die eine ähnliche meinung vertreten wie er, werden schnell als spießer , tuntenfeinde oder spaßbremsen abgestempelt.

    ich stimme auch Thomas Herrmann zu wenn er fordert:
    - leute, zieht euch wieder was an zur demo.-
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#4 TimmAnonym
  • 25.06.2009, 18:58h
  • Ralf König hat vollkommen Recht !!!!

    Genauso ist es; die politischen Botschaften wie Artikel 3 GG Erweiterung oder die Gleichstellung im Steuerrecht bei homosexuellen, verpartnerten Paaren stehen im Vordergrund der CSDs.
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#5 Mister_Jackpot
  • 25.06.2009, 19:03h
  • Antwort auf #3 von jochen
  • Hmm ich glaub du hast da was grundlegend falsch verstanden! Er sagt es soll "politischer" werden. Kritiseren tut er in erster Linie, dass der CSD zu kommerziell geworden ist und dass die Parade fast nur noch dazu da ist Werbung für irgendwas zu machen, egal ob nun Energy Drinks oder sonst was! Ein politischer Umzug muss in erster Linie politisch "provozierend" sein, wie in Stonewall 1969 ja auch die Drags es waren, die sich in erster Linie wehrten. Das heisst natürlich müssen Tunten und Lederkerle dabei sein, aber genau die müssen dann entsprechend politische Botschaften auf Plakaten mit sich tragen und klar machen: Wir sind anders! Und Jochen so leid es mir tut...wir sind nunmal eine Minderheit, die sich durch ihre Sexualität und nicht z.B. durch die Hautfarbe von der Masse unterscheidet, also muss eine politische Demonstration von Schwulen und Lesben genau diesen "sexuellen" Unterschied auch direkt darstellen. Es geht ja nicht darum, dass sich jetzt alle so "verkleiden" sollen wie Heteros. Es ging Ralf König also um die Kommerzialisierung des CSD und nicht darum die Botschaft des sexuellen Andersseins zu kritsieren, wie du es tust.
    Ich selbst bin z.B. ein Normalo Schwuler (wenns sowas gibt), aber ich freu mich über jede Drag Queen, die sich öffentlich zeigen darf ohne zusammengeschlagen zu werden. Der CSD ist ein Tag der (sexuellen) Freiheit bei der der Welt möglichst strikt klar gemacht werden muss: Wir sind zwar anders, aber genau so muss uns die Gesellschaft akzeptieren! Darum gehts und so hab ich Ralf auch verstanden.
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#6 boaaaaah.....Anonym
  • 25.06.2009, 19:06h
  • Antwort auf #3 von jochen
  • wenn der von kleiderordnungen redet, redet
    der erste confronciere von rechts
    im deutschen fernsehen, seit abschaffung
    des 175er.

    auch seinen neoliberalen heten-kumpanen folgend, muß es eigentlich heißen, zieht euch warm an, wir kommen

    und das nicht nur auf dem csd.

    kleiderordnung ?
    hermanns bei riverboat, mdr:

    dummes gewäsch und t-shirt: D.I.S.C.O.

    es braucht andere träume, als von nürnberger
    kleinbürgertum bis zur trend-disco in new york.
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#7 JürgenAnonym
  • 25.06.2009, 19:42h
  • Hallo,

    nun, ich gebe Ralf König recht. Auch mir ist seit vielen Jahren der CSD-Köln zum kommerziellen Volksfest mit Bier- und Essbuden ausgeartet. Die wichtigen Stände werden einfach leider in eine Seitenstraße verdrängt.
    Als ich vor fast 10 Jahren 1999 zum ersten CSD nach Köln kam, war es noch familiärer mit dem Zusammengehörigkeitsgefühl. Man hatte Stolz und ging mit Selbstbewußtsein in den "normalen" Alltag zurück.
    Heute muß ich gestehen, haben die kleinen CSD-Straßenfeste noch diese menschliche Atmosphäre und das Programm zeigt wichtige Themen für Akzeptanz und Toleranz.

    Ich muß aber auch feststellen, das die Medien sicher nur die sogenannten bunten Paradiesvögel raussuchen. Aber leider verzichten die TV-Sender, wie WDR, TIMM und jetzt sogar auch der rbb auf eine Liveübertragung der CSD-Parade.

    Vieles hat sich leider verändert.

    Liebe Grüße
    Jürgen
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#8 AXEL FAnonym
  • 25.06.2009, 20:38h
  • WO ER RECHT HAT HAT ER RECHT!

    GENAU DESWEGEN GEHE ICH NICHT MEHR ZUM CSD.

    WIE DIE KÖLNER SAGEN: KARNEVAL IM SOMMER
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#9 verbraucherAnonym
#10 hurtzAnonym
  • 25.06.2009, 22:28h
  • ich finde gar nicht,dass der herr recht hat!
    kommerz hin oder her,das ganze macht
    a) mehr spaß für die beteiligten
    und b) auch mehr spaß für zuschauer (heten)
    man kann sagen,was man will,aber durch kommerz erreicht man einfach eine höhere anzahl an menschen.

    klar,die politische botschaft kommt langsam ausser acht und das ganze artet eigentlich in eine einzige party aus,dagegen sollte man auch was tun.
    aber wieso sollte der spaß ganz auf der strecke bleiben.
    ich denke den größten erfolg wird man haben,wenn man einen guten mittelweg findet und beides vereinen kann!
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