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Die Lesbenserie "The L-Word" ereilt das Schicksal von "Queer as Folk": Pro Sieben verschiebt die US-Reihe in die späte Nacht.

Die ersten beiden Folgen der zweiten Staffel, die im US-Fernsehen bereits vor vier Jahren zu sehen war, laufen auf Pro Sieben am Donnerstagmorgen um 1:15 Uhr und um 3:25 Uhr. Bereits 2007 hatte der Münchener Privatsender die Serie "Queer as Folk" in den späten Abend verschoben, damals auf 0:15 Uhr (queer.de berichtete).

Manuela Kay, Chefredakteurin des Lesben-Magazins "L-Mag", kritisiert den späten Ausstrahlungstermin: "Sie kommt mitten in der Nacht, Jahre zu spät und nur noch als Lückenbüßer, das ist unverschämt."

Fans der US-Reihe, von der zwischen 2004 und 2009 insgesamt 70 Folgen gedreht wurden, werden ohnehin nicht auf Pro Sieben gewartet haben. Die jetzt gesendete zweite Staffel ist bereits vor knapp drei Jahren in Deutschland als DVD veröffentlicht worden. Im Juli erscheint die fünfte Staffel. (dk)



#1 Daniel
  • 30.06.2009, 21:31h
  • Liebe Lesben, ich glaube allmählich wird es Zeit für einen bundesweiten Boykott der Sendergruppe "Sat 1, Kabel Eins, N 24, Pro 7"

    Wofür halten diese Ignoranten uns Schwule und Lesben, für "Manövriermasse", die man nach Belieben "verarschen" darf und die dann immer noch devot "danke sehr" sagt?

    Ich habe mich seinerzeit so maßlos geärgert, dass "Queer As Folk" auf einen "unmenschlich späten" Sendetermin verlegt wurde, dass ich mich geweigert habe, die Serie weiter bei Pro 7 anzuschauen.

    Als, nach und nach alle 5 Staffeln auf DVD erschienen, habe ich sie mir zugelegt und (mit großem Genuss) angesehen. Pro 7 wird bei mir seitdem nicht mehr eingeschaltet.

    Beste Grüße
    Daniel
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#2 XDAAnonym
#3 DanielaAnonym
#4 Melvin
  • 01.07.2009, 19:06h
  • Antwort auf #2 von XDA
  • "Queer As Folk"
    („ ... wirklich revolutionär.“ - The New York Times / „ ... macht süchtig.“ - The Boston Globe / „Ungeheuer sexy.“ - DER SPIEGEL / „Auch wenn die Serie endet, wird sie das Fernsehen weiterhin beeinflussen.“ - Los Angeles Daily News). Queer As Folk hat sieben Preise gewonnen, darunter den Prism Award und hat außerdem 20 Nominierungen für Awards, wie GLAAD Media Awards und DGC Craft Award erhalten.
    Der heterosexuelle Schauspieler Hal Sparks (Darsteller des schwulen Michael Novotny) im Interview: "(...) 65 - 70 % der Amerikaner sind jetzt für die "civil union", für die Eingetragene Lebenspartnerschaft, was undenkbar war, als die Serie 'Queer As Folk' begann. Kurz vor dem Serienstart waren es 35 - 40 %. Viel davon hat mit 'Queer As Folk' zu tun (...)"

    Offenbar haben einige noch gar nicht erkannt, wie "revolutionär" die TV-Serie war und was sie in den Köpfen verändert hat ...

    Melvin
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#5 XDAAnonym
  • 01.07.2009, 22:29h
  • Antwort auf #4 von Melvin
  • Ich fand die Serie (genau wie L Word) langweilig hoch drei, egal ob sie revolutionär war. Andere finden den ESC revolutionär, den finde ich auch stinklangweilig. Und da es sooo wenig Zuschauer gab, fanden andere anscheinend die Serie auch nicht so toll, sonst würde sie ja nicht ab ins Nachtprogramm verschoben werden (wenn man die Kohle für die Serie schon rausgeschmissen hat).
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#6 Victor
  • 01.07.2009, 23:59h
  • Antwort auf #5 von XDA
  • Vielleicht waren in Deutschland die Zuschauer auch einfach "ein bißchen zu dämlich", um die Relevanz und bahnbrechende Innovation von "Queer As Folk" zu begreifen.

    Naja, ich habe sowieso langsam das Gefühl einer "Generation Doof" anzugehören (ich will mich da selbst gar nicht ausschließen). Wer aus meiner Generation ist eigentlich noch in der Lage einen längeren, zusammenhängenden Text intellektuell zu erfassen, zu analysieren, zu bewerten und mit eigenen Worten wiederzugeben? Wer liest noch regelmäßig eine Tageszeitung (und kommt mir jetzt bloß nicht mit der "Häppchen-Info" aus dem Internet, das ist nur oberflächlicher "Journalismus", der Themen kurz anreißt, ohne die notwendigen und durch aufwendige Recherche, ermittelten Hintergrundfakten zur Verfügung zu stellen). Wer heute alles nur noch ergoogelt und meint Wikipedia sei "das Wort Gottes", der glaubt wahrscheinlich auch, dass die Erde eine Scheibe ist.

    Gute Besserung Ihr Ignoranten!
    Und, ich bleibe dabei "Q.a.f." war bahnbrechend, innovativ und wir alle verdanken der Serie viel mehr, als wir ahnen.
    Gute Nacht (Deutschland)
    Victor
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#7 Adrian
  • 02.07.2009, 06:17h
  • Einige Kommentare über Q.a.f. und L-Word finde ich bemerkenswert.

    Da haben Produzenten und Drehbuchschreiber unter größten Schwierigkeiten Q.a.f. (zunächst als eine Staffel) produziert. Sowohl Casting, als auch die Suche nach Geldgebern und einem TV-Sender, der keine Angst vor homphoben Reaktionen seiner übrigen Zuschauer hatte, kostete jede Menge Nerven.

    Dann wurde produziert und schließlich in den USA gesendet. Sofort waren konservative sog. "Familienschützer" auf dem Plan, die zu Boykott von Sender und werbenden Firmen aufriefen.

    Die "fortschrittliche" Presse wurde auf das Projekt aufmerksam und schrieb erste begeisterte Kommentare.

    Aber, das wichtigste war, die große ignorante Mehrheit der US-Amerikaner fing an über schwule Männer und lesbische Frauen zu reden. Erstmals wurde zur Kenntnis genommen, dass diese (gar nicht so kleine) Minderheit Teil der Gesellschaft ist und nicht irgendwo am Rande ein "perverses Schattendasein" führt.

    Zum Inhalt der Serie Q.a.f.:
    In den ersten Folgen wurden die Charaktere der handelnden Personen sorgfältig gezeichnet. Im Mittelpunkt stand der schwule Michael, um den sich die Handlungen der übrigen Mitwirkenden entwickelten. Und dann wurden nach und nach viele relevante Ereignisse aus dem alltäglichen Leben von Schwulen und Lesben thematisiert: Homophobie an Schulen, im Berufsleben, im Alltag - Schwierigkeiten eine/n Partner/in fürs Leben zu finden. Ärger mit den Eltern - HIV/AIDS - und so vieles andere, was vorher noch nie im TV zu sehen war.

    Also, wer das ganze "nur" unter dem Aspekt der "Unterhaltung" sieht (die es natürlich auch war, und zwar sehr gute gemachte), offenbart einen naiv-kindlichen Charakter. Mit solchen Leuten kann ich mich kaum unterhalten, weil ihnen jedes Grundwissen zu fehlen scheint.

    Adrian
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