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PolitikDeutschland
  • 02.07.2009           15       | | |

Bayern öffnet Standesämter am 1. August

Keine Hochzeit zweiter Klasse mehr in Bayern
Keine Hochzeit zweiter Klasse mehr in Bayern

Ab kommenden Monat können schwule und lesbische Paare auch in Bayern auf dem Standesamt das Ja-Wort geben. Einstimmig beschloss der Landtag am Mittwoch eine entsprechende Reform des Lebenspartnerschaftsgesetzes.

Bisher konnten Homo-Ehen im Freistaat nur vor dem Notar geschlossen werden. In den Koalitionsverhandlungen hatten die Liberalen der CSU die Öffnung der Standesämter abgetrotzt (queer.de berichtete). Zuvor hatte die Christsozialen von 1962 bis 2008 Bayern mit absoluter Mehrheit regiert.

Der FDP-Abgeordnete Andreas Fischer betonte , Bayern bekomme damit "ein Stück gelebter Toleranz zurück". "Es gibt jetzt keine Hochzeit zweiter Klasse mehr", teilte er der Presse mit. Die Grünen sprachen vom Ende eines "peinlichen Sonderwegs": "Damit ist Bayern endlich auch ein bisschen normaler geworden", sagte die gleichstellungspolitische Sprecherin der Grünen-Fraktion, Claudia Stamm. Sie forderte dazu auf, den bayerischen Standesbeamten rasch Hilfestellung anzubieten: "Vor Ort herrscht zum Teil eine große Verunsicherung, wie mit den schwulen und lesbischen Paaren umgegangen werden soll."

(Fortsetzung nach Anzeige)


In drei Bundesländern werden homosexuelle Paare weiterhin diskriminiert: Baden-Württemberg, Brandenburg und Thüringen sehen keine generelle Verpartnerung auf dem Standesamt vor. Zuletzt hat das SPD-regierte Rheinland-Pfalz im November 2008 beschlossen, die Standesämter für Schwule und Lesben zu öffnen (queer.de berichtete). (mize)


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Tags:  bayern   standesamt   eingetragene lebenspartnerschaft 
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Reaktionen zu "Bayern öffnet Standesämter am 1. August"


 15 User-Kommentare als Feed (RSS 2.0, ?)

S.  1  2
Die ersten:   
#1
02.07.2009
08:31:53


(-1, 11 Votes)

Von Daniel

Bayern kommt ("ich kooomme ...." ); es offenbart sich aber, wie immer, als ein sog. "Spätkommer" (verzögerte, Ejakulation aufgrund von seelischen Ängsten oder Nervosität etc.).

Aber jetzt endlich, kommt auch von denen "die volle Ladung" - oh, ich glaube ich bin etwas sexuell überreizt (muss mich wohl mal um meinen Freund kümmern )

Daniel

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#2
02.07.2009
10:17:29


(+8, 12 Votes)

Von Timm

Eine gute Meldung aus Bayern; durchgesetzt hat es in diesem Fall die FDP in Bayern bei den Koalitionsverhandlungen mit der CSU.

-----
In Brandenburg wurden die Gemeinden damals für zuständig erklärt. Ich kenne in Brandenburg keine Gemeinde, die nicht das Standesamt als Ort der Verpartnerung hat.

Viel problematischer finde ich Thüringen und Baden-Württemberg, da muss man in ländlichen Regionen zum LANDKREIS. Das ist erbärmlich, wenn man in diesen beiden Bundesländer zum Kreis geschickt wird. Daher bilden bei diesem Thema Thüringen und Baden-Württemberg ab jetzt das Schlusslicht.

Der Rest der Bundesstaaten hat das Standesamt als Ort der Verpartnerung.

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#3
02.07.2009
10:25:31


(-2, 14 Votes)

Von XDA

Antwort zu Kommentar #2 von Timm:
Die böse FDP war es ... [welch Ironie]

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#4
02.07.2009
10:46:02


(+9, 15 Votes)

Von goddamnedliberal

Antwort zu Kommentar #3 von XDA:
@XDA

Um ganz präzise zu sein, die gute Frau Leutheuser-Schnarrenberger, dereinst von Guido u. Co. gern geschnitten, weil sie sich um sowas überflüssiges wie Bürgerrechte kümmerte, war es...

In Baden-Württemberg und NRW ist die FDP da mehr auf Linie...


Link: stevenmilverton.com/2009/07/02/fdp-macht-ist-wicht
iger-als-die-interessen-schwuler-menschen/


Und da gibts dann für Lesben und Schwule nichts zu lachen....

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#5
02.07.2009
11:37:01


(+2, 8 Votes)

Von Christine

Danke für den Link, goddamnedliberal!
Ich hab mir die (im Plenum des öfteren Heiterkeit erzeugende) Erklärung des FDP-Manns Kluck im Landtagsprotokoll mal durchgelesen. Er erklärt darin, warum die FDP in BaWü den von der CDU gewollten Sonderweg Landratsamt statt Standesamt unterstützt. Die "Erklärung" ist sowas von gönnerhaft und vermeintlich witzig, dass ich mir als Schwuler oder Lesbe ziemlich verarscht vorkäme. Das war wohl ein Griff ins Klo, Herr Kluck?! Entweder wird in Baden-Württemberg selbst bei Formalien wie Standes- oder Landratsamt weiter diskriminiert oder eben nicht. Wenn Sie Diskriminierung allein aus Gründen der Koalitionsräson unterstützen müssen, auch wenn Sie behaupten das Gegenteil zu wollen, kommt leider nur an:
Pfui, das stinkt!

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#6
02.07.2009
16:29:04


(+1, 3 Votes)

Von bananas
Aus München
Mitglied seit 22.05.2008

Antwort zu Kommentar #3 von XDA:
Sieht man wieder mal, daß die Landes-FDP mit der "Verweigerer-Bundes-FDP" nichts zu tun hat. Vom Status ist das wohl auch ein reines Landes-Thema.Frau Leutheuser-Schnarrenberger war schon immer so ein bißchen ein "Stachel" zwischen den ganzen "Nein-Sagern".

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#7
02.07.2009
16:33:15


(+2, 4 Votes)

Von FoXXXyness
Profil nur für angemeldete User sichtbar

Da ist die CSU ja wirklich über ihren Schatten gesprungen und hat seinen Segen dazu gegeben. Hoffentlich werden am 1. August viele Schwule und Lesben das Angebot nutzen.

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#8
02.07.2009
16:54:53


(+1, 3 Votes)

Von XDA

Antwort zu Kommentar #7 von FoXXXyness:
Lieber Matt, die CSU konnte nicht anders, da es sonst keine Koalition gegeben hätte ... sie wollten an der Macht bleiben. That's it.

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#9
02.07.2009
20:46:42


(+2, 2 Votes)

Von Andy

Das stimmt übrigens für Brandenburg nicht mehr. Dort sind auch nur noch die Standesämter zuständig.

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#10
02.07.2009
21:01:17


(+2, 2 Votes)

Von ehemaligem User free_world

Nun wirds Zeit, das die Thüringer die CDU abwählen und dann in Thüringen die Leutz auch beim Standesamt dürfen..

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Kommentar-S.  1  2

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