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Der Film "Brüno" sollte eigentlich mit einer brutalen Schlägerei enden, in der Heteros die schwule Hauptfigur und dessen Freund verletzen; nach Testvorführungen wurde dieses Ende offenbar geändert.

Wie das Fachmagazin "Movieline" meldet, sollten sich Brüno (Sacha Baron Cohen) und sein Freund (Gustaf Hammersten) am Ende des Films vor einem Publikum in Arkansas einen Ringkampf liefern. Sie fangen dann aber zum Ärger der Zuschauer an, sich zu küssen. Die wütende Meute stürmt daraufhin auf die schwulen Männer mit Schlagstöcken und anderen Waffen zu. In der Abschlussszene wird dann eine Pressekonferenz gezeigt, in der das Paar die Adoption eines Babys bekannt gibt. Brünos Freund ist dabei offensichtlich geistig verwirrt und sabbert, offenbar als Folge des Angriffs.

"Das sollte Leute zum Lachen bringen", erklärte der Drehbuchautor und Regisseur Richard Day ("Ellen"), der bei der Testvorführung dabei war. Er und ein weiterer Kollege waren die einzigen offen schwulen Anwesenden und kritisierten bei der Diskussion nach dem Film die Szene, während andere im Publikum den Film verteidigten.

Youtube | Original-Trailer

Inzwischen sei das Filmende aber abgemildert worden. So soll der Film kommenden Donnerstag mit der Altersfreigabe ab 12 Jahren in die deutschen Kinos kommen.

"Ich weiß nicht, ob der Film wegen uns geändert wurde. Wenn dem so wäre, bedaure ich meine Kritik", erklärte Day, nachdem er den Originalschnitt gesehen hat. "Es wäre besser gewesen, wenn die Macher ihr wahres Gesicht gezeigt hätten. Dank uns haben sie die ungeheuerlichsten Angriffe gelöscht und können sagen, sie sind auf uns zugegangen." Er kritisierte, dass beim Film offenbar keine Schwulen mitgewirkt hätten und daher Klischees bedient werden würden, deren einziges Ziel es war, Homosexuelle lächerlich zu machen.

Bereits im Vorfeld äußerten sich Homo-Aktivisten besorgt über "Brüno", weil der Film Vorurteile zementieren könnte (queer.de berichtete). Die Produktionsfirma Universal Pictures wollte sich zu den Änderungen nicht äußern.

In dem Film mimt der britische Komiker Sacha Baron Cohen den schwulen österreichischen Modejournalisten Brüno. Die "Mockumentary" ist eine Mischung aus Interviews, in denen die Gesprächspartner meist nichts von Brünos wahrer Identität wissen, sowie aus fiktiven Spielszenen. (dk)

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Kameramann klagt gegen Brüno

Der Comedian Sacha Baron Cohen bekommt Ärger. Sein Filmteam soll einen schwulen Mann verletzt haben.
Aus Brüno wird Freddie Mercury

Der britische Comedian Sacha Baron Cohen soll in einem Film den Frontmann der Band Queen verkörpern.

22 Kommentare

#1 I.Ramos GarciaAnonym
#2 jochenProfil
  • 02.07.2009, 16:18hmünchen
  • ich hab "brüno" noch nihct gesehen.
    aber ich habe bei "borat" schon nach 30 min. den fernseher ausgemacht.
    er nutzt die höflichkeit seiner umgebung aus um sie mit immer wieder und wieder de gleichen absurditäten vor den kopf zu stossen.
    wie gesagt... nach ner halben stunde hat s mich gelangweilt.

    ausserdem find ich das ewig gleiche und uninspirierte bemühen der so abgedroschenen schwulenklischees langweilig bis zuweilen sehr nervig.
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#3 MichaelTAnonym
  • 02.07.2009, 17:52h
  • Antwort auf #2 von jochen
  • Hallo Jochen, kann Dir nur voll und ganz zustimmen, Borat fand ich eher peinlich als lustig - und langweilig.
    Und nach den Trailern, die ich von Brüno gesehen habe, bin ich auch nicht voll der Lust, ins Kino zu eilen :-)
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#4 Melvin
  • 02.07.2009, 19:07h
  • Lieber Sascha (Baron Cohen),

    ich bin ja auch nicht so "harmlos", wie manche vielleicht meinen und daher mag ich durchaus "dreckige" Witze (besonders die aus U.K.).

    Ich kenne Deine übrigen Figuren, die du darstellst, vom "Rapper" bis zu "Borat" und jetzt sind also wir Schwulen dran. Hmh, zunächst mal: Unter Naturschutz stehen wir natürlich nicht und ... es gibt durchaus komische Verhaltensweisen, die Komiker und Parodisten reizen, kann ich alles verstehen.

    Ich kenne bisher nur den Trailer von "Brüno" (und habe ziemlich dreckig gelacht - nein, ich hasse mich nicht selbst, keine Sorge!). Wenn dein Film hier anläuft, werde ich mir erlauben eine Filmkritik zu schreiben. Bis dahin halte ich mir jede Option offen.

    Ich weiß, dass du für "Borat" Strafanzeigen kassiert hast, aber ich weiß vor allem, dass du "Rassismus" in den USA bloßgestellt hast, dass du "Prüderie" lächerlich gemacht hast und dass du "Waffenfanatiker" bis auf die Knochen blamiert hast und ... ich weiß das zu schätzen.

    Bei uns Schwulen ist das mit der "Verarsche" allerdings ein "zweischneidiges Schwert, denn unsere Diskriminierung, der Hass auf uns, die homophoben Gewaltakte gegen uns - das alles ist leider nicht Vergangenheit und nimmt sogar derzeit noch zu.

    Also, es ist äußerst gefährlich "Hass zu schüren", der evtl. bisher nur unter der Oberfläche brodelt. In den USA haben sich die Morde, die aus Hass gegen Schwule begangen wurden, innerhalb eines Jahres um etwa 28 % erhöht (die Dunkelziffer ist erheblich höher, weil immer noch viele Morde nicht im Zusammenhang mit Homophobie gesehen werden).

    Lieber Sascha, es könnte passieren, dass ich dir nach dem Kinobesuch für immer die Freundschaft kündige und eine Kritik schreibe, die evtl. zum Boykott des Films aufruft und die ich bundesweit in diversen Online-Foren verbreiten werde. Wie gesagt, ich kenne den Film noch nicht.

    Melvin (noch Sacha Baron Cohen Fan)
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#5 Es geht um mehr!Anonym
  • 02.07.2009, 20:17h
  • Dieses Machwerk wird gerade junge Menschen in den üblichen dümmlichen Vorurteilen und Klischees bestätigen und damit die in dieser Altersgruppe immer drastischere Schwulenfeindlichkeit und Stigmatisierung von Homosexualität weiter anfachen. Es ist unfassbar, dass sogar Leute aus der "Community" einer derart offensichtlichen Verunglimpfung, die die fortgesetzte Diskriminierung von homosexuellen Männern gerade unter Jugendlichen zweifellos befördern wird, auch noch Beifall klatschen. Da handelt es sich um einen hoffnungslosen Fall von internalisiertem Selbsthass, Selbsterniedrigung und Minderwertigkeitskomplexen. Mit keiner anderen gesellschaftlichen Gruppe, schon gar nicht mit einer Opfergruppe des Nazi-Terrors, könnte man sich Vergleichbares erlauben, ohne dass es völlig zu Recht einen nationalen Aufschrei geben würde.

    Eines steht fest: Wenn überall dort, wo junge Menschen ihre Sexualität frei und selbstbestimmt entdecken können sollten, weiterhin eine aggressive Heteronormativität und Schwulenfeindlichkeit den Ton angibt, wenn junge homosexuell empfindende Menschen mit einer inakzeptablen psychischen und teilweise rohen körperlichen Gewalt konfrontiert sind, die sie - durch zahlreiche Studien bestätigt - einem viermal höheren Selbstmordrisiko aussetzt als ihre heterosexuelle Altersgenossen, dann hat dieses entwürdigende Machwerk seinen Anteil daran! Und natürlich all die selbst Betroffenen, die sich diese inakzeptable Beleidigung, Verunglimpfung und Diskriminierung in den Massenmedien weiterhin widerspruchslos bieten lassen oder sie sogar bejubeln!
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#6 ChrischiAnonym
#7 goddamnedliberalAnonym
  • 02.07.2009, 21:53h
  • Antwort auf #5 von Es geht um mehr!
  • @Es geht um...

    So ist es!

    Eigenartig ist ja auch das breite Bedürfnis der Öffentlichkeit daran, sich an der 'Schwuchtel' abzuarbeiten. Mal mit Gewalt, mal filigraner...

    Und das, obwohl jemand wie Brüno eher in die Realität der 70er und 80er passt. Eine fast ausgestorbene Spezies, die als Negativ- und Abziehbild anscheinend dringend gebraucht wird....

    'Männlichkeit' ist eben immer noch so brüchig, dass sie das Weichei zur Selbstbestätigung nötig hat...
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#8 Es geht um mehr!Anonym
  • 02.07.2009, 22:15h
  • Antwort auf #7 von goddamnedliberal
  • Das hast du sehr treffend formuliert, @goddamnedliberal! In Wahrheit ist die Zwangsheterosexualität, die allen vom ersten Atemzug an aufoktroyiert wird, tatsächlich sehr brüchig. Wir müssen jetzt nur den richtigen Schalter bedienen, d.h. im Bereich der Massenmedien in entsprechender Zahl und an den relevanten Stellen die richtigen Bilder produzieren, die die Zwangseinfalt und die vorherrschende Männlichkeitslogik als genau das entlarven, was sie ist: nämlich absurd und von vorgestern sowie alles andere als "geil" oder "sexy"!

    Und dabei dürfen wir leider nicht naiv sein, sondern müssen die vorherrschende Logik in ihrer eigenen Absurdität und auf eben derselben Ebene schlagen. Sprich: Deutlich machen, dass Schwulsein im Kern bedeutet, als Mann auf das Männliche zu stehen! Die, die sich durch das Weibliche angezogen fühlen, sind ganz offensichtlich andere!

    (Wobei ich mir selbstverständlich dessen bewusst sind, dass es hier um gesellschaftlich konstruierte Geschlechterrollen geht, die ich nicht befürworte, die aber den Köpfen der jungen Menschen aggressiv eingehämmert werden. Deshalb müssen wir sie auch als Ausgangslage anerkennen, ob es uns gefällt oder nicht! Abgesehen davon gibt es nun einmal einen unbestreitbaren biologischen Unterschied zwischen Mann und Frau, den bei aller Liebe zur Gendertheorie niemand in Abrede stellen kann und den es in unserem Sinne herauszuarbeiten gilt!)
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#9 ...zwecklos!Anonym
  • 02.07.2009, 23:43h
  • Eine modebesessene, ganzkörperrasierte, blondierte Tunte, der nichts zu ordinär ist, die keine Peinlichkeit ausläßt und die sich schwer schwanzfixiert gibt? Das hat ja nun mit der homosexuellen Wirklichkeit von 2009 ganz und gar nichts zu tun! S.B.C. und andere böse Buben sollten mal in ein x-beliebiges Schwulenblättchen schauen (insbesondere eins deutscher Provenienz), um sich eines Besseren belehren zu lassen!
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#10 hwAnonym
  • 03.07.2009, 00:09h
  • Antwort auf #7 von goddamnedliberal
  • weile es gerade auf dem weg liegt...

    Coinciding with Pride London, a special screening of the ground-breaking Cuban gay movie, Strawberry and Chocolate, will be followed by a panel Q and A with Mariela Castro, the pro-gay rights daughter of Cuba's president Raùl Castro, niece of Fidel Castro and director of the Cuban National Centre for Sex Education in Havana.

    another-green-world.blogspot.com/2009/06/castros-daughter-sp
    eaks-for-gay-rights.html


    Auf die Entwicklung bin ich gespannt.
    Im Zentralorgan der KP-Jugend Cubas, was schon mal keine Nischen-Gazette ist, finden
    seit dem Marsch gegen Homophobie, letztens
    in Havanna, verschärft Diskussionen über
    Männerbilder, Machismo und Homophobie
    statt.

    Durch Mariela Castro wird die Sache quasi
    von "oben" angekurbelt.

    Es handelt sich bei öffentlichen Diskussionen
    nicht um Abnick-Veranstaltungen, sondern um
    konkrete Kritik und Dialog.

    Dies bestätigen auch regime-kritische Blogger.

    Einen guten Einblick gibt schon mal dieses hier:

    www.desdecuba.com/generationy_de/

    Ich habe das auch für die rechten Idioten hier
    als Fundus verlinkt, damit immer dämliches
    Kalter-Krieg-Fronten-Genöhle ein wenig
    freshness, youthness und einen Hauch von aktuell bekommt.

    Ins search-feld "gay oder mariela castro, homophibie" einzugeben, werden die
    Transatlantiker und Party-Zionisten ja
    noch hinbekommen.
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