Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?10691

Die Pius-Bruderschaft hat den katholischen Widerstand gegen CSDs mit dem Widerstand gegen die Nazi-Diktatur verglichen – Grünenpolitiker Volker Beck fordert nun, den Verfassungsschutz auf die Priestervereinigung anzusetzen.

"Wie stolz sind wir, wenn wir in einem Geschichtsbuch lesen, dass es im Dritten Reich mutige Katholiken gab, die sagten: 'Wir machen diesen Wahnsinn nicht mit!'. Ebenso muss es heute wieder mutige Katholiken geben!", lautet ein Aufruf der katholischen Vereinigung gegen den CSD Stuttgart am 1. August. Der Hauptsitz der Piusbruderschaft befindet sich in der baden-württembergischen Hauptstadt.

Dieser Aufruf wurde im "Mittelungsblatt" der Organisation veröffentlicht. Insbesondere Männer und Familienväter sollten gegen Homo-Aktivisten vorgehen: "Wehrt euch, solange es noch möglich ist. Stellt euch auf die Straßen und ruft: ‚Wir wollen nicht, dass unsere Heimat ein Sodom und Gomorrha wird!’". Kritik übten die Radikal-Katholiken auch an Bundesjustizministerin Brigitte Zypries (SPD), weil sie den Schutz von Homosexuellen – und damit den Schutz der "geschlechtlichen Perversion" – im Grundgesetz verankern möchte (queer.de berichtete). "Wenn das geschieht, dann wird es in Deutschland für Katholiken eng. Dann darf man die sodomitische Sünde nicht mehr anprangern, weil es verfassungsfeindlich ist", heißt es im "Mitteilungsblatt".

Die Piusbruderschaft wurde Anfang des Jahres von Papst Benedikt XVI rehabilitiert und wieder in die Kirche aufgenommen (queer.de berichtete) – und das, obwohl sie die Einführung von Gefängnisstrafen für Homosexuelle fordert und Teile der Organisation sogar den Holocaust leugnen. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) kritisierte den Papst nach dieser Entscheidung.

Kritik von allen Seiten

Die Diözese Rottenburg-Stuttgart hat sich inzwischen vom Aufruf der Bruderschaft distanziert. Der Vergleich zwischen dem CSD und den Nationalsozialisten sei "vollkommen verfehlt", erklärte ein Bistumssprecher gegenüber der Nachrichtenagentur ddp.

Der CSD Stuttgart hat inzwischen Strafanzeige wegen Volksverhetzung gegen die Bruderschaft gestellt. Der Nazi-Vergleich sei eine "neue, unhaltbare Dimension der Hetze gegen Schwule und Lesben", erklärte CSD-Gesamtleiter Christoph Michl.

Der grüne Fraktionsgeschäftsführer Volker Beck forderte nach der "unchristlichen und menschenverachtenden Hetze", eine Beobachtung der Organisation durch den Verfassungsschutz zu prüfen: "Diese Art Hetze gegen Minderheiten durch christliche Gruppen kann wie in Russland auch in Deutschland zu Gewalt führen. Die Sprache der Hetzer ähnelt sich auffallend", erklärte der Kölner Bundestagsabgeordnete. (dk)



Auch Westerwelle lobt Papst

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hat sich positiv über die Aussagen von Papst Franziskus zur Homosexualität geäußert.
CSD Berlin endet erstmals am Brandenburger Tor

Der 32. CSD in Berlin bietet dieses Jahr eine Premiere: Erstmals endet die Parade am Brandenburger Tor.
Belgrad: CSD nach Gewaltdrohungen abgesagt

Wegen Sicherheitsbedenken ist der Belgrader CSD am Samstag abgesagt worden. Nationalisten feierten die Entscheidung als Niederlage für "Ungläubige und Satanisten".
Serbien: Amnesty warnt vor Gewalt gegen Schwule

Im Vorfeld des zweiten CSDs in Belgrad warnt Amnesty International davor, dass Hass und Gewalt gegen Homosexuelle aus der Mitte der Gesellschaft komme.

133 Kommentare

#1 TimmAnonym
  • 02.07.2009, 15:44h
  • Wenn hier einer den Nazis nahesteht, dann sind es wohl eher eine Reihe der Mitglieder der Pius-Bruderschaft.

    Die rassistische, homophobe und menschenverachtende Webseite "kreuz.net", die in Arizona gehostet ist, gehört doch auch zur Piusbruderschaft, wenn mich nicht alles täuscht, und wird von Ihren Mitgliedern genutzt. Sollte dem nich so sein, so lasse ich mich hier auch eines Anderen belehren. Aber ich nehme an, dass dies so ist.

    Und diese Leute holt der Bayer Ratzinger in die katholische Kirche rein, um dem Priestermangel entgegenzuwirken und um die katholische Kirchenwelt noch rechtskonservativer zu machen, als sie es jetzt schon in der Aussenwirkung ist. Damit aber erweist Ratzinger seiner Kirche einen Bärendienst, da die katholische Kirchenorganisation noch mehr an Zuspruch in den westlichen Gesellschaften verlieren wird und zu einer Organisation wird, die das Gegenteil von Nächstenliebe und Caritas darstellt und lebt.

    Ratzingers Entscheidung wird zu weiteren Kirchenaustritten führen und die katholische Kirchenorganisation noch weiter nach rechts rutschen lassen.
  • Antworten » | Direktlink »
#2 Julek89
  • 02.07.2009, 16:26h
  • Oh man...ich habe zwar echt keine Ahnung und "Erfahrung" von und mit dieser kranken Gemeinschaft, aber ich denke:

    Die Christlichen reden irgendeinen Müll und es hagelt kritik und Kirchenaustretungen.

    Und wie doof sie sind, sie machen einfach so weiter und wundern sich dann noch.

    Aber irgendwie gut, dass die sowas machen. ich meine...Es hagelt meist eh Kritik und sie kommen damit nicht durch...und befördern sich selbstständig mehr und mehr in den Abgrund der Lächerlichkeiten und Zumutungen.
  • Antworten » | Direktlink »
#3 schwarzwaldbub
  • 02.07.2009, 16:35h
  • Gerne darf es „eng“ für rechtsradikale katholische Gruppen werden. Derartige Äußerungen, gehören nicht in die Öffentlichkeit, da sie die latent in der Gesellschaft vorhandenen homophoben Vorurteile anfachen. Ich vermut, dass die vielen lesben- und schwulenfeindlichen Äußerungen religiöser Gruppen de facto zu mehr Gewalt gegen uns führen – und die ist erschreckend verbreitet, wenn man z.B. die Nachrichten hier bei queer.de regelmäßig verfolgt, man müsste das mal wissenschaftlich untersuchen.

    Es ist perfide, uns mit Nazis zu vergleichen, da Lesben und Schwule im nationalsozialistischen Deutschland Verfolgung, Deportation und Ermordung ausgesetzt waren. Ich freue mich, dass das Bistum Rottenburg-Stuttgart sich hier von der Piusbruderschaft distanziert hat.

    Der Schutz von uns Lesben und Schwulen gehört ins Grundgesetz. Das würde in Zukunft ein zurück in die Zeit von Verbot und Verfolgung in Zukunft erschweren und ein deutliches Zeichen gegen Hass und Diskriminierung setzen. Heterosexuelle und Homosexuelle müssen vor dem Gesetz gleich behandelt werden, alles andere bleibt Unrecht.

    In Indien wurde per Richterspruch gerade das Gesetz gegen Homosexualität aufgehoben – gegen den Widerstand vieler Großreligionen und der Regierung. Ich frage mich, ob es einen „Waffenstillstand“ oder gar eine konstruktive respektvolle Zusammenarbeit zwischen Lesben und Schwulen einerseits und den Religionsgemeinschaften andererseits geben kann. Andernfalls müssten wir uns um ein Zurückdrängen religiöser Einflüsse aus dem öffentlichen Leben bemühen.

    Noch ein Tipp für die Piusbruderschaft: Vor der eigenen Türe kehren. Ein Vorgehen gegen den Missbrauch von Kindern durch katholische Priester dürfte eher dazu führen, dass „unsere Heimat [k]ein Sodom und Gomorrha wird“
  • Antworten » | Direktlink »
#4 jochenProfil
  • 02.07.2009, 16:44hmünchen
  • in der swr-talkshow hat ein pius-"bruder" sich allen ernstes soweit entblödet sexuellen missbrauch von kindern gleichzusetzen mit der langjährigen homosexuellen partnerschaft (beides erwachsene männer) eines anwesenden talkgastes.
  • Antworten » | Direktlink »
#5 Mickey2Anonym
  • 02.07.2009, 17:30h
  • Ist ja spannend: einerseits leugnet einer der Piusbrüder den Holocaust, und dann gibt es plötzlich Nazi-Vergleiche - passt ja irgendwie gar nicht... Was denn nun?

    Auf jeden Fall sollte sich der Papst so schnell wie möglich von der Pius-Brüderschaft distanzieren.
  • Antworten » | Direktlink »
#6 CarstenFfm
  • 02.07.2009, 17:43h
  • Macht Euch doch mal eine Spaß, und spammt die inoffizielle Interernetseite die Puisschwestern

    www.kreuz.net

    unter einem lustigen Nickname mit lustigen Beiträgen zu.... mach ich auch
  • Antworten » | Direktlink »
#7 Melvin
  • 02.07.2009, 17:53h
  • Pius-Brüderschaft:

    Diese "katholischen Fundamentalisten" leben in der Vergangenheit. Und ... sie leiden offenbar unter "Verfolgungswahn", obwohl nicht sie die "Opfer" von Diskriminierung und Verfolgung sind, sondern bizarrerweise gerade umgekehrt, diejenigen, die von Ihnen übel verunglimpft werden.

    Da leugnete ein hoher Würdenträger den Holocaust, wiederholte das auch noch öffentlich (nebenbei gesagt, ist das in Deutschland ein Straftatbestand).

    Dass andere aus der „heim in den Schoß der Kirche geholten ‚Clique’“ sich nicht entblödeten die „Harry Potter“ Kinderbücher und Filme als „Satanismus“ zu bezeichnen und die Opfer des Wirbelsturms „Kathrina“ zu brüskieren, indem sie den Wirbelsturm, der New Orleans verwüstete, als „Strafe Gottes für die sündige Stadt“ bezeichnen, fügt der Katholischen Kirche schwerste Ansehensverluste und nahezu irreparable Schäden zu.

    Und nun "blasen sie" also zum Sturm auf die, ihrer Meinung nach "Perversen" und ... nennen sie in einem Atemzug mit den Nazis, obwohl Homosexuelle von den Nazis verfolgt, in KZs interniert und ermordet wurden:

    Süddeutsche Zeitung 28.05.2008
    „In Berlin wurde das Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen eingeweiht“. Das Mahnmal erinnert an Menschen, wie ihn:

    „Der Elsässer Pierre Seel war 17 als ihn die Gestapo wegen seiner Homosexualität verhaftete. Im Konzentrationslager musste er der Hinrichtung seines Freundes zuschauen. Die Häftlinge waren angetreten, es lief Musik. Man entkleidete den jungen Mann, stülpte ihm einen Eimer über den Kopf. Dann hetzte die.SS Schäferhunde auf ihn, die ihn zu Tode bissen und zerrissen“.

    (Der "Fall" ist verbürgt und u.a. im Archiv des LSVD - Lesben- und Schwulenverband Deutschland dokumentiert)

    Es reicht! Ich hoffe, in den nächsten Tagen wird es Strafanzeigen gegen diesen "widerlichen Verein und seine volksverhetzenden Aussagen" hageln.

    Melvin

    P.S.
    Das Strafgesetzbuch (StGB) führt im § 130 Volksverhetzung folgendes aus:

    Wer in einer Weise, die geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören, die Menschenwürde
    anderer dadurch angreift, dass er
    1. zum Hass gegen Teile der Bevölkerung aufstachelt,
    2. zu Gewalt- oder Willkürmaßnahmen gegen sie auffordert oder
    3. sie beschimpft, böswillig verächtlich macht oder verleumdet,
    wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren bestraft.
  • Antworten » | Direktlink »
#8 Katrin
  • 02.07.2009, 18:33h
  • Jetzt kann man den Theologen nun wirklich ihre Intelligenz nicht absprechen, aber man sieht auch sehr schön, wie eng intelligenz und Wahnsinn zusammen liegen. Die stehen rum, oder sitzen oder knien, oder liegen auch und beten. Sie beten zu einem der oben wohnt, weil es nunmal bis zur Neuzeit ein oben, ein hier und eine Hölle gab. Sie bilden sich ernsthaft ein, dass sie zu ihrem Gott sprächen und ihr Gott sie erhöhren würde und statt eines Handys brauchen sie zur Kommunikation nur die Hände zu falten. Sie glauben, dass ihr Gott innerhalb von ein paar Tagen diese Erde geschaffen hätte und die Sternlein im Himmel die Kerzlein der Engel wären. Sie glauben an eine Bibel, ein Fantasiesammelsurium, das im 5. Jahrhundert vor Christus (den es nie gab) ein paar einsiedlerische Juden in der Wüste im Fanatismus aufgeschrieben hatten und deren neues Testament in Rom im 3. Jahrhundert aus politischen Gründen zusammen geschrieben wurden. Sie glauben allerdings nicht an Karl May und Asterix und Donald, was nachdenklich macht, wird doch in der Bibel die Tochter zur Sklaverei freigegeben und bei den anderen Dreien nicht. Sie versprechen ihren Schäfchen, dass ihr Gott ihnen die Sünden vergibt und kassieren ab. Die Oberen von ihnen lassen sich in Luxuskutschen schoffieren und jetten First Class und lassen sich von vorn und hinten bedienen. Und diese Bande erdreistet sich jetzt im demokratischen Rechtsstaat Deutschland zu behaupten, dass von den CSDs eine den Nazies vergleichbare Gefahr ausgehe. Wo hat denn die Kirche die wenigen im Widerstand unterstützt und etwa unter kirchlicher Immunität nach England oder Amerika gebracht, was für die Kirche ein Leichtes gewesen wäre. Nein, die Widerständler hat man als rechtmäßig Verurteilte auflaufen lassen und den letzten Segen durch einen Pfarrer geben lassen. Prima: Lasst die Bande so weitermachen und mehr und mehr Schäfchen sich von der Kirche abspalten. Religion macht doof wird hier wieder einmal zur Wahrheit.
  • Antworten » | Direktlink »
#9 schwarzwaldbub
  • 02.07.2009, 18:49h
  • Hi CarstenFfm,

    gute Idee, ich habe dort einen Kommentar hinterlassen.

    Ich habe den Eindruck, dass es sich bei den Leuten von kreuz.net um Psychopathen handelt. Die Art und Weise, wie die ihre Artikel schreiben ist so dämlich, stumpf und asozial – ein normaler Mensch ist kaum in der Lage einen solchen Stuss zu verzapfen.

    Das Gute daran: Die vertreiben mit Ihrem Blödsinn sicher mehr Leute aus der katholischen Kirche, als sie rekrutieren können (-:=
  • Antworten » | Direktlink »
#10 CarstenFfm